Content-Management-System (CMS): Die eigene Website ganz einfach betreiben

Eine eigene Website für dein Unternehmen? Dafür benötigst du heutzutage nicht zwingend tiefer gehende Programmierkenntnisse oder eine teure Agentur. Dank der großen Auswahl an Content-Management-Systemen (CMS) hast du die Möglichkeit, deine Firmenwebsite selbst zu erstellen und zu betreiben – unabhängig davon, ob es sich um eine Image-Website, einen Onlineshop oder einen Blog handelt. Wir zeigen dir, was ein CMS kann und welche Möglichkeiten und Vorteile die verschiedenen Systeme bieten.

Zuletzt aktualisiert am 04.11.2025
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Definition: Was ist CMS?

Was ist die Bedeutung von CMS? CMS bzw. Content-Management-System heißt auf Deutsch schlicht Inhaltsverwaltungssystem. Bei einem CMS handelt es sich also um eine Software, mit der du deine Website erstellst und pflegst.

Für die Nutzung eines CMS brauchst du grundsätzlich keine Programmierkenntnisse, da die Benutzeroberfläche grafisch, also ohne HTML-Codes bedienbar ist. Dadurch lassen sich Inhalte (Content) wie Texte, Videos oder multimediale Dokumente einfach in der Datenbank hinzufügen.

Für welche Firmen ist ein CMS sinnvoll?

Die Installation eines CMS-Systems ist besonders für Unternehmen von Bedeutung, die einen Online-Shop oder einen Blog betreiben, den sie ständig aktualisieren müssen. Die Content-Management-Software bietet hilfreiche Funktionen wie z. B.:

  • Mehrere Anwender können dank CMS jederzeit neue Inhalte einpflegen
  • Du kannst deine Website ortsunabhängig bearbeiten
  • Im CMS erhältst du für das Webdesign viele Vorlagen an Templates oder Layouts
  • Dank vieler Module kannst du immer wieder neue Erweiterungen hinzufügen

Tipp

Nicht immer ist ein CMS erforderlich

Für eine einfache Website ist eine CMS-Programmierung nicht unbedingt notwendig. Besteht dein Internetauftritt beispielsweise aus einer Homepage oder aus 2-3 Unterseiten, ist der Arbeitsaufwand sehr gering. Hier gibt es nur wenige Aktualisierungsabläufe, weshalb sich Homepage-Baukästen meistens besser als ein CMS eignen, da diese Lösungen einfacher in der Handhabung sind.

Content-Management-System einrichten

Je nach Anbieter installierst du das Content-Management-System lokal auf deinem firmeneigenen Server oder benutzt CMS-Online-Versionen mit Cloud-Hosting. Du hast nach der Installation die Möglichkeit, Zugriffs- und Benutzerrechte in deinem CMS zu definieren. Durch die festgelegten Zugriffsrechte sorgst du für Sicherheit. So können CMS-Manager bzw. festgesetzte Administratoren alle Inhalte vollständig bearbeiten, Redakteure hingegen nicht. Zudem kannst du weitere Komponenten zu der jeweiligen Lösung jederzeit hinzubuchen und dein CMS Stück für Stück erweitern. Zu den Erweiterungen gehören etwa:

  • Module für einen nachträglich Web-Shop
  • Add-Ons von kostenpflichtigen Design-Vorlagen
  • Plug-Ins für Fotogalerien

CMS-Funktionen: Welche gibt es?

Was kannst du konkret mit einem Content-Management-System machen? Du verwaltest deine Website und erstellst zielgruppengerechte Inhalte. Das Einfügen der Inhalte ist dank der übersichtlichen Benutzeroberfläche ganz einfach. Programmierkenntnisse sind nicht vonnöten. Durch verschiedene Erweiterungen kannst du das CMS an deine individuellen Bedürfnisse anpassen. 

Die wichtigsten Content-Management-System-Funktionen im Überblick:

  • Integrierte Mediendatenbank, in der alle Bilder der Website verwaltet werden können
  • Vorschaufunktion: Bevor Inhalte online gestellt werden, können diese in einer Liveansicht geprüft werden
  • Responsive Design: deine Website ist auf unterschiedlichen Endgeräten lesbar, unabhängig davon, ob es sich um einen PC, einen Laptop oder ein Smartphone handelt
  • Mehrsprachigkeit: Auswahl weiterer Sprachen, wenn du z. B. auch englischsprachige Kunden hast
  • Anpassung der Währung und Preise
  • Automatisierte Prozesse bei der Erstellung des Veröffentlichungsdatums eines Blogbeitrags
  • Barrierefreie Darstellung des Contents

Tipp

Wie kann CMS für die Suchmaschinenoptimierung eingesetzt werden?

Für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) müssen die Inhalte deiner Website suchmaschinen- und nutzerfreundlich sein. Für ein hohes Ranking in der Suchmaschine benötigst du vor allem hochwertigen Content, der deine Zielgruppe anspricht. Die Lösung dafür ist ein Content-Management-System, das Meta Tags wie Meta Title und Description unterstützt. So können Suchmaschinen wie Google deine Inhalte erkennen. Außerdem gibt es zusätzliche SEO-Plugins wie z. B. Keywordvorschläge oder Analysefunktionen.

Welche Unterschiede gilt es bei Content-Management-Systemen zu beachten?

Grundsätzlich können Content-Management-Systeme in mehrere Arten unterteilt werden. Wir stellen dir die geläufigsten Lösungen vor.

Open-Source-Systeme

Bei den meisten Content-Management-Systemen handelt es sich um Open-Source-Software. Deren Vorteil ist, dass sie kostenlos sind. Allerdings musst du für den gewerblichen Einsatz zusätzliche Kosten einkalkulieren, die möglicherweise anfallen. Dazu zählen etwa kostenpflichtige Plug-Ins oder Mitarbeiterschulungen für die Nutzung des CMS. Der Aufwand und die Kosten lohnen sich für Websites, die häufig aktualisiert werden müssen. Der Grund: Einmal eingerichtet, sind die Bearbeitung und Pflege mit einem CMS schnell, flexibel und einfach möglich.

Web-Content-Management-Systeme

WCMS meint das klassische CMS. Hier geht es ausschließlich um die Erstellung und das Betreiben der Website, wie in diesem Beitrag thematisiert. Der Zusatz „Web“ spezifiziert diese Zugehörigkeit genauer, um Verwirrungen zu vermeiden.

ECM-Systeme

Bei Enterprise-Content-Management-Systemen geht es um alle Abläufe und Projekte innerhalb eines Unternehmens. Das System ist für den gesamten Content, also den Inhalt zuständig. ECM-Systeme sind nicht nur auf die Website eingeschränkt, sondern beziehen sich auch auf die Verwaltung, die Archivierung etc.

Shopsysteme

Bei Shopsystemen handelt es sich um CMS, die vollständig auf E-Commerce ausgerichtet sind. Du kannst damit also deinen Onlineshop erstellen.

Homepage-Baukästen

Homepage-Baukästen sind Systeme, für die du keine Software installieren musst. Du arbeitest direkt im Webbrowser. Daher ist die Bearbeitung deutlicher einfacher. Doch für komplexe Firmenwebsites sind diese eher weniger geeignet, da die Funktionen eingeschränkt sind.

Dokumentenmanagement-Systeme

Der Name Dokumentenmanagement-System (DMS) verweist bereits auf die Verwendung des Content-Management-Systems: Es speichert und organisiert deine digitalen Dokumente und hat nichts mit deiner Website zu tun.

Welche Content-Management-Systeme gibt es auf dem Markt?

Der bekannteste CMS-Anbieter in Deutschland ist WordPress, doch kann die Liste der Content-Management-Systeme neben Wordpress kontinuierlich ergänzt werden. Hier einige Beispiele der verschiedenen Lösungen:

  • WordPress
  • Joomla
  • TYPO3
  • Webflow
  • Wix
  • Shopify
  • Contao
  • Drupal

CMS ist im Grunde ein System zum Betreiben einer Website. Doch im direkten Vergleich zeigen sich kleine Unterschiede. Diese betreffen vor allem die Bedienbarkeit. TYPO3 beispielsweise erfordert deutlich mehr Programmierkenntnisse als WordPress, da die Funktionen komplexer und vielseitiger sind. Sofern du also TYPO3 verwenden möchtest, stelle sicher, dass du über die erforderlichen Skills verfügst.

Wix oder Jimdo gehören zwar zu den Content-Management-Systemen, gelten aber unter Entwicklern eher als Homepage-Baukästen. Das bedeutet, dass die Handhabung um ein Vielfaches einfacher ist. Doch der Funktionsumfang ist den Anforderungen einer Firmenwebsite häufig nicht gewachsen.

Welches CMS ist das Richtige für dich?

Möchtest du deine Unternehmens-Website mit einem Content-Management-System erstellen und fragst dich, welches CMS sich am besten eignet? Dann stellst du dir vor der Auswahl bzw. Installation diese Fragen:

  • Kapazität: Habe ich genug Kenntnisse, Zeit oder Mitarbeitende, um ein CMS für die Erstellung meiner Website zu nutzen?
  • Umfang: Wie umfangreich soll meine Website sein? Reichen 1 - 3 Seiten oder sind mehr Unterseiten nötig? Wie oft müssen die Inhalte aktualisiert oder erweitert werden?
  • Funktionen und Erweiterungen: Welche CMS-Funktionen und mögliche Erweiterungen benötige ich auf jeden Fall, um meine Website nach meinen Vorstellungen umsetzen zu können?
  • Preis: Genügt mir für meine Idee eine kostenfreie Variante oder muss ich Geld für zusätzliche Funktionen oder Module in die Hand nehmen?
  • Design: Möchte ich meine Website individuell gestalten oder eine der angebotenen Templates nutzen?
  • Unterstützung: Gibt es Tutorials oder einen Kunden-Service (CMS-Consulting), die ich bei möglichen Fragen nutzen kann?

Dir eine hilfreiche Entscheidungsgrundlage. Wenn du zu dem Schluss kommst, dass du ein Web-CMS benötigst, dann schaust du dir die verschiedenen Anbieter an und prüfst du, welcher deinen Anforderungen am besten gerecht wird.

Content-Management-System-Vergleich: Die wichtigsten Anbieter

Bei der Vielzahl an Anbietern ist es nicht leicht, den richtigen herauszusuchen, der perfekt zu den eigenen Bedürfnissen passt. In der folgenden Liste haben wir eine kleine Auswahl benutzerfreundlicher CMS-Systeme zusammengestellt.

  • Joomla!Joomla! besticht durch eine ganze Reihe praktischer Funktionen. Du kannst beispielsweise Newsletter, Gästebücher sowie Foren erstellen und einfach Benutzerrechte für Gruppen verwalten. Ideal eignet sich das Tool für große Projekte, an denen gleich mehrere Nutzer arbeiten sollen.
  • Contao: Contao ist ein Content-Management-System, das für mittlere bis große Websites ausgelegt ist und auf PSP sowie MySQL basiert. Die intuitive Oberfläche garantiert eine gute Bedienbarkeit. Nützliche Funktionen wie der PDF-Export sowie Mehrsprachigkeit ermöglichen auch Anfängern, mit dem CMS Contao zu arbeiten.
  • GetSimple: GetSimple tut sich – wie schon der Name suggeriert – besonders durch Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit hervor. Es ist eines der wenigen CMS, die komplett auf eine Datenbank verzichten. Daten werden stattdessen als XML-Dateien abgespeichert.

    Das Tool umfasst ein integriertes Backup-System, umfassendes Datei-Management sowie eine „Undo“-Funktion. Weitere Funktionen können mithilfe von Plugins hinzugefügt werden.

  • Drupal: Drupal basiert ebenfalls auf PHP und MySQL. Es besticht durch umfassende Community-Funktionen wie Blogs und Foren. Entsprechend bildet Drupal eine ideale Grundlage, um Communitys zu betreuen sowie gemeinsam an Projekten oder Blogs zu arbeiten.