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Verdeckte Gewinnausschüttung

Wann liegt eine verdeckte Gewinnausschüttung vor?

Verdeckte Gewinnausschüttung

Eine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) bezeichnet eine Vermögensminderung oder eine verhinderte Vermögensmehrung in einer Gesellschaft aufgrund eines Geschäfts- oder Bekanntschaftsverhältnisses. Eine GmbH kann für Zahlungen an ihre Beteiligten einen gewinnmindernden Betriebsausgabenabzug bei der Steuer geltend machen und diese vorteilhaft bei der Gewerbesteuer nutzen. Am häufigsten ist eine verdeckte Gewinnausschüttung in Gehaltszahlungen an die Gesellschafter-Geschäftsführer, Mieten und Pachten für Immobilien, oder Zinsaufwendungen aufgrund von Darlehensverträgen anzutreffen.

Mögliche Formen einer verdeckten Gewinnausschüttung:

- Beteiligte der GmbH erhalten etwas zu besonders günstigen Konditionen, die unbeteiligte Dritte nicht erhalten würden.

- Ein Gesellschafter stellt der GmbH überteuerte Rechnungen.

- Es gibt keine Vereinbarungen zu Leistungen zwischen Gesellschafter und GmbH,

- oder: es gibt zwar Vereinbarungen, die jedoch nicht eingehalten werden.

- Auch Zuwendungen für den Gesellschaftern nahestehende Personen fallen unter verdeckte Gewinnausschüttungen (lesen Sie dazu auch Im Visier des Fiskus: Risikodarlehen an nahestehende Personen)

Schwierig wird es auch dann, wenn die Leistungen für den Gesellschafter zwar angemessen sind, dieser aber als beherrschend gilt. Ob das der Fall ist lesen Sie im Fachbeitrag Wann gilt ein Gesellschafter als beherrschend.

Wer als nahestehende Person eines Gesellschafters gilt, kann keiner gesetzlichen Fundstelle entnommen werden. Darunter fallen nicht nur Verwandte, Partner und Freunde, sondern auch Bekannte, langjährige Kunden oder zukünftige Gesellschafter. Im Fachbeitrag Verdeckte Gewinnausschüttung und ihre Folgen finden Sie nicht nur allgemeine Informationen zum Thema, sondern auch konkrete Beispiele, wann eine persönliche Beziehung zum Gesellschafter besteht und wo das Finanzamt hellhörig wird. Finanzbeamte scheuen häufig keine Mühen bei einer Betriebsprüfung aufgefallene Beziehungen genau zu hinterfragen und mögliche persönliche Verbindungen aufzudecken.

Eine verdeckte Gewinnausschüttung darf die GmbH nicht vom Gewinn abziehen, obwohl die Aufwendungen tatsächlich entstanden sind. Der Gesellschafter muss seine Einnahmen aber dennoch als Kapitaleinnahme versteuern. Zusätzlich löst die verdeckte Gewinnausschüttung Umsatzsteuer aus, die sich bei der GmbH nicht als Betriebsausgabe abziehen lässt. Lesen Sie hier wie Sie die Steuerfalle einer verdeckten Gewinnausschüttung vermeiden.