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Anlage einer Gruppenunfallversicherung

Mit einer betrieblichen Gruppenunfallversicherung können Arbeitnehmer gegen Unfälle versichert werden. Die Absicherung kann - je nach Vertrag und Versicherungsgesellschaft – Betriebsunfälle, Wegeunfälle oder Unfälle im privaten Bereich umfassen.

Übersicht:

Wenn der Arbeitgeber die Versicherungsprämie übernimmt und Arbeitnehmer den Versicherungsanspruch gegenüber dem Versicherungsunternehmen geltend machen können (unmittelbarer Rechtsanspruch des Arbeitnehmers), sind Arbeitgeberbeiträge zu einer Gruppenunfallversicherung steuer- und beitragspflichtiger Arbeitslohn.

Wird zusätzlich auch das Unfallrisiko für Auswärtstätigkeiten (z. B. Dienstreisen, Fahrtätigkeiten) abgedeckt, wird die anteilige Prämie den steuerfreien Reisenebenkosten zugeordnet. Die Aufteilung erfolgt durch pauschale Schätzung: 80% der Prämie entfallen auf den steuerpflichtigen Arbeitslohn, 20% auf die steuerfreien Reisekosten.

Berechnungsgrundlage für die Lohnsteuer ist der Gesamtbeitrag inkl. Versicherungssteuer (ohne Unfallrisiko). In der Sozialversicherung ist die Prämie in Höhe der pauschal versteuerten Beträge beitragsfrei.

Voraussetzungen für die Pauschalierung der Lohnsteuer

Die Lohnsteuer kann nach § 40b Abs. 3 EStG mit 20% pauschaliert werden, wenn

  • mindestens zwei Arbeitnehmer gemeinsam in einem Unfallversicherungsvertrag versichert sind und
  • der durchschnittliche Arbeitgeberbeitrag nach Abzug der Versicherungssteuer je versicherten Mitarbeiter die Freigrenze von 100 EUR (bis 31.12.2019: 62 EUR) jährlich nicht übersteigt.

Anlage eines Gruppenunfallvertrages in Lexware lohn+gehalt

Rufen Sie den Menüpunkt 'Verwaltung - Gruppenunfallversicherung' auf.

Geben Sie dort die ① Vertragsbezeichnung und den ② Zeitpunkt des Versicherungsbeginns ein.

Ergänzen Sie anschließend die ③ Vertragsangaben und die Anzahl der versicherten Mitarbeiter. Wenn auch das Unfallrisiko für Auswärtstätigkeiten ④ durch die Gruppenunfallversicherung abgedeckt ist, aktivieren Sie die Checkbox.

Ein Anteil von 20% ist voreingestellt. Passen Sie ggf. den Wert an.

Beispiel:

 

Nach der Auswahl der ⑤ Zahlungsweise und dem Zahlungsmonat stellt Lexware lohn+gehalt ggf. eine Überweisung / Datensatz bereit.

Die abzuführende pauschale Lohnsteuer inkl. der Zuschlagssteuern berechnet das Programm automatisch und weist die Beträge im Monat der Prämienzahlung auf der Lohnsteueranmeldung in Zeile 41 aus.

Im obigen Beispiel beträgt die pauschale Lohnsteuer (20% aus 666,40 (gekürzt um das Unfallrisiko) = 133,28 EUR.

Der Überweisungsbetrag und die pauschale Lohnsteuer (inkl. Zuschlagssteuern) werden in der Buchungsliste und im Lohnjournal (letzte Seite: * enthält Beiträge aus Gruppenunfallversicherung) dokumentiert.

Beachten Sie:  Wenn Sie nach dem Speichern der Vertragsangaben diesen Hinweis erhalten, ist die gesetzlich festgelegte Freigrenze überschritten.

 

In diesem Fall sind die Arbeitgeberbeiträge als 'geldwerter Vorteil' bei jedem versicherten Arbeitnehmer abzurechnen. Legen Sie hierzu eine steuer- und sozialversicherungspflichtige Lohnart 'Unfallversicherung' an.

 


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