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Corona Hilfsprogramme – Tipps & Tricks zur elektronischen Beantragung

Um die Unternehmen während der Corona-Krise zu unterstützen, gewähren die Finanzämter zahlreiche Steuererleichterungen. Dazu gehören u.a. die Stundung von Steuerzahlungen, die Herabsetzung von Vorauszahlungen, die Fristverlängerung zur Umsatzsteuer und die Erstattung der Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer.

Der Corona-Antragsassistent wird mit dem Update Juni zur Verfügung gestellt.
Das Update finden Sie ja nach Produktvariante zwischen 4. und 8. Juni
im Menü '? - Software aktualisieren'.

 

Elektronische Übertragung von Anträgen für Corona Hilfen

Derzeit besteht für die elektronische Übertragung von Anträgen für Corona Hilfen keine bundeseinheitliche Lösung. Folgende Bundesländer sind derzeit bereits freigeschaltet: Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Berlin, Hessen, Niedersachen, Saarland.

In den übrigen Bundesländern kommt bei der Übertragung per ELSTER eine Fehlermeldung:

  • Das Bundesland ... kann Anträge bzgl. Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus aktuell nicht verarbeiten.
  • Fehlernummer 610001002 Subcode eEing_eric_3 ElsterVersion 20.04 

In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit den Antrag im pdf-Format auf den jeweiligen Länderseiten herunterzuladen und auszufüllen:

https://www.elster.de/eportal/formulare-leistungen/alleformulare/sterlcovid

 

Steuerstundung beantragen

Um Ihren Betrieb nicht mit bereits fälligen oder fällig werdenden Steuerzahlungen zu belasten, können Sie beim Finanzamt einen Antrag auf Stundung dieser Steuern stellen. Nach dem BMF-Schreiben vom 19. März 2020 soll das Finanzamt dann bis Ende 2020 keine Mahnungen mehr schicken und keine Stundungszinsen berechnen.

Unternehmer sollten dabei beachten, dass das Finanzamt nicht auf die Steuerzahlungen verzichtet, sondern nur die Fälligkeit verschiebt. Das bedeutet: Spätestens 2021 müssen die gestundeten Steuern ans Finanzamt überwiesen werden. Wer es schafft, sollte deshalb frühzeitig mit der Bildung finanzieller Rücklagen beginnen.

Wichtig: Stundungsanträge für in Zukunft entstehende und fällig werdende Steuern oder für noch nicht angemeldete Steuern, können nicht gestellt werden. Hintergrund: Für eine Stundung muss der Steueranspruch fällig sein (vgl. § 222 AO). Anträge für zukünftige Zeiträume können die Finanzämter daher nicht bearbeiten.

Die Stundung von Steuerzahlungen können Sie bequem aus dem Programm heraus via ELSTER beantragen:

  1. Öffnen Sie 'Extras – Corona Hilfsprogramme – Antragsassistent'.
  2. Befüllen Sie das Register 'Stammdaten‘ und klicken Sie auf 'Weiter'.
  3. Im Register 'Stundungen' wählen Sie die Steuerart aus für welche Sie die Stundung beantragen wollen (Mehrfachselektion möglich).
  4. Geben Sie an, ob es Ihnen möglich ist eine Ratenzahlung zu leisten, wenn ja geben Sie den Betrag ein und einen Tag für die monatliche Ratenzahlung.
    Bitte beachten Sie: die Ratenzahlung erfolgt für alle beantragten Stundungen gemeinsam.
  5. Überprüfen Sie die Eingaben und klicken Sie auf 'Weiter'.

 

Praxis-Tipp: Bei Umsatzsteuervoranmeldungen mit bestehendem Lastschrifteinzug (SEPA-Mandat) kann durch Eintrag einer "1" in KZ 26 (Zeile 73) die Lastschrift für die jeweilige Voranmeldung ausgesetzt werden (Anleitung siehe unten).

In Kz 23 (Zeile 75) sollte ebenfalls eine "1" eingetragen werden, um auf den zugehörigen Stundungsantrag hinzuweisen.

 

Widerruf des SEPA-Lastschriftmandates per ELSTER

  1. Öffnen Sie 'Extras – ELSTER – Umsatzsteuer-Voranmeldung'.
  2. Setzen Sie den Haken bei 'Widerruf des SEPA-Lastschriftmandats.
  3. Aktivieren Sie die Antragsoption 'Ergänzende Angaben zur Steueranmeldung senden'.
  4. Klicken Sie auf 'Daten erfassen' und tragen Sie Ihre Angaben ein.
  5. Klicken Sie auf 'Ausgabe' und übertragen Sie die Umsatzsteuer-Voranmeldung.
  6. Drucken Sie nach der erfolgreichen Übertragung das Übertragungsprotokoll.

 

Widerruf des SEPA-Lastschriftmandates im Papiervordruck

  1. Füllen Sie Ihre Umsatzsteuer wie gewohnt aus.
  2. Tragen Sie auf der Seite 2 in Zeile 73, Kennzahl 26 eine '1' ein.

 

Herabsetzung und Erstattung von Steuervorauszahlungen 2020

Sind Sie unmittelbar und nicht unerheblich negativ von den Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise betroffen, haben Sie die Möglichkeit die Höhe ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer anpassen lassen. Gleiches gilt für den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen. Bereits für 2020 geleistete Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer können zudem auf Antrag erstattet werden. Die Liquiditätssituation wird dadurch verbessert.

Auch die Herabsetzung bzw. Erstattung von Vorauszahlungen können Sie bequem aus dem Programm heraus via ELSTER beantragen:

  1. Öffnen Sie 'Extras - Corona Hilfsprogramme - Antragsassistent'
  2. Befüllen Sie das Register 'Stammdaten‘ und klicken Sie auf 'Weiter'.
  3. Klicken Sie im Register 'Stundungen‘ ebenfalls auf 'Weiter' (Sie können es bei Bedarf ausfüllen oder leer lassen).
  4. Im Register 'Herabsetzung Vorauszahlungen 2020‘ wählen Sie die betroffene Steuerart(en) und den jeweiligen Zeitraum aus, ab dem die Vorauszahlungen herabgesetzt bzw. erstattet werden sollen.
  5. Klicken Sie auf 'Weiter'.
  6. Im Register 'ELSTER-Übertragung' überprüfen Sie die Angaben.
  7. Durch Aktivieren der Checkbox unter der Vorschau bestätigen Sie die Richtigkeit Ihrer Angaben.
  8. Um die ELSTER-Übertragung zu starten, klicken Sie auf 'Ausgabe‘.
     

 

Erstattung der Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer

Die aufgrund eines Antrags auf Dauerfristverlängerung geleistete Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer für das Jahr 2020 kann auf Antrag auf 0 Euro herabgesetzt werden. Erforderlich ist, dass der Unternehmer unter Darlegung seiner Verhältnisse nachweist, dass er unmittelbar und nicht unerheblich von der aktuellen Corona-Krise betroffen ist. Der einfachste und schnellste Weg der Antragstellung zur Herabsetzung besteht in der Übermittlung einer berichtigten Anmeldung per ELSTER. Die Übermittlung einer berichtigten Anmeldung hat keine Auswirkung auf eine gewährte Dauerfristverlängerung nach § 46 UStDV; diese bleibt unverändert bestehen.

Vorgehen in Lexware buchhaltung

  1. Öffnen Sie 'Extras – ELSTER – Antrag auf Dauerfristverlängerung'.
  2. Setzen Sie den Haken bei 'Berichtigte Anmeldung'.
  3. Aktivieren Sie die Option 'Mit Sondervorauszahlung' und ändern Sie den Betrag auf 0,00 EUR.
  4. Setzen Sie den Haken bei der Antragsoption 'Ergänzende Angaben zur Steueranmeldung senden'.
  5. Klicken Sie auf 'Daten erfassen' und hinterlegen Sie Ihre Begründung.
  6. Klicken Sie auf Ausgabe und senden Sie die berichtigte Anmeldung.
  7. Drucken Sie nach der erfolgreichen Übertragung das Übertragungsprotokoll.

 

 

Lexware Corona-Themenseite und weiterführende Informationen

Auf der Lexware Corona-Themenseite finden Sie eine Übersicht, welche Steuererleichterungen Unternehmern winken und wie Sie diese bekommen.

Die Bundessteuerberaterkammer hat einen FAQ-Katalog erstellt, der häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise beantworten soll.

Auch der DStV gibt einen Überblick, welche Regelungen und Erleichterungen Steuerberater und ihre Mandanten im Hinblick auf die Corona-Lage kennen sollten. Sofern sich Neuerungen ergeben, wird der DStV die Übersicht möglichst zeitnah aktualisieren.

 


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