Der Businessplan: Ein Wegweiser für Gründer

Businessplan als entscheidendes Planungsinstrument für eine erfolgreiche Firmengründung
Aktualisiert am: 18.08.2015

Der Businessplan ist das entscheidende Planungsinstrument für Sie als Unternehmer und dient sowohl Ihnen als auch Ihren Geschäfts- und Kooperationspartnern zur Zielkontrolle. Ein guter Businessplan ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Firmengründung. Er dient auch dazu, die Bank oder andere Investoren von Ihrer Geschäftsidee zu überzeugen.

Wofür brauche ich einen Businessplan?

Im Businessplan führen Sie Ihre Überlegungen und Annahmen zum Markt zusammen und erarbeiten  Szenarien, wie und wohin sich Ihr Unternehmen entwickeln kann. Ein wichtiger Zusatznutzen für viele Unternehmer besteht in der Tatsache, dass durch die Strukturierung und das schriftliche Dokumentieren der Businessplan zur eigenen Klärung von Überlegungen und damit zur Entscheidungsfindung beiträgt. Für Kapitalgeber wie Banken und Sparkassen ist der Businessplan ein äußerst wichtiges Entscheidungsinstrument bei der Kreditvergabe.

Oft werden beim Bankgespräch die Annahmen des Businessplans mit Ihnen als möglichem Kreditnehmer intensiv diskutiert, um auszuloten, wie gut Sie sich mit dem Markt (Positionierung, Wettbewerber, Preisfindung etc.) auseinandergesetzt haben und wie fundiert damit Ihr Geschäftsmodell ist. Im Businessplan sollten daher auf jeden Fall folgende Fragen fundiert beantwortet werden: 

  • Was kann ich – wer bin ich? (Unternehmerpersönlichkeit)
  • Was sind meine Kernkompetenzen?
  • Wie kann ich mich, meine Idee bzw. mein Angebot verkaufen?

Was sollte ein Businessplan enthalten?

Die Anforderungen an einen Geschäfts- oder Businessplan sind nicht gesetzlich vorgeschrieben. Trotzdem sollte er einige wichtige Elemente und im Geschäftsleben anerkannte Mindestanforderungen enthalten. In der Rohfassung werden üblicherweise folgende Komponenten erwartet:

  • Beschreibung der Geschäftsidee
  • Markteinschätzung
  • Marketingstrategie
  • Kapitalbedarfsplanung
  • Umsatzplanung
  • Liquiditätsplanung
  • Lebenslauf

Die Planungsrechnungen erscheinen bereits in der Rohfassung, da sie die Basis für die weiteren Schritte der Finanzierung bilden.

Form und Umfang eines Businessplans

Der Businessplan sollte ansprechend gestaltet sein, weil er die Funktion einer inhaltlichen Visitenkarte des Unternehmens hat. Als Umfang hat sich eine Seitenzahl von zirka 25 bis 40 Seiten bewährt. Dies reicht in der Regel aus, um das Geschäftsmodell und Ihre Markteinschätzung schlüssig darzustellen und die sich hieraus ergebenden Planzahlen nachvollziehbar zu entwickeln. Um Glaubwürdigkeit und Stringenz zu erreichen, sollten Sie möglichst konkrete Aussagen treffen und verständlich, präzise und sachlich formulieren.

Tipp: Businessplan mit Excel
Einen Businessplan mit Excel zu erstellen, hat sich in der Vergangenheit bewährt. Nutzen Sie am besten die fertige Businessplan-Vorlage aus Lexware excel im unternehmen

Nach dem Aufbau einer Rohfassung gilt es, die einzelnen Komponenten des Businessplans zu hinterfragen. Hat die Geschäftsidee eine realistische Chance? Wie sieht es mit dem Zusammenspiel von Marketingstrategie, Standort, Markt- und Branchengeschehen aus? Wie hoch ist Ihre eigene Haupt-Qualifikation? Welche weiteren Fähigkeiten und Neigungen können Sie einbringen? Arbeiten Sie Ihren Plan immer wieder durch und ergänzen Sie die Lücken.

Tipp: Businessplan prüfen lassen
Bevor Sie den Businessplan an Kooperationspartner oder gar Kapitalgeber herausgeben, sollten Sie ihn prüfen lassen. Dafür gibt es einerseits Fachleute (Steuerberater, Berater der Kammern), die prüfen können, ob das Zahlenwerk mit Ihren Ausführungen zusammenpasst und ob die Darstellung schlüssig und realistisch ist. Was Ihre eigenen Qualifikationen und Fähigkeiten angeht, kann auch die kritische Prüfung durch Freunde oder Familienangehörige sinnvoll sein.

Die Bestandteile des Businessplans sollten parallel zur Entwicklung Ihres Geschäftsmodells stets weitergeführt und aktualisiert werden. Mit der Klärung Ihrer Finanzierung kommt als wichtige Komponente der Finanzierungs- oder Finanzplan hinzu. Der Finanzierungsplan begründet die notwendigen Verpflichtungen gegenüber Ihren Kapitalgebern (Bank, Beteiligung, Leasing), also die Zahlung von Zinsen und Tilgung oder die Rückgabe einer Beteiligung etc.

Wichtig ist, dass alle Planzahlen – und natürlich die hierzu dargestellten Vorgehensweisen – aufeinander abgestimmt sind. Nur so behält der Businessplan gegenüber Kapitalgebern seine Glaubwürdigkeit und kann Ihnen zur Positionsbestimmung und als Planungsinstrument dienen. Der Finanzierungsplan sollte daher in das bestehende Zahlenwerk eingepflegt werden.

Tipp: Businessplan regelmäßig aktualisieren
Dynamische Unternehmen verändern und entwickeln sich permanent. Daher sollten Sie die Aktualisierung des Businessplans als Chance füreine regelmäßige Überprüfung der Entwicklung nutzen. Es hat sich bewährt, das Fortschreiben dieser Entwicklungen in einem festen Zeitraster vorzunehmen (z. B. immer zu Beginn eines neuen Quartals). Durch das Hinzuziehen von externen Beratern kann dieser Prozess noch zusätzlich institutionalisiert werden.

Beispiel aus der Praxis

Udo Ungestüm will ein Unternehmen gründen. Seine bisherige Tätigkeit als angestellter Software-Entwickler will er nun in der eigenen GmbH ausführen. Udo Ungestüm erinnert sich an einige Kunden, die ihn in der Vergangenheit immer wieder mal auf eine direkte Zusammenarbeit angesprochen haben. Eigentlich müsste er nur die Kundenkontakte reaktivieren, da käme bestimmt der eine oder andere Auftrag bei raus. Udo Ungestüm hat schon den Telefonhörer in der Hand, als ihm Zweifel kommen: Was will er eigentlich am Telefonat konkret anbieten? Ob die Aufträge wohl auf Dauer reichen werden, um alle privaten finanziellen Verpflichtungen zu decken? Und wird seine Familie ihn bei dem Projekt „Eigene GmbH" unterstützen?

Diese Fragen gehen ihm durch den Kopf und Udo Ungestüm erkennt, dass er zunächst Ordnung in seine Gründungsidee bringen muss. Dazu bietet sich die Systematik eines Geschäftsplans (Businessplan) an. Udo Ungestüm überlegt deshalb, welche Informationen er in seinen Geschäftsplan aufnehmen soll. Zunächst will er die Frage beantworten, ob und unter welchen Umständen sich seine Geschäftsidee rechnet. Vielleicht ergibt sich aus diesen Überlegungen, dass er z. B. Fremdkapital für die Erstinvestitionen benötigt oder dass er zusammen mit einem Geschäftspartner viel erfolgreicher sein kann. Udo Ungestüm möchte erstmal seine Gedanken geordnet zu Papier bringen. Er entwirft die Rohfassung eines Businessplans.

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