Break-Even-Analyse Excel: Ab diesem Umsatz decken Sie Ihre Fixkosten und machen Gewinn

Gewinn ermitteln mit der Excel-Vorlage Break-Even-Analyse
Aktualisiert am: 04.06.2018

Wie viel müssen Sie produzieren, um Gewinn zu machen? Die Antwort darauf liefert die Break-Even-Analyse. Damit bestimmen Sie den Punkt, ab dem Ihr Umsatz und der damit erreichte Deckungsbeitrag Ihre Fixkosten und variablen Kosten deckt. Alles darüber hinaus ist Ihr Gewinn. Mit einer Excel-Vorlage erstellen Sie die Break-Even-Analyse Excel im Handumdrehen.

Break-Even-Analyse in Excel ermittelt Gewinn oder Verlust

Stellen Sie sich vor, Sie betreiben eine Schreinerei. Ihre jährlichen Fixkosten belaufen sich auf 150.000 EUR. Sie stellen in Ihrer Schreinerei ausschließlich Tische her, die Sie für 200 EUR verkaufen. Pro Tisch entstehen (variable) Kosten in Höhe von 50 EUR.

Hier drängen sich verschiedene Fragen auf, beispielsweise diese: „Wie viele Tische muss ich herstellen und verkaufen, damit ich einen Gewinn erziele?“ Genau hier setzt die Break-Even-Analyse (Excel) an. Auf diese Weise bekommen Sie Antworten auf die folgenden Fragen:

  • Mit welchen Absatzzahlen mache ich einen Verlust? Wie hoch ist dieser?
  • Bei welcher Absatzmenge mache ich weder einen Gewinn noch einen Verlust (Break-Even)?
  • Ab welchen Absatzmengen mache ich Gewinn? Wie hoch ist dieser?

Fangen wir für die Break-Even-Analyse (Excel) mit den Fixkosten an: Fixkosten sind Kosten, die unabhängig von einer Produktionsmenge anfallen, wie z. B. Gehälter für Büroangestellte oder Mietzins für Büroräume. Variable Kosten sind von der Menge abhängig. Darunter fallen u. a. Materialkosten oder Fertigungslöhne.

Bleiben wir bei unserem Beispiel, der Produktion von Holztischen. Das Holz wird den variablen Kosten zugeordnet. Je mehr Tische Sie herstellen, desto mehr Holz benötigen Sie. Die Kosten für Produktionshalle, Versicherung etc. entspricht den Fixkosten.

Kostendeckend arbeiten Sie immer dann, wenn Ihre Erlöse so hoch sind, dass Sie sowohl Ihre Fixkosten als auch Ihre variablen Kosten bezahlen können. Genau das ist am Break-Even-Point der Fall.

Der Break-Even-Point wird mit folgender Formel berechnet:

Break-Even-Point = Fixkosten / Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag entspricht dabei der Differenz aus dem Stückpreis und variablen Kosten.

Besonders aussagekräftig ist das Rechenmodell, wenn Sie die Werte wie in unserer Excel-Vorlage zur Break-Even-Analyse grafisch darstellen. Umsatz und Gesamtkosten bilden dabei in der Regel 2 Geraden. Der Schnittpunkt der Geraden entspricht dem Break-Even-Point.

Break-Even-Analyse Excel mit grafischer Darstellung
<p>Grafische Darstellung der Break-Even-Analyse Excel mit Break-Even-Point (Pfeil-Markierung)</p>

In der Break-Even-Analyse Excel sieht man: Unterhalb des Schnittpunkts befindet sich ein Unternehmen in der Verlustzone. Hier reichen die Absatzmengen und die daraus erzielten Erlöse nicht aus, um die Fixkosten und die variablen Kosten zu decken.

Oberhalb des Punktes werden alle Kosten gedeckt und darüber hinaus noch ein Gewinn erzielt. Sowohl für die rechnerische Lösung als auch für die grafische Darstellung finden Sie in unserer Excel-Vorlage Break-Even-Analyse.

Wichtig für die Break-Even-Analyse Excel: Fixkosten und variable Kosten trennen!

Damit Sie unsere Excel-Vorlage zur Break-Even-Analyse einsetzen können, müssen Sie Ihre Kosten in fixe und variable Bestandteile trennen. Konkret bedeutet das, dass nur folgende 3 Größen bekannt sein müssen:

  • Variable Kosten pro Stück
  • Preis pro Stück
  • Fixkosten

Bezogen auf unser Eingangsbeispiel sind das folgende Informationen:

  • Variable Kosten pro Stück: 50 EUR
  • Preis pro Stück: 200 EUR
  • Fixkosten: 150.000 EUR

-> Deckungsbeitrag = Preis – variable Kosten = 200 EUR – 50 EUR  =  150 EUR

Bei der Break-Even-Analyse (Excel) lautet die Frage nun: Bei welcher Absatzmenge werden alle Kosten gedeckt?

Die Antwort lautet: Alle Kosten werden genau im Break-Even-Point gedeckt. Dieser ergibt sich mithilfe der Formel:  Break-Even-Point = Fixkosten / Deckungsbeitrag

Wenn Sie die oben aufgeführten Eckdaten in die Formel zur Break-Even-Analyse einsetzen, erhalten Sie ein Ergebnis von 1.000 Stück (Break-Even-Point = 150.000 EUR / 150 EUR = 1.000).

excel im unternehmen: Break-Even-Analyse-Rechner

  • Break-Even-Point einfach berechnen
  • zeitsparende Excel-Vorlage
  • Mit grafischer Auswertung

Break-Even-Analyse (Excel) hilft bei unternehmerischen Entscheidungen


Übersichtlich und praktisch: Break-Even-Analyse Excel

Nun ist es für den Unternehmer nicht nur interessant zu wissen, bei welcher Absatzmenge die Fixkosten und variablen Kosten gedeckt werden, sondern bei welcher Absatzmenge welcher Gewinn bzw. Verlust eingefahren wird.

Liegen diese Informationen vor, können unternehmerische Entscheidungen getroffen werden wie zum Beispiel:

Höhe von Preissenkungen oder -erhöhungen im Rahmen preispolitischer Entscheidungen
Berücksichtigen Sie aber, dass Sie Preiserhöhungen in Zeiten schlechter Beschäftigung nur schwer umsetzen können. Preise weisen dann eher Verfalltendenzen auf.

Höhe der notwendigen Kostenreduktion
Sofern möglich, sollten Sie Ihre Kosten reduzieren. Das setzt voraus, dass Sie die einzelnen Kostenpositionen genau analysieren.

Menge der notwendigen Absatzsteigerung
Potenzial liegt möglicherweise in Maßnahmen zur Absatzsteigerung. Leiten Sie entsprechende Werbemaßnahmen ein. 

Mithilfe unserer Excel-Vorlage können Sie die Zusammenhänge der verschiedenen Einflussfaktoren der Break-Even-Analyse rechnerisch und grafisch darstellen. Sie sehen auf einen Blick, welche Zahlenkonstellation welche Auswirkung auf die Gewinnsituation hat.

So wird in derBreak-Even-Analyse Excel

Hier die Rechengrundlagen der Break-Even-Analyse (Excel):

Spalte E: Gesamtkosten = Variable Kosten + Fixkosten
Spalte F: Umsatz = Menge x Verkaufspreis
Spalte G: Gewinn bzw. Verlust = Umsatz – Gesamtkosten

Die Berechnung startet bei einer Menge von Null. Die Fixkosten betragen 150.000 EUR. Die Menge wird schrittweise um 100 Einheiten erhöht. Je näher man dem Break-Even-Point von 1.000 Stück kommt, umso geringer wird der Verlust. Erhöht man die Menge ab dem Break-Even-Point kontinuierlich weiter, wird der Gewinn immer größer.

Damit die Beziehungen auf den ersten Blick anschaulich sind, gibt es in der Excel-Vorlage eine Diagrammfunktion, die die Zahlen grafisch darstellt. Das bedeutet: Die Excel-Vorlage zur Break-Even-Analyse ermittelt mit lediglich 4 einzugebenden Zahlen das komplette Datenmaterial. Diese Werte müssen Sie bei der Break-Even-Analyse (Excel) erfassen:

  • Variable Kosten pro Stück
  • Preis pro Stück
  • Fixkosten
  • Schrittweite

Mit dem Rechenmodell dieser Excel-Vorlage haben Sie Situationsänderungen schnell im Griff: Angenommen, Sie müssen Ihren Verkaufspreis reduzieren, um konkurrenzfähig zu bleiben. Dann müssen Sie lediglich diesen Wert neu erfassen. Die Anwendung weist umgehend den neuen Break-Even-Point, die neuen Umsätze sowie den neuen Saldo in Form eines Gewinns bzw. Verlustes aus. Auch das Diagramm in der Break-Even-Analyse Excel passt sich zeitgleich an.

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Break-Even-Point berechnen

Mit dem Break-Even-Point-Rechner erkennen, wann der Gewinn anfängt


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