Erfolg statt Horrortrip: Fünf Tipps für den Umgang mit Praktikanten /fileadmin/_processed_/6/2/csm_Fotolia_107755118_800_457a6c8afe.jpg 2017-05-02 Lexware

Erfolg statt Horrortrip: Fünf Tipps für den Umgang mit Praktikanten

Von Lexware Redaktion
Aktualisiert am: 02.05.2017

Das Praktikum: Oft steht es gerade in Unternehmen in dem zweifelhaften Ruf, nur belastend und zeitraubend zu sein. Volle Arbeitstage, straffes Pensum - wo ist da noch Zeit und Energie für einen Praktikanten? Wer einem Praktikanten mit dieser Einstellung begegnet, lässt eine sinnvolle und möglicherweise für alle bereichernde Zeit zum Horrortrip werden. Oftmals sind die Praktikanten selbst diejenigen, die darunter am meisten zu leiden haben.

Viele der Praktikanten sind junge Menschen ohne Berufserfahrung. Nichtsdestotrotz kann das Praktikum zu einem erfolgreichen Geben und Nehmen in beide Richtungen werden: Wenn Sie es schaffen, dass Ihr Praktikant von Ihrer Branche und Ihrem Unternehmen angesprochen wird, berichtet er wiederum anderen positiv und überzeugt von seinem Praktikum – wertvolles Marketing für Ihr Unternehmen. Lassen Sie das Praktikum somit zu einem Erfolgserlebnis werden, von dem alle Seiten profitieren. Diese Sechs-Punkte-Checkliste wird Ihnen dabei helfen:

1. Die Bewerbung für das Praktikum

Der Weg zu einem erfolgreichen Praktikum beginnt schon ganz zu Beginn mit dem Bewerbungsprozess. Machen Sie sich als Unternehmen attraktiv für zumeist junge und motivierte Menschen, die noch vor dem Einstieg ins Berufsleben stehen. Damit Sie und Ihr Unternehmen von genau solchen Personen wahrgenommen werden, setzen Sie dort an, wo diese sich aufhalten: Gehen Sie auf Schulen zu. Oftmals besteht die Möglichkeit, Informationen über Ihr Unternehmen und einen möglichen Praktikumsplatz zum Beispiel am Schwarzen Brett aufzuhängen. Außerdem haben heutzutage viel Schulen für Ihre Schüler eigens eine schulinterne Website, bei der sich die Kursstufen über entsprechende Angebote informieren können. Stellen Sie zudem sicher, dass Ihre eigene Seite eine entsprechende Möglichkeit zur Kontaktaufnahme bietet. Durch solche Kleinigkeiten gewinnen Sie direkt an Attraktivität.

2. Sich Zeit nehmen

Gerade am Anfang ist es wichtig, dass Sie dem Praktikanten nicht das Gefühl geben, er sei eine reine Belastung. Investieren Sie etwas mehr Zeit, um ihm Abläufe oder Prozesse zu erklären. Das wird sich im Endeffekt schon deshalb auszahlen, weil er im weiteren Verlauf weniger Verständnisfragen stellen muss. Somit sparen Sie sogar mittelfristig Zeit ein.

3. Für Rückfragen offen sein

Auch wenn Sie unter Zeitdruck stehen und gestresst sind, versuchen Sie dennoch, Ihrem Praktikanten zu vermitteln, dass er Sie jederzeit ansprechen kann, um Ihnen Fragen zu stellen (was ja auch der eigentliche Sinn eines Praktikums ist). So wird die Hemmschwelle gesenkt und der Praktikant hat weniger Sorge, etwas falsch zu machen. Wenn einzelne Probleme und Unklarheiten direkt geklärt werden können, steigert sich seine Effektivität.

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4. Verantwortung abgeben

Aus der Sicht eines Praktikanten kann es sehr motivierend sein, wenn er merkt, dass Sie ihm mehr und mehr zutrauen bzw. stückweise Verantwortung für einzelne Aufgaben und Abläufe übertragen. Durch die Verantwortung wird er sich selbst schnell als Teil des Prozess sehen und fühlt sich daher verantwortlich. Zudem wird er Ihr Vertrauen nicht enttäuschen wollen und wird sich daher besonders bemühen, die gestellten Herausforderungen zu meistern. Dies variiert natürlich stark von Praktikant zu Praktikant: Während die einen durch Verantwortung hoch motiviert sind, werden die anderen unsicher und haben Angst vor dem Druck. Hier ist es nun an Ihnen, den Praktikanten einzuschätzen und das richtige Maß zu finden.

5. Anspruchsvolle Aufgaben stellen

Ein Praktikant, der nichts zu tun hat und sich langweilt oder völlig unterfordert und frustriert an der Kaffeemaschine steht, ist garantiert kein Praktikant, der aus Ihrem Unternehmen rausgehen und anderen positiv davon berichten wird. Beschäftigen Sie Ihren Praktikanten, stellen Sie ihm schwierige Aufgaben, an denen er sich versuchen kann. Hierbei müssen Sie allerdings die Gefahr im Auge haben, ihn zu überfordern. Das wiederum frustriert. Lassen Sie ihn selbständig versuchen, die Aufgaben zu erfüllen. Der Lerneffekt wird umso größer sein und gleichzeitig auch das Erfolgserlebnis. Ihre Aufgabe ist es, die Balance zwischen Herausforderung und Überforderung für Ihren Praktikanten zu finden.

6. Sozial miteinbeziehen

Es ist gerade für den Praktikanten oft schon Überwindung genug, sich in ein völlig neues Umfeld ohne bekannte Personen zu begeben, wenn er dann auch noch alleine sein Mittagessen in der Kantine einnehmen muss oder sich in den Pausen auf die Toilette flüchtet, um nicht alleine irgendwo rumzustehen, ist das Praktikum mit größter Sicherheit für ihn gelaufen. Versetzen Sie sich in seine Lage: Wie würden Sie sich fühlen? Fragen Sie, ob er zum Beispiel in der Mittagspause mit Ihnen und den Kollegen gemeinsam Essen gehen möchte, denn auch solche kleinen Gesten können entscheidende Auswirkungen auf das Wohlbefinden aller Beteiligten haben.

Sie sind gut beraten, wenn Sie für das nächste Praktikum auf die Punkte achten, denn ein Praktikum ist oftmals auch eine Herausforderung für alle Beteiligten. Doch sind die etwaigen Schwierigkeiten ausgeräumt, werden Sie erstaunt, welchen effektiven Output Ihr Praktikant fähig ist, zu leisten.


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