Aktuelle Corona-Maßnahmen: Das müssen Unternehmer jetzt wissen

Inzwischen sind weite Teil der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft. Dem tragen die aktuellen Bund-Länder Beschlüsse Rechnung. Was Unternehmer:innen über die 3G-Regel und die Hospitalisierungsrate wissen müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die 3G-Regel

Seit dem 23. August 2021 gilt in Deutschland die 3G-Regel. Sie besagt, dass ausschließlich geimpfte, genesene oder getestete Personen Zugang erhalten zu:

  • Krankenhäusern
  • Alten- und Pflegeheimen
  • Einrichtungen der Behindertenhilfe 
  • der Innengastronomie 
  • Veranstaltungen und Festen in Innenräumen (z. B. bei Informations-, Kultur- oder Sportveranstaltungen)
  • der Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen (z. B. im Massagestudio, Friseursalon oder im Kosmetikstudio)
  • Sport im Innenbereich (z. B. in Fitness-Studios, Schwimmbädern oder Sporthallen)
  • Beherbergung (hier müssen Tests bei der Anreise sowie zweimla wöchentlich während des Aufenthalts durchgeführt werden)

Für getestete Personen gilt dabei, dass sie entweder einen Antigen-Test vorweisen müssen, der nicht älter als 24 Stunden ist oder einen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Ausgenommen von dieser Vorgabe sind Kinder unter 6 Jahren.

Sollte das Infektionsgeschehen in einem Bundesland auf einem sehr niedrigen Niveau sein und bleiben, kann das Land die 3G-Regel auch aussetzen.

Hospitalisierungsrate statt Inzidenz

Anfang September 2021 beschloss der Bundestag eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Künftig orientieren sich die Schutzmaßnahmen der Länder in der Corona-Pandemie nicht mehr an der 7-Tages-Inzidenz, sondern an der Zahl der Menschen, die wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen. Diese Zahl nennt man auch die "Hospitalisierungsrate". 

Bei der Bewertung der Infektionslage sollen außerdem weitere Messwerte wie die Anzahl an Neuinfektionen, die noch verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten sowei die Zahld er geimpften Personen berücksichtigt werden.

Bundesweit einheitliche Werte, bei welcher Hospitalisierungsrate welche Maßnahmen ergriffen werden, soll es nicht geben. Diese Schwellenwerte sollen die Landesregierungen unter Berücksichtigung der jeweiligen stationären Versorgungskapazitäten festlegen. Auch für die konkrete Umsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen sind die Bundesländer verantwortlich.

Info

Konkrete Regelungen in den einzelnen Bundesländern

Was müssen Arbeitgeber beachten?

Homeoffice

Um das Infektionsgeschehen in den Betrieben zu senken, wurden Unternehmen durch eine Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes verpflichtet, ihren Arbeitnehmern die Möglichkeit zum Homeoffice anzubieten. Arbeitgeber mussten ihren Beschäftigten immer dann das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen, wenn die Tätigkeiten es zulassen. Außerdem waren Arbeitnehmer dazu verpflichtet, das Homeoffice-Angebot anzunehmen, wenn dem ihrerseits keine Gründe entgegenstehen.

Diese Homeoffice-Pflicht wurde zum 1. Juli 2021 aufgehoben. Allerdings sollen betriebsbedingte Kontakte weiterhin eingeschränkt werden und Homeoffice muss bei der Erstellung und Anpassung der betrieblichen Hygienekonzepte vom Arbeitgeber weiterhin berücksichtigt werden.

Testpflicht und Maskenpflicht

Seit dem 20. April 2021 gilt eine bundesweite Testpflicht für Unternehmen. Demnach müssen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern nun mindestens einmal pro Woche einen Corona-Test anbieten, sofern diese nicht im Homeoffice arbeiten. Arbeitnehmer mit hohem Infektionsrisiko sollen mindestens zweimal pro Woche ein Test-Angebot von ihrem Arbeitgeber erhalten.

An Arbeitsplätzen gilt nun ebenfalls grundsätzlich eine Maskenpflicht. Ausgenommen von dieser Regelung sind Arbeitsplätze, zwischen denen der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Ausführliche Informationen zur Testpflicht und zu den aktuellen Arbeitsschutzregelungen finden Sie im Artikel "Corona-Testpflicht und aktuelle Arbeitsschutzregeln: Das müssen Unternehmer jetzt wissen".

Tipp

Hilfestellungen für Unternehmer und Selbstständige

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