Steuerstundung sichern: So gehen Sie bei geschäftlichen Einbußen vor /fileadmin/_processed_/4/c/csm_Steuerstundung_4a11494870.jpg 2016-04-21 Lexware

Steuerstundung sichern: So gehen Sie bei geschäftlichen Einbußen vor

Von Lexware-Redaktion
Aktualisiert am: 21.04.2016

Sie haben geschäftliche Einbußen erlitten und kommen mit den Steuerzahlungen in Schwierigkeiten. Können Sie in dieser misslichen Lage auf Kulanz von Seiten des Finanzamts hoffen? Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten rund um das Thema Steuerstundung zusammengestellt.

Voraussetzung für eine Steuerstundung

Eine der grundlegenden Voraussetzungen für eine Steuerstundung ist, dass der Steueranspruch durch die Stundung nicht gefährdet ist, und die Einziehung der Steuer beim Schuldner zu einer erheblichen Härte führen würde.

Beispiel: Erhebliche Steuernachzahlungen als Folge einer Betriebsprüfung gepaart mit einer schweren Krankheit.

Tipp: Reichen Sie den Stundungsantrag persönlich ein. Sie müssen Ihre finanzielle Notlage anhand von betrieblichen Zahlen darlegen. Können Sie das nicht, nehmen Sie Ihren Steuerberater mit. Für jeden vollen Monat der gewährten Stundung berechnet das Finanzamt 6 % Zinsen pro Jahr.

Finanzbehörde hat bezüglich des Stundungsantrags einen Ermessensspielraum

Die Finanzbehörde verfügt bei der Genehmigung von Stundungsanträgen über einen gewissen Ermessensspielraum. Leider wird jedoch die Mehrzahl der Fälle abgelehnt.

Tipp: Die meisten Steuerschuldner betrachten die Finanzbeamten als "Feinde" und reagieren auf deren Bescheide mit wütenden Briefen und Beschwerden. Weit effektiver ist es jedoch, sich rechtzeitig telefonisch, besser noch persönlich, beim Finanzamt zu melden.

Stundung abgelehnt, was nun?

Wenn Ihre Stundung abgelehnt wurde, ist noch nicht alles verloren. Ihnen bleiben folgende Möglichkeiten:

  • Vollstreckungsaufschub bzw. Einstellung: Falls die Vollstreckung Ihnen gravierende Nachteile bringen würde, können Sie deren Einstellung beantragen.
  • Aussetzung der Vollziehung: Wenn Sie gegen den Steuerbescheid Einspruch einlegen oder Klage erheben, erreichen Sie keine zeitliche Verschiebung. Dies ist nur möglich, wenn Sie beantragen, dass die Vollziehung des Bescheids ausgesetzt wird. Auch hier muss allerdings der Härtefall nachgewiesen werden.
  • Herabsetzung der Steuervorauszahlung: Dies ist die einfachste und schnellste Möglichkeit. Sie müssen allerdings nachweisen, dass Ihnen Forderungen in erheblicher Höhe ausgefallen und/oder Umsätze bzw. Gewinne sind stark zurückgegangen sind.

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