Content Marketing: So gewinnen Sie mit Inhalten neue Kunden

Content Marketing als Alternative zu kostenpflichtiger Werbung
Aktualisiert am: 11.08.2015

Neue Kunden können Sie im Internet nicht nur mit kostenpflichtiger Werbung gewinnen – sondern auch, indem Sie nützliche Inhalte und Tipps zu Ihrem Spezialgebiet veröffentlichen. Diese charmante Form der Werbung wird auch Content Marketing genannt. Sie benötigen lediglich etwas Zeit und Kreativität. Wie das funktioniert, lesen Sie in diesem Beitrag.

Was ist Content Marketing?

Content Marketing ist ein Marketinginstrument, das nicht ein Unternehmen oder seine Produkte und Dienstleistungen in den Vordergrund rückt. Stattdessen werden Informationen angeboten, die für die Zielgruppe interessant sind. Ziel des Content Marketings ist es, mit nutzwertigen Informationen und Tipps Interessenten anzulocken.

Im besten Fall sind diese Inhalte so interessant, dass die Nutzer darüber diskutieren, die Informationen teilen oder sogar Ihre Kontaktdaten hinterlegen, um diese Informationen erhalten zu können. Content Marketing gibt es schon länger. Doch früher war es großen Unternehmen vorbehalten. Das Internet  macht diese Marketingspielart jetzt auch für kleine Unternehmen und Selbstständige äußerst attraktiv, da in diesem Medium dafür keine Kosten entstehen.

Warum Sie über Content Marketing nachdenken sollten

Mit Informationsangeboten können Sie sich von Ihren Wettbewerbern differenzieren. Dabei sollten Sie sich in die Zielgruppe hineinversetzen und ihr informativen Nutzwert liefern.

Wenn Sie Ihrer Zielgruppe im Internet relevante Inhalte anbieten, sorgen Sie für Aufmerksamkeit und positionieren sich gleichzeitig als kompetenter und seriöser Anbieter. Das ist ein wichtiger Schritt zum Neukunden. Egal ob Handwerker, Restaurantbesitzer oder Steuerberater: Content Marketing kann Unternehmen aller Branchen und Größen helfen, zusätzliche Leads zu generieren und Kunden zu binden.

Content Marketing einsetzen – So gehen Sie vor

  1. Finden Sie heraus, welches Content-Format zu Ihnen passt
  2. Erstellen Sie diesen Content und positionieren Sie sich als Problemlöser
  3. Nutzen Sie Social Media als Verstärker
  4. Sammeln sie Kontaktadressen und das Werbeeinverständnis ein
  5. Sprechen Sie die Nutzer erneut an

Finden Sie heraus, welches Content-Format zu Ihnen passt

Welches Format für Ihr Content Marketing am besten geeignet ist, hängt von Ihrer Zielgruppe, Ihren Produkten und Ihrer technischen Ausstattung ab. Doch generell hat jedes Format seine ganz eigenen Stärken:

  • Videos

Videos eignen sich sehr gut, um Dinge zu erklären. Sie können solche Erklär-Videos auf Ihre Homepage oder auf YouTube platzieren. Sollten Sie in sozialen Netzwerken aktiv sein, können Sie die Videos auch dort in Ihrer digitalen Firmenpräsenz online stellen oder auf das Video verlinken.

  • Case Studies

Anwenderberichte erhöhen das Verständnis für Ihre Produkte und schaffen Vertrauen. Sie werden in der Regel in Textform und in Abstimmung mit dem betreffenden Anwender beziehungsweise Kunden angefertigt. Der beste Ort, um diese Inhalte zu präsentieren, ist Ihre Homepage.

  • Ratgeber

Ratgeber sind anspruchsvolle Text-Dokumente, die sich einem bestimmten Thema widmen. Achtung: Sie sollten keinen Ratgeber zu Ihrem Produkt herausbringen, sondern eher zu dem Thema, in dessen Zusammenhang Ihre Produkte wichtig sind. Wenn Sie beispielsweise ein Malerunternehmen führen, könnten Sie einen Ratgeber zur modernen Wohnraumgestaltung herausbringen. Vertrieben Sie eine Software, die Unternehmen bei der Internationalisierung hilft, wäre ein Ratgeber „So gelingt die Auslandsexpansion“ sinnvoll

  • Whitepaper

Whitepaper eignen sich hervorragend zur direkten Lead-Generierung im Internet, insbesondere für B2B-Zielgruppen. Hier greift das Prinzip: Inhalt gegen Kontaktdaten. Stellen Sie dem Interessenten sehr nutzwertigen Inhalt zur Verfügung, für den er bereit ist, im Gegenzug seine Kontaktdaten anzugeben. Große Unternehmen bieten beispielsweise Umfragen oder Studien an, die ein Nutzer kostenfrei herunterladen kann, wenn er seine Kontaktdaten in ein Online-Formularfeld angibt.

Auch kleine Firmen im B2C-Umfeld können kreativ sein: Führen Sie beispielsweise eine Baumschule, könnten Sie die Trends des Jahres bei den Apfel-Sorten recherchieren und in einem Whitepaper zur Verfügung stellen. Als Heizungsinstallateur könnten Sie einen Überblick über verschiedenste Ansätze für Energie-effiziente Heizsysteme geben und ihre Vor- und Nachteile darstellen. Whitepaper können Sie als PDF zum Download auf der Firmenhomepage bereitstellen.

  • Firmen-Blogs

Ein Blog ist ein sehr gutes Instrument, um mit Interessanten in Kontakt zu kommen. Hier können Sie über die Kommentarfunktion das direkte Gespräch suchen und auf unkomplizierte Art und Weise die Kontakte vertiefen. Für Online-Shop-Betreiber kann dies eine gute Möglichkeit sein, über neue Produkte oder Dienstleistungen aufzuklären und Markttrends inhaltlich aufzugreifen. Sollten Sie zu den internet-affinen Menschen gehören, ein Talent zum Schreiben und die nötige Zeit haben, sind Blogs ein sehr gutes Content-Marketing Instrument.

  • Digitale Magazine und mobile Applikationen

Digitale Magazine und mobile Applikationen sind für kleine Unternehmen weniger geeignet, da Sie dafür eine eigene Redaktion benötigen beziehungsweise eine kostspielige mobile Applikation entwickeln müssten.

Erstellen Sie diesen Content und positionieren Sie sich als Problemlöser

Egal ob Sie ein Video aufnehmen oder einen Text schreiben: Eine Verknüpfung zu Ihren Produkten oder Dienstleistungen darf allenfalls sehr subtil erfolgen. Der Interessent und seine Bedürfnisse und Probleme sollen im Vordergrund stehen. Wollen Sie beispielsweise Baby-Kleidung verkaufen, könnten Sie Informationen über das Laufenlernen bereitstellen oder Durchschlaff-Tipps für Babys (und Eltern) geben.

Übrigens: Hochwertige Inhalte haben auch einen positiven Effekt auf ihre Sichtbarkeit in den Google-Suchtreffern. Der Google Ranking-Algorithmus berücksichtigt für das Ergebnis-Ranking eine Vielzahl geheimer Parameter. Ein Faktor gilt aber als gesichert: Hochwertiger Content. Qualität und Mehrwert der Inhalte entscheiden über ihre Suchmaschinenrelevanz.

Wichtig ist dabei, dass es sich um einzigartigen Content handelt. Informationen aus anderen Quellen 1-zu-1 zu übernehmen, ist daher nicht ratsam, auch wenn es der andere Anbieter ausdrücklich erlauben sollte. Schaffen Sie unbedingt eigene Inhalte.

Nutzen Sie Social Media als Verstärker

Facebook, Youtube, Twitter & Co. spielen heute eine wichtige Rolle, um Content zu verbreiten. Durch virale Effekte wie das Teilen von Videos, Texten oder Bildern erzielen Sie für Ihr Content-Marketing auf diese Weise eine zusätzliche Reichweite. Die Chance neue Kunden zu gewinnen, steigt entsprechend. Wenn Sie in den sozialen Medien aktiv sind, sollten Sie diese Chance wahrnehmen.

Sie  können Ihre Inhalte in die sozialen Netzwerke einbringen, in dem Sie zum Beispiel auf Ihrer Facebook-Seite Ihr Ratgeber-Thema inhaltlich anteasern, zur Diskussion aufrufen und für weitere Informationen auf die Download-Möglichkeit auf Ihrer Website verweisen.

Sammeln sie Kontaktadressen und das Werbeeinverständnis ein

Egal welches Format Sie wählen und welchen Inhalt Sie bereitstellen: Wenn Sie neue Kunden gewinnen möchten, sollten Sie dem Nutzer an irgendeiner Stelle die Möglichkeit geben, seine Kontaktdaten zu hinterlegen. Entweder weil er sich für einen weiterführenden Informationsservice registriert, einen Ratgeber herunterladen möchte oder eine Broschüre bestellt. Typischerweise würde dies auf jener Website erfolgen, auf der Sie ihren Content anbieten.

Im Rahmen einer solchen Dateneingabe durch den Nutzer, sollten Sie auch das Einverständnis des Interessenten für eine Werbeansprache einholen. Auf diese Weise können Sie die Interessenten direkt im Nachgang ansprechen und haben die Chance neue Kunden zu gewinnen. Ist es lediglich Ihr Ziel, sich als Marke besser zu positionieren oder vom Wettbewerb abzuheben, können Sie auf diese Kontaktabfrage verzichten.

Sprechen sie die Nutzer erneut an

Auch für die Wiederansprache des Nutzers gilt: Positionieren Sie sich über Nutzwert. Bieten Sie dem Kunden weitere Informationen an, die ihm helfen könnten.

Allerdings können Sie in dieser Phase nun auch auf Ihre Produkte und Dienstleistungen deutlich aufmerksam machen und Ihre Angebote als Problemlösung ins Spiel bringen. Je nach Art des Angebotes können Sie den Lead sukzessive weiterqualifizieren, bis hin zum neuen Kunden.

Praxis-Beispiele für Content Marketing

Content-Marketing hat viele Facetten: Ratgeber, Fallstudien, Tipps und Whitepaper sind die bekanntesten Formate. Auch digitale Magazine, Blogbeiträge oder Newsletter können geeignete Transportmedien für Ihre Inhalte sein. Video, Blogs und mobile Applikationen gehören ebenfalls zu den Formaten des Content Marketings.

Wie vielfältig die Möglichkeiten sind, verdeutlichen zwei kleine Beispiele: Angenommen, Sie vertrieben Laminiergeräte. Dann könnten Sie in einem kleinen Erklär-Video zeigen, wie man diese Geräte bedient oder noch besser: Tipps und Tricks für richtiges Laminieren in Bild und Ton geben. Ein anderes Beispiel: Besitzen Sie ein kleines Café, könnten Sie die Speisekarte und die Inhaltsstoffe Ihrer Kuchen auf Ihrer Homepage veröffentlichen und auf der Website ein Wissensquiz zum Herkunftsland Ihrer neuen Kaffeesorte veranstalten.

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