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Corona-Lockerungen: Diese Auflagen gelten für Ihren Betrieb

Von Jörgen Erichsen
Aktualisiert am: 09.06.2020

Nach dem Lockdown durch das Coronavirus öffnen nun nach und nach immer mehr Geschäfte und Unternehmen ihre Türen wieder. Dabei müssen sie je nach Branche unterschiedliche Auflagen einhalten, um Bußgelder oder erneute Schließungen zu vermeiden. Lesen Sie in diesem Beitrag, welche Betriebe wieder öffnen dürfen und welche Branchenregelungen in den jeweiligen Bundesländern gelten.

Diese Corona-Auflagen gelten bundesweit

Der Corona-Gipfel zwischen Bundesregierung und Bundesländern Anfang Mai hat Beschlüsse zu weiteren Lockerungen bei Geschäften und Unternehmen, aber auch für Freizeitbetriebe gebracht. Da die Beschlüsse vorsehen, dass die Verantwortung für die Lockerungen bei den Bundesländern liegt, gibt es 16 zumindest in Teilen unterschiedliche Regelungen.

Es gibt jedoch auch Auflagen, die jeder Betrieb mit direktem Kundenkontakt bundesweit einhalten muss. Dazu zählen folgende Regelungen:

  • Maskenpflicht in Einzelhandel- und Lebensmittelgeschäften, dem ÖPNV und i. d. R. in der Gastronomie (Ausnahme beim Verzehr von Speisen)
  • Abstandsgebot für Kunden (i. d. R. mindestens 1,5 Meter), auf dessen Einhaltung die Mitarbeiter achten sollen
  • Desinfektionsregeln, z. B. Bereitstellung der Möglichkeiten zur Händedesinfektion oder Einrichtung von Hygienestationen für die Kunden

Jeder Betrieb hat außerdem ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten. Allerdings fehlen hier vielfach (noch) klare Vorgaben von Seiten der Länder, sodass Gewerbetreibende häufig selbst gefordert sind, Konzepte zu erstellen. Diese müssen u. a. die Wege von Kunden oder Gästen im Geschäft oder Restaurant, die Begrenzung von Kunden- oder Gästezahlen in den Einrichtungen sowie die Information der Kunden über getroffene Maßnahmen regeln. Eine Vorlage für ein solches Hygienekonzept mit Beispielen finden Sie z. B. auf der Website der IHK Nürnberg.

In einigen Bundesländern können die Betriebe selbst über Konzepte entscheiden, in anderen müssen sie ihr Konzept zur Genehmigung bei der Kommune oder dem Land vorlegen. Die Kommunen können außerdem häufig individuell entscheiden, sodass in einer Gemeinde z. B. das Schwimmbad geschlossen bleibt, es in der Nachbargemeinde aber öffnen darf.

Speziell für Restaurants gilt in den meisten Bundesländern zudem, dass die Gäste mit Namen und Telefonnummer zu erfassen sind, damit mögliche Infektionsketten besser nachvollzogen werden können.

Arbeitgeber aufgepasst: Es gelten neue Arbeitsschutzregeln!

Das Bundesarbeitsministerium hat neue Arbeitsschutzstandards erarbeitet, die für alle Betriebe gelten und darauf abzielen, Infektionsketten zu unterbrechen und die Beschäftigten zu schützen. Alle wichtigen Informationen zu den neuen Regeln erhalten Sie im Fachartikel „Diese neuen Arbeitsschutzregeln gelten jetzt“.

Wichtig: Die Lockerungen kommen unter Vorbehalt

Unternehmer, die ihren Betrieb wieder öffnen, sollten sich dessen bewusst sein, dass die Lockerungen und Öffnungen von z. B. Geschäften und anderen Einrichtungen unter Vorbehalt ergehen. Die Bundesländer übernehmen die Verantwortung für beschlossene und ggf. weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen, müssen aber bei wieder steigenden Infektionszahlen Lockerungen sofort zurücknehmen.

Konkret heißt das, dass die Länder sicherstellen müssen, dass Landkreise und kreisfreie Städte mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage sofort ein „konsequentes Beschränkungskonzept“ umsetzen müssen. Damit soll erreicht werden, dass stärker regional agiert werden kann und bei lokalen Infektionsherden nicht das gesamte Land wieder stillgelegt werden muss.

Einige Bundesländer planen, schon bei weniger als 50 Neuinfektionen Beschränkungen wieder umzusetzen.

Themenseite Corona-Krise: Hilfestellungen für Unternehmer und Selbstständige

Weitere Fachartikel, Online-Schulungen und Arbeitshilfen mit wichtigen Informationen und Hilfestellungen für Unternehmer rund um die Corona-Krise finden Sie auf unserer Corona-Themenseite.

Die Branchenregelungen in den einzelnen Bundesländern im Überblick

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die Branchenregelungen, Hygienevorschriften und Auflagen der einzelnen Bundesländer. Bei jedem Bundesland finden Sie außerdem Links zu den kompletten Auflagen für alle Betriebe des jeweiligen Landes.

Praxistipp: Was Sie sonst noch beim Neustart Ihres Betriebes beachten sollten, erfahren Sie im Fachartikel "Tipps für einen erfolgreichen Neustart nach den Corona-Lockerungen".

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gibt es einen Stufenplan, nach dem sich richtet, wann welche Branchen wieder öffnen dürfen. Einige Betriebe durften bereits wieder öffnen, andere ab Pfingsten und bei wieder anderen ist eine Öffnung noch nicht absehbar.

Im Folgenden finden Sie einen Auszug der Betriebe, die bereits wieder öffnen durften. Für die meisten dieser Betriebe gelten dabei spezielle Auflagen in Bezug auf Schutzmaßnahmen für Kunden und Mitarbeiter, das Abstandsgebot und die Hygieneregeln. Diese sind in der Liste bei der jeweiligen Branche verlinkt.

Unter anderem dürfen diese Betriebe öffnen:

Außerdem dürfen Gastronomiebetriebe, darunter auch Kneipen und Bars, sowie Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen. Für die gesamte Gastronomiebranche gelten strenge Auflagen. Diese finden Sie hier.

Ab dem 29. Mai folgten Hotels und Freizeitparks, die ebenfalls strenge Auflagen befolgen müssen. Hierzu gehören eingeschränkte Öffnungszeiten und eine Begrenzung der Gäste sowie Hygienekonzepte.

Fitnessstudios, Tanzschulen, Kletter- und Indoorsporthallen dürfen seit Ende Mai unter Einhaltung von Hygienevorschriften wieder in Betrieb gehen. Spaß- und Freizeitbäder dürfen seit dem 6. Juni unter Auflagen öffnen. Auch Kultureinrichtungen werden schrittweise und unter Auflagen wieder geöffnet.

Unter die letzte Stufe fallen u. a. Großveranstaltungen und Messen. Hier ist noch nicht absehbar, wann es Lockerungen gibt. Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der Landesregierung.

Bayern

In Bayern durften Dienstleistungsbetriebe mit Kundenverkehr seit Anfang Mai wieder öffnen. Hierzu zählen u. a.:

  • Friseure
  • Fußpfleger
  • Physiotherapeuten
  • Massagesalons
  • Nagel-, Tattoo- und Kosmetikstudios
  • Solarien

Am 11. Mai folgten alle anderen Handels- und Dienstleistungsbetriebe (Groß- und Einzelhandel mit Kundenverkehr). Die zunächst festgelegte Beschränkung auf 800 Quadratmeter wurde inzwischen aufgehoben.

Für Betriebe dieser Branchen gelten folgende Auflagen:

  • Es muss sichergestellt werden, dass ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Kunden eingehalten werden kann.
  • Es darf sich maximal ein Kunde je 20 m² Verkaufsfläche im Geschäft aufhalten.
  • Der Betreiber muss ein Schutz,- Hygiene und Parkplatzkonzept ausarbeiten. Eine entsprechende Checkliste des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege finden Sie hier. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Erstellung eines eigenen Schutz- und Hygienekonzepts finden Sie auf der Webseite der IHK Nürnberg.
  • Für das Personal, die Kunden und ihre Begleitpersonen gilt die Maskenpflicht.

Auch Fahrschulen, Tierparks, botanische Gärten, Museen sowie Bibliotheken dürfen wieder öffnen.

Die Gastronomie darf seit dem 18. Mai schrittweise wieder den Betrieb aufnehmen. Den Anfang machen Außenbereiche und Biergärten, die bis 20 Uhr geöffnet sein dürfen. Ab dem 25. Mai dürfen Speisegaststätten dann auch im Innenbereich öffnen (bis 22 Uhr). Für die Betriebe der Gastronomie hat die Bayerische Landesregierung ein umfangreiches Hygienekonzept erstellt, das Sie hier finden.

Ab dem 30. Mai dürfen Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen wieder betrieben werden. Hierfür gelten strenge Auflagen. Diese umfassen u. a.

  • keine Öffnung von Angeboten mit gemeinschaftlicher Nutzung innerhalb von Hotels, insbesondere Wellness, Schwimmbad
  • Hygieneschutzkonzept wie in der Gastronomie
  • Verpflegung nur mit Abstand und begrenztem Einlass

Freizeitparks, Freibäder und Schwimmanlagen im Freien dürfen seit dem 8. Juni wieder öffnen, ebenso wie Fitnessstudios und Indoor-Sportstätten.

Für Theater gibt es noch keine Regelungen und auch Großveranstaltungen bleiben bis mindestens Ende August verboten. Weitere Informationen finden sich auf den Webseiten der Landesregierung.

Berlin

Alle Geschäfte sowie Friseure und „körpernahe Dienstleistungen“, etwa Kosmetikstudios, dürfen öffnen, ebenso Musikschulen und Bibliotheken. Bei Geschäften gilt: Nur ein Kunde pro 20 m² ist erlaubt.

Seit dem 15. Mai können Restaurants und Cafés uneingeschränkt öffnen, ab dem 25. Mai dann auch Hotels. Allerdings sind Buffets nicht erlaubt und die Öffnungszeiten sind auf 22 Uhr begrenzt.

Freibäder und auch Fitnesstudios dürfen im Juni unter Auflagen wieder öffnen. Weitere Informationen finden sich auf den Webseiten der Landesregierung.

Brandenburg

Auch in Brandenburg gibt es Lockerungen; sie entsprechen im Kern denen von Berlin. Außerdem sind Camping und Zimmervermietung seit dem 15. Mai wieder gestattet, Freizeitparks dürfen seit Juni ebenfalls wieder öffnen.

Ab dem 25. Mai können Hotels und Anbieter von Ferienwohnungen wieder aktiv werden. Detaillierte Informationen, wie die Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg für einzelne touristische Bereiche umgesetzt werden kann, gibt es derzeit noch nicht. Eine Orientierung bieten aber Checklisten und Links zu Hygiene- und Schutzkonzepten auf der Webseite des Tourismusnetzwerk Brandenburg.

Großveranstaltungen bleiben bis voraussichtlich Ende August verboten. Weitere Informationen finden sich auf den Webseiten der Landesregierung.

Bremen

In Bremen dürfen Geschäfte (seit dem 13. Mai auch Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern), Fahr- und Musikschulen sowie Einrichtungen für körpernahe Dienstleistungen öffnen. Auch Museen und der Zoo können geöffnet werden.

Die Gastronomie darf seit dem 18. Mai öffnen. Hier müssen die gesetzlichen Vorgaben zum Kontaktverbot sowie zu den Abstands- und Arbeitsschutzregelungen eingehalten werden. Auf Verlangen ist dem Ordnungsamt ein Hygiene- und Arbeitsschutzkonzept vorzulegen. Es gilt Sitzplatzpflicht, Buffets sind nicht gestattet. Die Gäste müssen über datenschutzkonform geführte Kontaktlisten nachverfolgbar sein.

Auch Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen seit dem 18. Mai wieder öffnen. Wichtig ist hier die Einhaltung der Abstands- und Arbeitsschutzregeln.

Seit Juni dürfen die ersten Freibäder wieder öffnen, ab dem 15. Juni dürfen alle Freibäder bei Vorlage eines Hygienekonzepts geöffnet werden.

Weiter geschlossen bleiben müssen u. a. Bars, Teestuben, Clubs, Diskotheken, Kinos und Theater.

Weitere Informationen finden sich auf den Webseiten der Landesregierung.

Hamburg

Einzelhandelsgeschäfte dürfen seit dem 13. Mai unter strengen hygienischen Anforderungen wieder öffnen. Ausführliche Informationen zu den Auflagen im Einzelhandel finden Sie hier.

Ebenfalls wieder geöffnet sind u. a. Friseure sowie Dienstleistungsbetriebe der Körperpflege (Kosmetikstudios, Nagelstudios, Massagesalons und Tattoo-Studios). Bei gesichtsnahen Behandlungen müssen mindestens eine FFP2-Maske sowie eine Schutzbrille getragen werden. Um Infektionsketten nachverfolgen zu können, müssen die Kontaktdaten der Kunden erfasst werden. Weitere Informationen zu den Auflagen bei diesen Betrieben erhalten Sie hier.

Seit dem 18. Mai können Restaurants, Gaststätten und Hotels wieder den Betrieb aufnehmen. Einen Überblick über alle Auflagen für die Gastronomie erhalten Sie hier.

Freibäder dürfen unter Auflagen seit Juni wieder öffnen.

Informationen zu den Auflagen für weitere Branchen finden Sie auf den Webseiten der Landesregierung.

Hessen

Geschäfte des Groß- und Einzelhandels dürfen ohne Größenbeschränkungen öffnen; pro 20 m² darf nur ein Kunde den Laden betreten. Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen müssen gut sichtbar angebracht werden.

Restaurants, Hotels, Pensionen usw. dürfen seit dem 15. Mai wieder öffnen, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Außerdem Cafés, Biergärten, Bars, Casinos, Wettbüros und Spielhallen. Ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Gästen muss gewährleistet sein. Ausnahmen gelten für Familien, Haushaltsmitglieder oder Mitglieder zweier Hausstände. Für Kunden gilt keine Maskenpflicht, für Mitarbeiter in der Gastronomie jedoch schon. Campingplätze dürfen ebenfalls wieder öffnen.

Auch Theater, Konzerthäuser oder Kinos dürfen öffnen, wenn sich die Abstandsregeln einhalten lassen. Dabei gilt: In Einrichtungen, in denen Besucher umherlaufen und stehenbleiben, müssen pro Person 10 m² Fläche zur Verfügung stehen. In Bereichen, in denen Besucher sitzen, müssen es mindestens 5 m² pro Person sein.

Clubs und Diskotheken müssen weiter geschlossen bleiben.

Weitere Informationen zu den Auflagen für die verschiedenen Branchen finden Sie hier.

Mecklenburg-Vorpommern

Geschäfte des Einzelhandels dürfen in Mecklenburg-Vorpommern ohne Größenbeschränkungen öffnen. Hier gilt neben dem Mindestabstand und der Maskenpflicht u. a. die Auflage, dass nur ein Kunde je 10 m² Verkaufsfläche zugelassen ist.

Bereits seit dem 9. Mai dürfen Restaurants und Gaststätten wieder öffnen. Die Auflagen für die Gastronomiebetriebe finden Sie hier.

Auch körpernahe Dienstleistungen, wie Kosmetikstudios oder Massagepraxen und Fahrschulen dürfen wieder aktiv werden. Seit dem 18. Mai gilt das auch für z. B. Fahrrad- und Bootsverleihe oder Strandkorbvermietungen.

Seit dem 25. Mai dürfen Touristen auch aus anderen Bundesländern wieder Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern machen. Ausnahme: Sie kommen aus Hochrisikogebieten. Die für Hotels und Pensionen geltenden Auflagen finden Sie hier.

Freibäder dürfen wieder öffnen, für Hallen- und Spaßbäder ist eine eingeschränkte Öffnung seit dem 8. Juni möglich. Freizeitparks bleiben vorerst geschlossen.

Weitere Informationen zu den Auflagen für die verschiedenen Branchen finden Sie auf den Webseiten der Landesregierung.

Niedersachsen

Geschäfte in Niedersachsen dürfen wieder öffnen. Für Kunden und Mitarbeiter gilt die Maskenpflicht und das Abstandsgebot von 1,5 m. Es ist maximal ein Kunde je 10 m² Verkaufsfläche zugelassen.

Für die Gastronomie gilt: Jeder Gast muss mit Namen und Telefonnummer reservieren, auch im Außenbereich. Es muss auf einen Abstand von 2 Metern zwischen den Tischen geachtet werden und die Auslastung darf maximal 50 Prozent betragen. Es gilt Maskenpflicht für das Personal. Das ausführliche Hygienekonzept der Landesregierung finden Sie hier.

Öffnen dürfen u. a. auch Fahrschulen, Tierparks, botanische Gärten, Freizeitparks, Freilichtmuseen, Indoor- und Outdoor-Sportanlagen, Fitnessstudios und andere Einrichtungen, wenn ein Mindestabstand von 1,5 m möglich ist, auch im Ein- und Ausgangsbereich. Pro Person müssen 10 m² zur Verfügung stehen. Die Betreiber sind für die Zutrittskontrolle und Hygienemaßnahmen verantwortlich.

Körpernahe Dienstleistungen (u. a. Friseure, Manikürestudios, Pedikürestudios, Kosmetikstudios und Massagepraxen) sind seit dem 11. Mai wieder geöffnet. Betreiber haben den Namen und die Kontaktdaten jedes Kunden sowie den Zeitpunkt des Betretens und Verlassens des Geschäftes zu dokumentieren. Nicht notwendige körpernahe Dienstleistungen, wie z. B. Tattoostudios, sind weiterhin geschlossen.

Dauercamper und Zweitwohnbesitzer dürfen sich wieder an den jeweiligen Orten aufhalten, auch auf den Inseln. Auch Ferienhäuser dürfen wieder vermietet werden. Hotels dürfen seit dem 8. Juni mit max. 80 Prozent Auslastung betrieben werden.

Geschlossen bleiben bis auf weiteres z. B. Kinos, Theater und Opernhäuser.

Weitere Informationen zu den Auflagen für die jeweiligen Branchen finden Sie in der niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Nordrhein-Westfalen

Geschäfte dürfen öffnen, allerdings darf auf 10 m² Fläche nur eine Person kommen. Dabei muss auf die Maskenpflicht und den Mindestabstand von 1,5 m zwischen den im Geschäft befindlichen Personen geachtet werden.

Friseure dürfen schon seit Anfang Mai öffnen. Fußpflege-, Massage-, Kosmetik-, Nagel- und Tattoo-Studios haben inzwischen nachgezogen. Für sie gelten strenge Auflagen, wie z. B. die Erfassung von Name und Kontaktdaten der Kunden zur Vorbeugung von Infektionsketten, das Tragen einer FFP2-Maske und einer Schutzbrille bei gesichtsnahen Behandlungen und der Abdeckung jeglicher Kontaktpunkte mit der Kleidung der Kunden.

Restaurants, Cafés und Kneipen, die Speisen anbieten, dürfen ebenfalls wieder öffnen. Es gilt: Personen aus zwei Haushalten können an einem Tisch gemeinsam Platz nehmen. Bei Gästewechseln soll der Bereich desinfiziert werden. Zwischen einzelnen Tischen muss ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden. Buffets mit offenen Speisen sind verboten. Außerdem müssen Restaurantbetreiber ein Hygiene-Konzept nachweisen. Welche Bars öffnen dürfen, wird vor Ort im Einzelfall entschieden.

Ferienwohnungen und -häuser dürfen ebenfalls öffnen, ebenso wie Campingplätze, Freizeitparks oder Fahrrad- und Bootsverleihe. Die Öffnung von Hotels ist ab dem 21. Mai möglich.

Ab Ende Mai können u. a. folgende Betriebe und Einrichtungen wieder öffnen:

  • Schwimmbäder
  • Wellnesseinrichtungen
  • Museen
  • Zoos
  • Kinos
  • Theater
  • Konzerthäuser

Fachmessen und Kongresse dürfen ebenfalls ab Ende Mai wieder stattfinden, allerdings mit beschränkter Teilnehmerzahl. Großveranstaltungen sind vorläufig bis Ende August untersagt.

Clubs, Diskotheken und Bordellbetriebe bleiben weiterhin zu. Hier ist noch nicht klar, wann Öffnungen wieder möglich sind.

Weitere Informationen zu den Auflagen für die einzelnen Branchen finden Sie in der Coronaschutzverordnung von Nordrhein-Westfalen und den dazugehörigen Hygiene- und Infektionsschutzstandards.

Rheinland-Pfalz

Geschäfte dürfen in Rheinland-Pfalz ohne Größenbeschränkungen öffnen. Bei Geschäften unter 800 m² Verkaufsfläche darf sich maximal ein Kunde pro 10 m² Fläche aufhalten, bei Geschäften über 800 m² ist es ein Kunde pro 20 m² Fläche.

Seit dem 13. Mai können Restaurants, Cafés und Gaststätten sowie körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetikstudios und Solarien wieder öffnen.

Hotels dürfen seit dem 18. Mai wieder öffnen. Die meisten kulturellen Einrichtungen sind seit dem 13. Mai wieder offen.

Großveranstaltungen wie Volksfeste oder Festivals bleiben bis mindestens Ende August verboten. Bei anderen Veranstaltungen bzw. einer Personenobergrenze gibt es noch keine Entscheidung.

Informationen zu den Auflagen für die einzelnen Branchen können Sie der Corona-Bekämpfungsverordnung von Rheinland-Pfalz entnehmen.

Saarland

Im Saarland dürfen Einzelhandelsgeschäfte öffnen. Allerdings darf pro 20 m² nur ein Kunde eingelassen werden. Vier Kunden sind aber immer erlaubt. Außerdem gelten die üblichen Hygienevorschriften wie z. B. Maskenpflicht.

Ebenfalls öffnen dürfen u. a. Museen, Friseure, Kosmetikstudios, Zoos, Tier- und Freizeitparks. Seit dem 18. Mai dürfen auch Restaurants und Gaststätten wieder öffnen. Die Öffnungszeiten müssen zwischen 6 Uhr morgens und 23 Uhr abends liegen. Die Namen und Kontaktdaten der Restaurantbesucher und die Ankunftszeit müssen erfasst werden.

Hotels, Beherbergungsbetriebe und Campingplätze dürfen ebenfalls den Betrieb wieder aufnehmen. Für sie gilt wie für die Gastronomie der Hygieneplan der saarländischen Landesregierung für Gaststätten und Beherbergungsstätten.

Körpernahe Dienstleistungen dürfen unter Einhaltung der Maskenpflicht ebenfalls wieder erbracht werden.

Schwimm- und Freibäder dürfen seit dem 8. Juni wieder öffnen und auch Freizeitparks wieder Besucher empfangen.

Verboten ist u. a. der Betrieb von Saunaanstalten, Wellnesszentren, Clubs und Diskotheken, Theatern, Konzerthäusern und Messen.

Eine Übersicht über alle Auflagen für die unterschiedlichen Branchen erhalten Sie in der saarländischen Verordnung zur Änderung infektionsrechtlicher Verordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Sachsen-Anhalt

Ladengeschäfte und Dienstleistungen der Körperpflege durften bereits wieder öffnen.

Gaststätten dürfen ab dem 22. Mai wieder öffnen. Es wird nicht zwischen Innen- und Außengastronomie unterschieden. Auch eine Begrenzung bei der Gästezahl ist nicht vorgesehen. Allerdings dürfen nur Personen bedient werden, die an einem Tisch sitzen. Dies gilt auch für Schankwirtschaften (z. B. Bars und Kneipen), die ab dem 28. Mai wieder ausschenken dürfen. Beachtet werden müssen auch Kontaktbeschränkungen (nicht mehr als 5 Personen an einen Tisch), Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen.

Hotels, Pensionen, Ferienhäuser und Campingplätze dürfen ebenfalls ab dem 28. Mai wieder öffnen. Dasselbe gilt für Wellnessbereiche im Beherbergungsgewerbe.

Das Hygienekonzept der Landesregierung für das Hotelgewerbe und die Gastronomie finden Sie hier.

Hallenbäder dürfen geöffnet werden, wenn Abstands- und Hygieneregeln erfüllt sind. Freibäder und Freizeitparks dürfen ebenfalls wieder öffnen.

Weitere Informationen finden sich auf den Webseiten der Landesregierung.

Sachsen

Alle Geschäfte können ab 18. Mai unter Auflagen wieder öffnen. Es darf u. a. pro 20 m² nur ein Kunde im Laden sein. Ein- und Ausgangstüren sollen wenn möglich offen gehalten werden. Im Eingangsbereich sind für die Kunden Desinfektionsmittel bereitzustellen.

Die Gastronomie, Hotels und Ferienwohnungen sind ebenfalls wieder geöffnet. Sie müssen bestimmte Hygiene- und Schutzvorschriften einhalten. Die zuständige kommunale Behörde kann das Hygienekonzept auf seine Einhaltung überprüfen.

Seit dem 18. Mai können auch die Kultureinrichtungen, z. B. Theater, Kinos, Konzerte, wieder öffnen, sofern ein von der kommunalen Behörde genehmigtes Hygienekonzept vorliegt.

Freibäder, Hallenbäder und Freizeitparks dürfen wieder öffnen, wenn ihr Hygienekonzept genehmigt wurde.

Geschlossen bleiben weiterhin u. a. Saunen, Messeveranstaltungen, Diskotheken und Clubs.

Eine Übersicht über alle Hygieneauflagen für die jeweiligen Branchen finden Sie hier.

Schleswig-Holstein

Geschäfte dürfen ohne räumliche Begrenzungen öffnen.

Seit dem 18. Mai dürfen auch Restaurants, Cafés und Kneipen bis 22 Uhr wieder öffnen. Pro Gastraum sind maximal 50 Personen zulässig und es müssen die üblichen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Auch Bars dürfen wieder öffnen.

Auch Hotels dürfen seit dem 18. Mai wieder Gäste empfangen. Das gilt auch für Campingplätze, wenn sich die Gäste autark versorgen können. Toiletten sind geöffnet, Duschen hingegen nicht. Alle Schwimmbäder bleiben hingegen geschlossen, auch in Hotels.

Ebenfalls seit dem 18. Mai dürfen Theater wieder proben, Kinos, Spielhallen Fahrschulen und Fitnessstudios wieder öffnen. Für Touristen gilt: Sie dürfen wieder nach Schleswig-Holstein kommen, wenn dadurch einzelne Orte „nicht überfordert“ werden. In der Regel müssen die Inhaber von z. B. Gastronomie oder Kinos ein Hygienekonzept vorlegen.

Die Branchenauflagen der Landesregierung finden sich im Einzelnen hier.

Thüringen

Geschäfte können ohne räumliche Begrenzungen öffnen.

Seit Mitte Mai gilt das auch für Restaurants, Cafés, Gaststätten und Hotels. Auch Ferienwohnungen dürfen wieder vermietet und Campingplätze geöffnet werden. Die Landesregierung hat dabei den Städten und Kommunen weitgehende Freiheiten bei der Umsetzung gewährt. Beispielsweise dürfen Kommunen Schwimmbäder nach eigenem Ermessen öffnen. Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen sind ebenfalls zulässig.

Allerdings soll es keine Theater- oder Orchesteraufführungen im Innenbereich bis Ende August geben.

Bars, Fitnessstudios, Hallen für Sportvereine und Freibäder können wieder geöffnet werden.

Grundsätzlich gilt in Thüringen, dass die Gemeinden viel Freiraum bekommen und selbst entscheiden dürfen, ob und wann z. B. Diskotheken, Kinos, Spielhallen oder Freizeitparks öffnen dürfen.

Hygienevorgaben und Auflagen der Landesregierung für die einzelnen Branchen finden Sie hier.

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