Gründungskosten: So sichern Sie sich den Vorsteuerabzug

Mit Hilfe des Investitionsabzugsbetrag Steuern sparen
Aktualisiert am: 01.09.2015

Planen Sie mit einem Partner die Gründung einer GmbH? Dann sollten Sie bereits vor dem Handelsregistereintrag auf die richtige Rechnungsadressierung achten. Nur dann winkt Ihnen nämlich aus den Gründungskosten ein problemloser Vorsteuerabzug.

Grünes Licht für Vorsteuerabzug vor Handelsregistereintrag

In der Praxis reagieren die Sachbearbeiter in den Finanzämtern oftmals mit Ablehnung, wenn Sie vor dem Eintrag Ihrer GmbH im Handelsregister eine Umsatzsteuervoranmeldung mit einer Vorsteuererstattung ans Finanzamt übermitteln. Lauten die Rechnungen dann noch auf Ihren oder auf den Namen Ihres Partners, ist der Rotstift besonders schnell gezückt und der Vorsteuerabzug wird für unzulässig erklärt.

Doch das Finanzamt ist hier im Unrecht. Dass der oder die Gründer einer GmbH bereits vor dem Eintrag der GmbH ins Handelsregister einen Vorsteuerabzug erhalten, hat der Europäische Gerichtshof entschieden (Urteil v. 1.3.2012, C-280/10).

Die Voraussetzungen:

  • Die Kosten stehen im Zusammenhang mit der Tätigkeit der GmbH und 
  • die GmbH ist später zum Vorsteuerabzug berechtigt.

Wichtig: die richtige Rechnungsadresse

Problemlos anerkannt wird der Vorsteuerabzug, wenn die Rechnungen bereits auf den Namen der späteren GmbH laufen. Bitten Sie den Rechnungsaussteller jedoch, dass er bis zum offiziellen Gründungstag an den Namen der GmbH „i.G.“ oder „in Gründung“ anhängt.

Beispiel: Herr Huber und Herr Maier wollen eine HuMai GmbH gründen. Für Erstberatungskosten bei einem Unternehmensberater zur Erstellung der GmbH-Satzung fallen bereits 1.000 EUR zzgl. 190 EUR MwSt an. Lautet die Rechnung des Beraters auf HuMai GmbH i.G., winkt selbst vor der Eintragung der GmbH ins Handelsregister problemlos der Vorsteuerabzug.

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