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Blaue Karte EU: So profitieren Sie als Kleinunternehmer

EU-Bluecard: Regelung und Nutzung für Kleinunternehmer
Von Jörgen Erichsen
Aktualisiert am: 13.01.2020

Die „Blaue Karte EU Deutschland“ ist ein Dokument, mit dem die Angehörigen eines Nicht-EU-Mitgliedsstaates in der Europäischen Union (EU) leben und arbeiten dürfen. Mithilfe der Blauen Karte sollen vor allem hochqualifizierte Fachkräfte für den Arbeitsmarkt in EU-Ländern – in diesem Fall Deutschland – gewonnen werden. Hier lesen Sie, welche Regelungen es bei der EU-Bluecard gibt und wie Sie als Kleinunternehmer diese nutzen können.

Grundlage der allgemein als EU-Bluecard bezeichneten Regelung ist die Richtlinie 2009/50/EG  zur Blauen Karte. Mit ihr soll dem in den kommenden Jahren erwarteten Fachkräftemangel begegnet werden. Die Regelungen bieten auch kleinen Unternehmen in Deutschland eine Chance, an dringend benötigtes Personal zu gelangen, wenn qualifizierte deutsche Bewerber fehlen. Die Regelung ist seit August 2012 in Kraft.

Antragsvoraussetzungen für die blaue Karte

Die Karte kann von Ausländern, die nicht Angehörige eines EU-Staates sind, beantragt werden. Voraussetzung ist, dass diese einen deutschen oder einen anerkannten ausländischen Hochschulabschluss haben. Außerdem muss ein Arbeitsvertrag mit einem Bruttojahresgehalt von derzeit mindestens 55.200 EUR vorliegen.

In so genannten Mangelberufen, z.B. Ingenieure, IT-Fachkräfte, Ärzte oder Naturwissenschaftler, genügt ein Bruttojahresgehalt von aktuell 43.056 EUR. Der Antrag für eine Blaue Karte muss vor der Einreise bei der jeweiligen deutschen Auslandsvertretung gestellt werden und bedarf der Zustimmung der Agentur für Arbeit. Mehr Informationen zur Antragstellung finden Sie auch unter http://www.bluecard-eu.de/blaue-karte-eu-deutschland/antrag.html.

Gültigkeitsdauer und andere Rahmenbedingungen der blauen Karte

Die maximale Gültigkeitsdauer der Karte beträgt 4 Jahre. Ist das Arbeitsverhältnis kürzer, gilt die Blaue Karte entsprechend der Beschäftigungsdauer plus 3 Monate. Die Aufenthaltsdauer kann aber verlängert werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Niederlassungserlaubnis (Daueraufenthalt in Deutschland) zu stellen. Ausländer mit einer Blauen Karte können - abhängig von ihren Sprachkenntnissen - nach 21 bis 33 Monaten einen Daueraufenthalt in Deutschland beantragen.

Achtung: Inhaber einer Blauen Karte haben das Recht, nach einer Beschäftigungsdauer von anderthalb Jahren in einen anderen EU-Staat weiterzuwandern. Dabei wird die Aufenthaltsdauer in Deutschland angerechnet. Umgekehrt gilt dasselbe. Die maximal mögliche Aufenthaltsdauer in Deutschland verkürzt sich also um die Zeit, die der Arbeitnehmer bereits in einem anderen EU-Staat tätig war.

Blaue Karte EU Deutschland: Weitere Infos

Interessierte Arbeitnehmer und Arbeitgeber können sich umfassend über das „Netzwerk Blaue Karte EU“ informieren (http://www.apply.eu/de/).


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