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Unbefristeter Arbeitsvertrag – mit Muster schnell und sicher erstellt

Unbefristeter Arbeitsvertrag – mit Muster schnell und sicher erstellt
Von Birgit Bohnert
Aktualisiert am: 29.05.2018

Vielleicht haben Sie in Ihrem kleineren Betrieb schon mehrere unbefristete Arbeitsverträge erstellt. Zur Routine wird es nie. Denn dabei müssen Sie an Vieles denken. Und das reicht womöglich nicht, weil sich die Rechtsprechung regelmäßig ändert. Mit einer aktuellen Vorlage sind Sie beim unbefristeten Arbeitsvertrag auf der sicheren Seite.

Der unbefristete Arbeitsvertrag ist im BGB geregelt

Beim unbefristeten Arbeitsvertrag handelt es sich um eine besondere Form des Dienstvertrags. Der ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Er setzt voraus, dass Ihr Vertragspartner als Arbeitnehmer, d. h. von Ihnen abhängig, eingegliedert in Ihren Betrieb und nach Ihren Weisungen arbeiten soll.

Arbeitgeber des Vertrags können Sie selbst oder eine sogenannte juristische Person (z. B. OHG, KG oder GmbH) sein. Unbefristete Arbeitsverträge sind so komplex, dass selbst Profis zu Mustern greifen. Eine rechtssichere Vorlage für einen unbefristeten Arbeitsvertrag bietet Lexware mit dem Muster "Arbeitsvertrag unbefristet".

Scheinselbstständige können einen Arbeitsvertrag einklagen

Freie Mitarbeiter und Selbstständige unterscheiden sich vom Arbeitnehmer dadurch, dass sie im Wesentlichen selbst bestimmen, wann, wo und wie sie arbeiten. Maßgeblich ist die tatsächliche Ausgestaltung des Vertragsverhältnisses. Wie der Vertrag heißt, spielt keine Rolle.

Bei der sogenannten Scheinselbstständigkeit werden tatsächlich abhängig Beschäftigte so behandelt, als wären Sie Selbstständige oder Freiberufler. Das fällt spätestens bei der Prüfung durch die Sozialversicherung auf und wird dann richtig teuer. Im Zweifel erhalten Sie kostenlosen Rat bei der Clearingstelle der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte.

Unbefristeter oder befristeter Arbeitsvertrag

Die meisten Arbeitsverhältnisse sind unbefristet. Sie können auch befristet, für eine bestimmte Zeit oder einen bestimmten Zweck abgeschlossen werden. Daneben gibt es spezielle Arbeitsverträge z. B. für geringfügig Beschäftigte oder Auszubildende.

Beim unbefristeten Arbeitsvertrag ist z. B. die Probezeit besonders wichtig. Denn danach können Sie das Arbeitsverhältnis nur noch durch Kündigung beenden. Was Sie zur Probezeit wissen sollten, finden Sie im Muster „Arbeitsvertrag unbefristet“ erklärt.

Form und Inhalt des unbefristeten Arbeitsvertrags

Als Arbeitgeber steht es Ihnen grundsätzlich frei, mit wem Sie einen Arbeitsvertrag abschließen möchten. Einschränkungen ergeben sich z. B. dadurch, dass

  • manche ausländische Arbeitnehmer nicht ohne weiteres hier arbeiten dürfen
  • für bestimmte Tätigkeiten eine bestimmte Qualifikation vorgeschrieben ist
  • kein Arbeitnehmer, etwa wegen seines Geschlechts, benachteiligt werden darf

Keine Benachteiligung liegt vor, wenn Sie den unbefristeten Arbeitsvertrag mit dem Erreichen des Rentenalters begrenzen. Was Sie dazu wissen müssen und wie Sie das am besten machen, wird in der Vorlage für einen unbefristeten Arbeitsvertrag im Einzelnen ausgeführt.

Beim unbefristeten Arbeitsvertrag ist die Schriftform nicht zwingend

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag kann grundsätzlich auch mündlich abgeschlossen werden. Es reicht, wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigen. Tarifverträge können Schriftform vorschreiben. Zur Klarstellung und aus Beweisgründen sollten Sie unbefristete Arbeitsverträge dennoch immer schriftlich schließen.

Sie sind ohnehin verpflichtet, dem Arbeitnehmer die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich zu geben. Das muss spätestens einen Monat nach dem Beginn des Arbeitsverhältnisses erfolgen. Als Mindestinhalt zählt das Nachweisgesetz zehn Punkte auf. Dazu gehören u. a.

  • der Beginn des Arbeitsverhältnisses
  • die Beschreibung der Tätigkeit
  • das Arbeitsentgelt
  • die Arbeitszeit
  • die Anzahl der Urlaubstage
  • und die Kündigungsfristen

Im schriftlichen Arbeitsvertrag können Sie die Arbeitsbedingungen ganz genau festhalten. Wie Sie das am besten machen, erfahren Sie im Muster für den unbefristeten Arbeitsvertrag.

Arbeitnehmer unter 18 Jahren brauchen für einen Arbeitsvertrag die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter. Das sind in der Regel die Eltern (beide). Die Eltern können den Jugendlichen auch zum Abschluss des Vertrags ermächtigen. Mit Jugendlichen unter 15 Jahren dürfen Sie normalerweise gar keinen Arbeitsvertrag abschließen.

Unbefristeter Arbeitsvertrag: Inhalt und Gestaltungsfreiheit

Ihre Gestaltungsfreiheit ist beim Arbeitsvertrag durch zahlreiche Gesetze eingeschränkt. Das sind z. B. Vorschriften zum Mindestlohn, Urlaub oder zur Entgeltfortzahlung bei Krankheit. Manche dieser Vorgaben sind zwingend und dürfen nicht verändert werden. Eine andere Regelung im Arbeitsvertrag ist dann unwirksam. Änderungen sind nur zugunsten des Arbeitnehmers erlaubt. Z. B. dürfen Sie mehr Urlaubstage geben als vorgeschrieben.

Ihre Gestaltungsfreiheit kann auch durch Regelungen in einem Tarifvertrag beschränkt sein.

Auf der rechtssicheren Seite dank Muster

In der Vorlage „Arbeitsvertrag unbefristet“ finden Sie rechtssichere Formulierungen zu allen Punkten des Arbeitsvertrags.

Unbefristete Arbeitsverträge bestehen aus vielen Klauseln

In der Regel legt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen fertig formulierten Vertrag zur Unterschrift vor. Damit handelt es sich rechtlich um allgemeine Geschäftsbedingungen. Ob Sie für die Erstellung Ihres unbefristeten Arbeitsvertrags eine Vorlage nutzen oder selbst formulieren, spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass der Arbeitnehmer keinen Einfluss darauf nehmen konnte.

Das hat zur Folge, dass das Gericht im Streitfall prüft, ob die vom Gesetz abweichende Klausel in Ihrem unbefristeten Arbeitsvertrag den Vorschriften für allgemeine Geschäftsbedingungen entspricht.

Untersucht wird, ob sie

  • klar und verständlich formuliert ist
  • im Vertrag erkennbar platziert ist (nicht versteckt)
  • für den Arbeitnehmer nicht so überraschend ist, dass er nicht damit rechnen muss
  • ihn unangemessen und einseitig benachteiligt
  • zu weit von der gesetzlichen Regelung abweicht

Unklar formuliert wäre z. B. ein Vertragspunkt, der den Arbeitnehmer zu „notwendigen“ Überstunden verpflichtet. Hier weiß er nicht, wie viele Überstunden er genau machen muss. Ist eine Klausel unwirksam, gilt die gesetzliche Regelung. Die anderen Vertragspunkte bleiben unverändert wirksam.

Was beim Thema Überstunden erlaubt ist und was nicht, sagt Ihnen das Muster „Arbeitsvertrag unbefristet“.

Unbefristeter Arbeitsvertrag: Hauptpflichten

Das Arbeitsverhältnis besteht für beide Seiten aus einer Vielzahl von Rechten und Pflichten. Diese ergeben sich z. B. aus

  • dem Arbeitsvertrag
  • entsprechenden Gesetzen und Vorgaben
  • einem eventuell anwendbaren Tarifvertrag

Hauptpflicht des Arbeitnehmers ist die Leistung der im Arbeitsvertrag vereinbarten Arbeit. Ihre Hauptpflicht als Arbeitgeber besteht darin, die vereinbarte Vergütung zu zahlen.

Daneben bestehen zahlreiche Nebenpflichten. Dabei handelt es sich größtenteils um eher allgemein gehaltene Pflichten, deren genauer Inhalt z. B. von der Stellung des Arbeitnehmers im Betrieb abhängt.

Nutzen Sie nie alte Vorlagen, wenn Sie einen unbefristeten Vertrag erstellen. Entspricht eine Formulierung nicht der aktuellen Rechtsprechung, ist Ihre Regelung unwirksam

Unbefristeter Arbeitsvertrag: Nebenpflichten

Zu den Nebenpflichten des Arbeitnehmers gehört z. B., dass er

  • auf Sie, Ihr Eigentum und andere Mitarbeiter Rücksicht nimmt
  • Sicherheitsvorschriften einhält und
  • Ihnen keine Konkurrenz macht

Die Nebenpflichten des Arbeitgebers bestehen aus der Fürsorgepflicht sowie Schutz- und Sorgfaltspflichten. Er muss berechtigte Interessen des Arbeitnehmers berücksichtigen, z. B.

  • dafür sorgen, dass der Arbeitnehmer seine Arbeit ohne Gefahr für die Gesundheit ausführen kann
  • Arbeitnehmerdaten schützen
  • das Entgelt richtig berechnen und Steuern und Sozialabgaben ordnungsgemäß abführen
  • Urlaub gewähren
Unbefristeter Arbeitsvertrag – Gut zu wissen

Im Muster für den unbefristeten Arbeitsvertrag finden Sie noch eine Vielzahl an weiteren Informationen zu einzelnen Vertragspunkten, z. B.

  • was Sie bei der Bezugnahme auf Tarifverträge beachten müssen
  • wie Sie Sondervergütungen mit einem Freiwilligkeitsvorbehalt versehen
  • wann Sie zur Entgeltfortzahlung verpflichtet sind oder
  • wie Sie sogenannte Ausschlussfristen für Ansprüche aus dem Arbeitsvertrag am besten gestalten
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