Pagespeed: Warum ist die Ladezeit-Optimierung so wichtig für Ihre Website?

Wenn Sie mit Ihrem Online-Auftritt oder Ihrem Onlineshop erfolgreich sein wollen, sollten Sie die Ladegeschwindigkeit der Seiten im Blick haben. Denn: Nutzer sind ungeduldig! Wenn es ihnen zu lange dauert, bis eine Seite sich aufgebaut hat, springen sie direkt zurück zu den Suchergebnissen oder starten eine neue Suche. Der sogenannte Pagespeed ist damit ein wichtiger Faktor für eine gute Performance Ihres Webshops oder Ihrer Website. Wie Sie diese messen bzw. verbessern, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Hinweis: Gendergerechte Sprache ist uns wichtig. Daher verwenden wir auf diesem Portal, wann immer möglich, genderneutrale Bezeichnungen. Daneben weichen wir auf das generische Maskulinum aus. Hiermit sind ausdrücklich alle Geschlechter (m/w/d) mitgemeint. Diese Vorgehensweise hat lediglich redaktionelle Gründe und beinhaltet keinerlei Wertung.

Person vor einem Laptop mit Loading-Screen
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Zusammenhang Pagespeed und Nutzer-Absprung

Darstellung von Tabellen auf Desktop besser lesbar

Ladezeit
LadezeitWahrscheinlichkeit des Absprungs
1 bis 3 Sekunden 32 %
1 bis 5 Sekunden 90 %
1 bis 6 Sekunden 106 %
1 bis 10 Sekunden 123 %

Definition

Was bedeutet Pagespeed?

Pagespeed oder auch Google Sitespeed ist der englische Begriff für die Ladegeschwindigkeit einer Website. Er beschreibt den Zeitraum zwischen dem Absenden der Anfrage, also dem Eingeben der Domain-Adresse oder dem Klicken auf ein Suchergebnis in den SERPs (Suchergebnisseiten bei Google), bis zur vollständigen Anzeige aller Inhalte.

Wichtig: Je schneller alle Inhalte zu sehen sind, desto schneller lädt eine Seite.

Zu diesem Zeitraum zählen folgende Schritte:

  • Antwortzeit des Servers (Time To First BYTE oder TTIFB)
  • Download der HTML-Seite (Transfer Time)
  • Rendering der Seite im Browser

Pagespeed ist ein SEO-Kriterium

Da Suchmaschinen wie Google möchten, dass die Nutzer mit einem Suchergebnis zufrieden sind, achten die Suchmaschinen inzwischen ganz genau auf die Ladegeschwindigkeit. Ist diese unterdurchschnittlich, ranken die betroffenen Webseiten schlechter. Wenn Sie also ein gutes Ranking, sprich: eine Top-10-Platzierung bei Google, erreichen möchten, ist die Ladezeit-Optimierung für Sie essentiell.

Pagespeed Test: Ladegeschwindigkeit messen bzw. analysieren

Der Pagespeed Ihrer Webseite lässt sich mit verschiedenen kostenlosen und kostenpflichtigen Tools testen. Hier einige Beispiele:

  • Analyzer im Google PageSpeed Insights
  • Lighthouse, Open Source-Tool von Google
  • Google Analytics

Die Tools zeigen Ihnen anhand einer Punktezahl bzw. eines Scores von maximal 100 an, wie es um den Pagespeed Ihrer gemessenen Seite steht.

Der maximale Leistungswert liegt bei 100 und entspricht einer sehr guten Ladegeschwindigkeit.

  • 90 – 100 = gut
  • 50 – 89 = Durchschnitt
  • 0 – 49 = schlecht

Tipp

Der Google Pagespeed Analyzer

Das Tool Google Pagespeed Analyzer ist nicht nur kostenlos, sondern liefert Ihnen auch noch konkrete Vorschläge für Optimierungsmaßnahmen. So können Sie sich nach der Überprüfung gleich ans Werk machen und die Performance Ihrer Webseite optimieren. Achtung: Als Laie kann es für Sie schwer sein einzuschätzen, wo und wie Sie Faktoren beeinflussen und ändern können. Ziehen Sie daher am besten einen Webentwickler zu Rate.

Weitere Tools für Google & Mobile Pagespeed Tests:

  • Pingdom
  • Website Speed Ranker
  • Je nach Shopsystem gibt es auch Plugins, die Sie dafür installieren können, wie z. B. bei Wordpress

Gründe für schlechten Pagespeed im Browser

Es gibt verschiedene Gründe, warum eine Webseite eine lange Ladezeit hat. Daher kann man keine generellen Aussagen treffen, sondern muss immer eine individuelle Analyse anstreben.

Hier einige mögliche Gründe für schlechten Pagespeed:

  • zu viele bzw. zu große Bilder und Videos
  • zu viele Widgets oder Plugins
  • langsame Datenbanken, die Produktanzeigen und -bilder lange laden müssen
  • Server, die nur langsam verarbeiten
  • zu viele bzw. nicht zusammengefasste CSS-Dateien
  • überflüssige Elemente im Quellcode
  • kein asynchrones JavaScript
  • Werbung von Drittanbietern

Achtung

Banner können den Pagespeed verschlechtern

Wenn Sie Banner über Google Adsense* einbinden, kann das ebenfalls den Pagespeed verschlechtern. Obwohl es sich um ein eigenes Produkt von Google handelt, wird Ihre Seite trotzdem bestraft. Wenn Sie mehr Informationen zu den Produkten von Google wünschen, finden Sie diese im Google Developers Bereich.

* Google AdSense ist neben Google Ads ein weiterer Online-Dienst von Google. Er stellt Werbung auf Websites außerhalb von Google Ads dar. Über einen Algorithmus berücksichtigt Google AdSense die Inhalte der Zielwebseite, wenn dort Anzeigen ausgespielt werden.

Warum ist ein guter Pagespeed wichtig?

Es gibt primär zwei Gründe, warum ein guter Pagespeed wichtig für Ihre Website bzw. Ihren Onlineshop ist:

1. User Experience

Ein guter Pagespeed sorgt für eine bessere User Experience, also für eine höhere Nutzerzufriedenheit. Wenn Ihre Seite zu lange lädt, springen die Nutzer schnell zurück zum Suchergebnis, vor allem wenn sie ein mobiles Endgerät wie ein Smartphone oder Tablet nutzen. Diese Absprünge nennt man auch Bounce Rate. Eine hohe Bounce Rate ist nicht nur schlecht, weil das bedeutet, dass Besucher Ihre Seite schnell wieder verlassen und höchstwahrscheinlich auch nicht wiederkommen. Sie ist zudem ein Rankingfaktor von Google. Eine hohe Bounce Rate verschlechtert daher Ihr Google Ranking.

2. Ranking in Google-Ergebnissen

Der Google Bot crawlt langsame Seite seltener als solche, die einen schnellen Pagespeed haben. „Crawling“ bedeutet, dass der Suchmaschinen-Bot sich eine Seite „anschaut“ und sie bewertet in Bezug auf ihre Relevanz für verschiedenste Suchanfragen der Nutzer. Wenn der Google Bot seltener bei Ihnen „vorbeischaut“, hat das direkten Einfluss auf Ihr Ranking in der Suchmaschine. Ihre Ranking-Position ist davon abhängig, wie relevant Google Ihre Website bzw. Ihren Onlineshop zu einem bestimmten Thema oder Suchanfrage einstuft. Selten gecrawlte Seiten sind zeitgleich weniger relevant. Dadurch verlieren Sie die Chance ganz oben on den Suchergebnissen mitzuspielen.

Tipp

Achten Sie auf Änderungen durch Google Updates!

Die Google Ranking-Kriterien können sich jährlich ändern – Grund dafür sind unter anderem die Google Updates und Anpassungen am Algorithmus. Manchmal sogar häufiger. Achten Sie deshalb bei Ihren Optimierungen immer auf Aktualität und beauftragen Sie bei Fragen eine seriöse SEO Agentur, die Ihnen beratend zur Seite steht.

Tipps für die Optimierung Ihrer Pagespeed-Werte

Achtung: Im Folgenden werden wir Ihnen einige Beispiele nennen, wie Sie Ihre Website in Sachen Pagespeed auf Vordermann bringen. Die meisten Dinge sind jedoch eher für Profis geeignet und können für Laien nur schwer umgesetzt werden.

Damit Ihre Webseite gut rankt, also in Google gut sichtbar ist, und die Nutzer auf Ihrer Seite gut navigieren können, ist es wichtig diese zu optimieren.

Um den Pagespeed Ihrer Webseite zu optimieren, können Sie folgende Bereiche angehen:

  • Achten Sie auf Bild-Größen bzw. verwenden Sie nur skalierte Bild- und Videodateien.
  • Überprüfen Sie die Performance Ihres Servers bzw. Webhosters.
  • Verringern Sie die http-Requests, indem Sie z. B. JavaScript- oder CSS-Dateien zusammenführen.
  • Meiden Sie Weiterleitungen, also 301-Seiten und reparieren Sie 404-Seiten bzw. kaputte Links.

Tipp

Optimierungen nur mit Profis umsetzen

Wichtig: Checken Sie regelmäßig den Pagespeed Ihrer Website – sowohl für Desktops als auch für mobile Endgeräte!

Die meisten Optimierungsmaßnahmen erfordern IT- oder sogar Programmierkenntnisse. Auch hier gilt wieder: Holen Sie sich Unterstützung bei einem Fachmann, z. B. einem Programmierer oder einer Agentur.