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Plan B: So bereiten sich Selbstständige auf Krankheitsfälle vor

Mit Plan B auf den Krankheitsfall vorbereitet sein
Von Jürgen Christ
Aktualisiert am: 28.04.2016

In den vergangenen Wochen erkrankten mehrere Kollegen oder hatten kleinere Unfälle. Die Folge: Sie waren tage- oder auch wochenweise nicht arbeitsfähig. Ich selbst hatte vor rund zwei Wochen einen Fahrradunfall. Diagnose: Neben einigen Prellungen auch eine leichte Gehirnerschütterung. Meine Ärztin meinte, ich solle mal eine Woche nur ruhen – und nicht arbeiten. Für einen Freiberufler und Dienstleister eine Horrormeldung.

Unfall und Krankheit fürchten Selbstständige am meisten

Was für eine Vorstellung: Nicht arbeiten, ruhen, Projekte verschieben, Kunden informieren oder eher nicht? Wer möchte als Selbständiger seinen Kunden schon gerne sagen, er sei krank. „Das kann ich mir nicht leisten“ sind eher die Sprüche, die dann folgen. Der Wettbewerb ist mitunter hart, aber eine Erkrankung hat auch seinen Grund: Körper und Geist brauchen eine Auszeit, um zu genesen. Angestellte haben den Vorteil, dass sie ihrem Chef ein ärztliches Attest zusenden können. Was für ein absurder Gedanke, den Kunden ein Attest zu schicken oder es gar bei Facebook oder Twitter zu veröffentlichen.

Dazu einige Ideen, beispielsweise zum Umgang mit Kunden …

Maßnahmen rechtzeitig einsteuern

Notprogramm aktivieren

Wenn möglich Kunden per Mail oder kurz telefonisch informieren. Post kann warten. Bei behördlichen Bescheiden besteht immer die Möglichkeit, binnen vier Wochen Widerspruch einzulegen. Falls die Erkrankung oder Verletzung länger anhalten sollte, pauschalen Widerspruch einlegen mit dem Hinweis, dass die ausführliche Begründung wegen Erkrankung nachgereicht wird. Eventuell noch einen Autoresponder für die eigene E-Mailadresse einrichten und die Ansage vom Anrufbeantworter ändern. Falls Abgabetermine anstehen, einen Kollegen bitten, einzuspringen.

Umgang mit Kunden

Ich neigte dazu, wie viele andere Selbständige auch, Kunden nicht zu informieren und oft weiter zu arbeiten. Falsch! Krank ist krank. Die meisten Kunden haben Verständnis – wenn die Erkrankungen nicht zu häufig auftreten (was wieder ein Zeichen ist, dass grundsätzlich etwas nicht stimmt und behandelt werden muss).

Ruhen

Eine Erkrankung oder Verletzung ist kein Grund, endlich mal die Ablage zu machen oder den PC aufzuräumen. Im Bett bleiben, einen guten Film anschauen oder ein Buch lesen. Dem Körper die Chance geben, zu genesen. Falls aus der Post regelrechte Ablageberge entstanden sind, nach Genesung das eigene Zeitmanagement mal grundsätzlich überdenken.

Auch eine Website beziehungsweise ein Weblog darf ruhig mal ruhen. Leser haben immer die Möglichkeit, einen so genannten RSS-Feed – die letzten Artikelschlagzeilen – zu abonnieren, wenn sie es möchten.


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