Die Auswahl eines Steuerberaters: So finden Sie den Richtigen

Das macht einen guten Steuerberater aus
Wenn Sie einen Steuerberater mit der Betreuung Ihres Unternehmens beauftragen, sollten Sie sehr genau beobachten, wie er sich verhält. Folgende Anhaltspunkte sprechen für eine gute Beratung:
- Der Steuerberater nimmt sich Zeit. Präsentiert Ihnen der Steuerberater den ermittelten Gewinn, ohne Ihnen auch nur eine Frage gestellt zu haben, hat er diesen Gewinn allein aus Ihrer Buchhaltung beziehungsweise aus den ihm vorgelegten Belegen errechnet. Ihre individuellen Bedürfnisse oder Wahlrechte können hier nicht ausreichend einbezogen worden sein. Ein guter Steuerberater hakt nach und befragt Sie nach Ihren individuellen Zielsetzungen.
- Der Steuerberater spricht kein Fachchinesisch. Ein guter Steuerberater versucht nicht, mit unverständlichen Fachbegriffen zu punkten; stattdessen erklärt er Ihnen genau, worum es bei einzelnen Fragestellungen und Wahlrechten geht.
- Der Steuerberater informiert Sie kostenlos. Ein Steuerberater, bei dem Sie gut aufgehoben sind, informiert Sie mindestens 1-mal im Monat entweder über sein Internet-Portal oder über ein Mandantenschreiben über die aktuelle Rechtsprechung, neue Steuertrends oder Verwaltungsanweisungen.
- Der Steuerberater kommt auf Sie zu. Ein engagierter Steuerberater wartet nicht, bis Sie seinen Rat suchen; er informiert Sie, wenn sich steuerliche Änderungen oder steuerliche Möglichkeiten für Ihr Unternehmen ergeben.
- Nicht jede Minute wird abgerechnet. Im Leben gibt es zwar nichts geschenkt. Doch ein Steuerberater, der für jedes kurze Telefonat ein Honorar abrechnet und sich ansonsten wenig engagiert, ist wohl eher an seinem Verdienst als an Ihrem steuerlichen Wohlergehen interessiert. Gerade für eine Erstberatung und ein 1. Kennenlernen sollte kein Honorar anfallen.
- Der Steuerberater stellt keine überzogenen Rechnungen. Sollen Sie auf einmal deutlich mehr Honorar für dieselben Leistungen bezahlen oder rechnet der Berater ein sehr hohes Honorar für die Umsetzung gesetzlicher Neuerungen ab (z. B. wegen Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz, die wegen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes notwendig sind), sollten Sie bei einem anderen Steuerberater ein Vergleichsangebot einholen.
- Die Chemie muss stimmen. Der beste Steuerberater kann Sie nicht optimal beraten, wenn er Ihnen unsympathisch ist. Denn in diesem Fall sind offene und konstruktive Gespräche so gut wie ausgeschlossen.
► Tipp: Geschäftspartner fragen
Fühlen Sie sich bei Ihrem derzeitigen Steuerberater unwohl, sollten Sie sich bei Geschäftspartnern umhören, ob diese mit ihrer Beratung zufrieden sind. Testen Sie den neuen Berater, indem Sie Ihrem derzeitigen und diesem neuen Steuerberater dieselbe steuerliche Problematik schildern. Vergleichen Sie, wer sich mehr engagiert, Ihnen die verständlichere und günstigere Antwort gibt und wer zurückhaltender abrechnet. Bleiben Sie trotzdem bei Ihrem bisherigen Steuerberater, sprechen Sie an, was Ihnen nicht gefällt. Weisen Sie ihn offen darauf hin, dass Sie sich auch von einem anderen Steuerberater haben betreuen lassen. Meist steigert der Steuerberater dadurch sein Engagement für Sie, um Sie von seinen Leistungen zu überzeugen.






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