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Arbeitszeit

Effiziente Gestaltung des Arbeittags

Arbeitszeit

Unternehmen, die Mitarbeiter beschäftigen, müssen sich aus arbeitsrechtlichen Gründen intensiv mit dem Thema Arbeitszeit auseinandersetzen. Seit 1.1.2015 spielt die Arbeitszeit auch als Nachweis zur Einhaltung des Mindestlohns eine zentrale Rolle. Steuerlich interessiert sich das Finanzamt vor allem bei Arbeitsverträgen mit nahen Angehörigen für die Arbeitszeit

Wie lange und wann ein angestellter Mitarbeiter arbeiten darf, bestimmt in erster Linie das Arbeitszeitgesetz. Das Arbeitszeitgesetz regelt vor allem folgende Grundsätze zur Arbeitszeit:

Für die Überwachung der gesetzlichen Vorgaben zur Arbeitszeit ist das Gewerbeaufsichtsamt bzw. das Amt für Arbeitsschutz zuständig. Bei Verstößen gegen die Vorschriften zur Arbeitszeit droht dem Arbeitgeber ein Bußgeld.  Sonderregelungen zum Arbeitsrecht finden sich auch im Jugendschutzgesetz und im Mutterschutzgesetz. Weitere Informationen rund um das Thema Mutterschutz finden Sie hier.

Mitarbeiter dürfen in der Regel maximal 8 Stunden pro Werktag arbeiten. Da die Woche nach dem Arbeitszeitgesetz 6 Werktage hat (Montag bis einschließlich Samstag), entspricht das einer wöchentlichen Arbeitszeit von höchstens 48 Stunden. In Ausnahmefällen erlaubt das Gesetz eine Arbeitszeit von bis zu 10 Stunden pro Tag bzw. 60 Stunden in der Woche, wenn die Arbeitszeit gleichzeitig in 6 Monaten bzw. 24 Wochen durchschnittlich höchstens 8 Stunden pro Tag beträgt. Die Sonderregelung gilt beispielsweise bei saison- und auftragsbedingter Mehrarbeit.

Sonderregelungen zur Arbeitszeit und zur Pausenzeit sind vor allem bei Minderjährigen, Schwangeren und stillenden Müttern zu beachten. Auch für Schichtarbeit gibt es Sonderregelungen; dazu gehört auch, dass zwischen zwei Schichten eine ununterbrochene Ruhezeit von elf Stunden liegen muss

Überstunden darf der Arbeitgeber grundsätzlich nur dann von seinen Mitarbeitern fordern, wenn es dazu eine entsprechende Vereinbarung gibt. Vereinbart können Überstunden im Arbeitsvertrag, im Tarifvertrag oder in Regelungen mit dem Betriebsrat sein. Liegt keine Vereinbarung vor, muss der Arbeitnehmer zwar keine Überstunden leisten, er kann jedoch. Arbeitgeber können Mitarbeiter mit einem zusätzlichen Freizeitausgleich oder mit speziellen Überstundenvergütungen trotz fehlender Vereinbarung meist zu Überstunden überreden.

Für viele Unternehmer ebenfalls wichtig: Die genauen gesetzlichen Regelungen für Teilzeitarbeit sowie für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.