Cost-per-Click: Was ist der CPC und wie können Unternehmen ihn beeinflussen?

Mithilfe von etablierten Werbeformaten und Plattformen sowie neuen Trends haben Sie zahlreiche Möglichkeiten, Ihr Unternehmen und sich selbst im Netz zu vermarkten. Im Marketing ist der Wert des CPC von besonderer Relevanz, da dieser den Unternehmenserfolg maßgeblich mitbestimmt. In diesem Beitrag erfahren Sie, was genau der CPC ist und wie Sie ihn beeinflussen können.

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Eine Person klickt auf eine Computermaus
© Vojtech Okenka - pexels.com

Definition

Definition: Was ist der CPC?

Der Begriff CPC steht im Online-Marketing für „Cost-per-Click“ - zu Deutsch also Kosten pro Klick oder Klickvergütung. Dabei handelt es sich um eine Abrechnungsform für Werbeanzeigen auf Plattformen wie Google, Facebook und Instagram. Werbetreibende zahlen für jeden Klick auf ihre Online-Anzeigen, jedoch nicht für die Anzeigenschaltung selbst.

Unterschied CPC Und PPC

Oftmals wird der CPC synonym mit dem PPC (Pay-per-Click) verwendet. Laut Definition steht Cost-per-Click jedoch lediglich für die Höhe des jeweiligen Klickpreises. PPC hingegen bezeichnet allgemein Werbekampagnen, bei denen nach Klicks abgerechnet wird.

Wie wird die Höhe der CPC-Kosten festgelegt?

Cost-per-Click oder Pay-per-Click können Sie für Online-Werbung verschiedener Art buchen: Von Textanzeigen und Bannern bis hin zu Videos und Keyword-Kampagnen bei Google gibt es zahlreiche Optionen. Neben den Gebotsstrategien Cost-per-Acquisition (Kosten pro Neukunde) oder Cost-per-View (Kosten pro Betrachtung) kommt auch das Modell CPC bei Google Ads häufig zum Einsatz. Bevor Sie als Werbetreibender Ihre Anzeigen veröffentlichen, entscheiden Sie über Ihr Höchstgebot für einen Klick. Google sammelt diese Gebote in einer Art Auktion: Je mehr Sie für einen Klick bieten, desto besser sind Ihre Chancen auf gute Werbeplätze.

So wird der CPC-Wert bestimmt

Allerdings kommt es bei der Ausspielung von Werbeanzeigen und den genauen Cost-per-Click Preisen nicht ausschließlich auf Ihr Gebot an – jede Plattform hat eigene Kriterien hinter ihrem CPC-System. Im Folgenden sehen Sie eine Übersicht der üblichen Faktoren, die den Wert Ihrer CPC-Anzeigen bestimmen können:

  • Branche: Je nach Branche kann der Durchschnitt des Cost-per-Clicks stark variieren. Beispielsweise lag der CPC im Mai 2021 bei Google Ads bei rund 3,04 Dollar für Versicherungen und 0,44 Dollar für Reisen.
  • Wettbewerbsintensität: Abhängig davon, wie intensiv Ihre Mitbewerber im Online-Marketing agieren, kann das den CPC eines Keywords oder einer Werbeanzeige beeinflussen: Beispielsweise sind Finanzprodukte hart umkämpft.
  • Anzeigenrang: Der Anzeigenrang ist ein wichtiger Einflussfaktor für den Google-CPC. Bei der Ausspielung einer neuen Anzeige wird er jedes Mal erneut aus Ihrem Maximalgebot sowie dem Qualitätsfaktor Ihrer Anzeige berechnet. Unter anderem ist hierfür die Anzeigenrelevanz ausschlaggebend, also wie wichtig die Werbung für Ihre Zielgruppenauswahl ist. Der Keyword-Planer kann im Voraus eine Prognose über CPC-Höhe der gewählten Keywords abgeben.
  • Qualität der eigenen Webseite: Neben der Werbeanzeigengestaltung beeinflusst auch die Qualität der eigenen Webseite die Klickrate und somit den CPC. Insbesondere die Nutzerfreundlichkeit und Ladegeschwindigkeit (Stichwort Pagespeed) der Landingpage spielen eine wichtige Rolle.

Info

Gut zu wissen: Die Berechnung des CPC

Tools, die den Cost-per-Click anzeigen, sind beispielsweise der Werbeanzeigenmanager von Facebook oder der Google Ads Manager. Mithilfe der folgenden CPC-Formel können Sie Ihren Cost-per-Click selbst berechnen:

CPC= Werbeausgaben / Gesamtzahl der Klicks

Welche Vor- und Nachteile bietet das CPC-Modell?

In der Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist CPC inzwischen ein fester Bestandteil. Bevor Sie sich der Anzeigenschaltung widmen, sollten Sie sich über die Vor- und Nachteile des CPC-Modells bewusst sein.

Vorteile des CPC-Modells

  • Zuordenbare Kosten: Kosten entstehen für Sie erst, wenn ein Nutzer auf Ihre Werbeanzeige klickt.
  • Kostensteuerung: Durch das Maximalgebot pro Klick können Sie Ihr Budget begrenzen und hohe Kosten vermeiden.
  • Branchenvergleich: Konkrete Zahlen zu einzelnen Unternehmen bleiben anonym, jedoch können Sie Ihre Ergebnisse innerhalb und außerhalb Ihrer Branche vergleichen.
  • Einfache Berechnung des ROI: Ihren Return on Investment (auf Deutsch Kapitalrendite) können Sie mithilfe Ihres CPC einfach berechnen. Damit sehen Sie, wie viel Umsatz Ihnen Ihre Werbeanzeigen bringen
  • Insights zum Nutzerverhalten: Analyse-Tools wie Google Analytics zeigen, wie sich die Besucher auf Ihrer Webseite verhalten. Damit können Sie Ihr Angebot optimieren.

Nachteile des CPC-Modells

  • Klickbetrug: Beim Klickbetrug wird vorsätzlich mehrere Male auf Konkurrenzanzeigen geklickt, um ihre Budgets auszureizen und Kosten zu erhöhen.
  • Vermeidbare Kosten: Ihre Zielgruppe kann über eine bezahlte Google-Anzeige auf Ihre Webseite gelangen. Sind Sie jedoch auch in den ersten organischen Suchergebnissen gelistet, wäre ein Klick hier für Sie kostenlos gewesen.
  • Irrelevante Klicks: Sie müssen auch dann bezahlen, wenn Besucher ohne wirkliches Interesse oder aus Versehen auf Ihre Anzeige klicken.

Praxistipp: Wie können Unternehmen den CPC optimieren?

Sie betreiben seit längerer Zeit PPC-Kampagnen und fragen sich, wie Sie Ihren CPC optimieren können? Auch wenn Sie darüber bislang keine Neukunden, Verkäufe oder Anfragen generieren, können Ihnen die folgenden drei Vorschläge am Beispiel eines Restaurants weiterhelfen:

  • Überarbeitung der Zielgruppe: Schneiden Ihre Anzeigen schlecht ab, könnte das an Ihrer Zielgruppenerstellung liegen: Eventuell spricht Ihr Angebot nicht die richtige Personengruppe an. Überlegen Sie, wer sich am ehesten in Ihrem Restaurant wohlfühlen könnte und welches Klientel Ihre bereits existierende Kundschaft abdeckt.
  • Qualitatives Bild- und Videomaterial: In den sozialen Netzwerken sind Restaurants von viel Konkurrenz umgeben. Verwenden Sie daher ausschließlich hochwertiges Bild- und Videomaterial, um sich von Ihren Mitbewerben abzuheben – zeigen Sie beispielsweise ausgefallene Menüs oder Ihr exklusives Ambiente.
  • Einbindung von Handlungsverstärkern: Sehen Nutzer eine Anzeige, sollte ein sogenannter Call-to-Action sie zu einer Handlung animieren. Haben Sie eine neue Speisekarte? Laden Sie die Nutzer dazu ein, sie sich herunterzuladen. Gibt es ein Wochenendangebot? Empfehlen Sie eine Tischreservierung.

Tipp

Profis ranlassen

Bevor Sie sich selbst in die Welt der CPCs und PPC wagen, sollten Sie auch bei diesem Thema auf die Expertise von Profis setzen. Inzwischen gibt es zahlreiche Online-Agenturen, die sich auf dieses Themengebiet spezialisiert haben und auch für Ihren individuellen Fall Strategien erarbeiten, wie Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen möglichst gewinnbringend verbreiten können. Scheuen Sie sich also nicht vor Unterstützung, um in diesem Thema den Durchblick zu bekommen.