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Gesellschafterversammlung

Formal richtige Entscheidungen für die Gesellschaft treffen

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Gesellschafterversammlung

Die Gesellschafterversammlung mit den Gesellschaftern ist die höchste Entscheidungsebene einer GmbH. Strategie-Festlegung, Beschlüsse und Entscheidungsgrundlagen werden von den Gesellschaftern dort getroffen. Getroffene Entscheidungen werden durch den Geschäftsführer in das Unternehmen getragen. Der Geschäftsführer wird von den Gesellschaftern informiert. In seiner Verantwortung liegt die Umsetzung der Beschlüsse im Unternehmen. Ebenfalls verantwortet der Geschäftsführer sein Handeln vor den Gesellschaftern während der Gesellschafterversammlung. 


Laut Gesetz muss pro Jahr eine Gesellschafterversammlung einberufen werden. Nicht nur der Abstand der Versammlung ist geregelt, auch die Einladung und Tagesordnung sind formal festgelegt. Die Einladung muss mindestens 1 Woche vor dem Termin schriftlich bei den Gesellschaftern eingegangen sein. Ob der Versand per Einwurf oder per Einschreiben erfolgen muss, ist gesetzlich nicht geregelt. Um sicherzugehen, dass jeder Gesellschafter die Einladung erhalten hat, empfiehlt sich der Versand per Einschreiben. Die Tagesordnung für die Gesellschafterversammlung darf nicht spontan durch den Geschäftsführer verschickt werden. Die Agenda muss nicht zwingend in der Einladung aufgeführt sein. Aber sie muss den Gesellschaftern bis 3 Tage vor der Versammlung bekanntgegeben werden. Lesen Sie hier mehr über Einladung und Tagesordnungen für Gesellschafterversammlungen.

Zu Beginn jeder Gesellschafterversammlung ist es wichtig festzustellen, ob eine Gesellschafterversammlung beschlussfähig ist. Der Hintergrund dazu: wird eine Versammlung im Nachhinein als beschlussunfähig eingestuft, sind alle beschlossenen Entscheidungen und Beschlüsse nicht wirksam. Die Konsequenz ist eine weitere Gesellschafterversammlung. Eine Gesellschafterversammlung gilt als beschlussfähig, wenn alle Gesellschafter ordnungsgemäß geladen wurden und die Versammlung ordnungsgemäß besetzt ist.

Um Entscheidungen und Beschlüsse treffen zu können, stimmen die Gesellschafter in der Versammlung ab. Bei vielen Entscheidungen ist eine einfache Mehrheit der Stimmer ausreichend. Eine ¾ -Mehrheit ist gesetzlich vorgeschrieben, wenn beispielsweise der Gesellschaftervertrag geändert wird oder Kapital erhöht oder verringert wird.

Im Normalfall bedeutet 1€ eingelegtes Kapital 1 Stimme. Ausnahmen können im Gesellschaftervertrag festgelegt sein. Hält ein Gesellschafter mehr als 1 Stimme, darf er nicht unterschiedlich abstimmen. Erfahren Sie hier, wie die Gesellschafterversammlung in großen und kleinen GmbHs verläuft.