Alternative Suchmaschinen zu Google: diese Optionen gibt es

Wenn Sie im Internet nach bestimmten Themen suchen, greifen Sie in der Regel auf die Suchmaschine Google zurück. Doch der Dienst geriet in letzter Zeit immer wieder aufgrund von Aspekten wie Datenschutz und Privatsphäre in die Kritik. Welche alternativen Suchmaschinen zu Google gibt es? Wir geben Ihnen hier ein paar Beispiele.

Hinweis: Gendergerechte Sprache ist uns wichtig. Daher verwenden wir auf diesem Portal, wann immer möglich, genderneutrale Bezeichnungen. Daneben weichen wir auf das generische Maskulinum aus. Hiermit sind ausdrücklich alle Geschlechter (m/w/d) mitgemeint. Diese Vorgehensweise hat lediglich redaktionelle Gründe und beinhaltet keinerlei Wertung.

Suchergebnisseite von Ecosia
© tamkung - pixabay.com

Google als weltweiter Marktführer

Der Suchmaschinendienst Google hatte im Jahr 2021 einen Marktanteil von rund 93 Prozent und ist somit weltweiter Marktführer. Aber warum ist das so? 1997 ging die Suchseite unter dem Namen Google online und lieferte von Beginn an bessere Suchergebnisse als die etablierten Suchmaschinen wie Yahoo. Gründe dafür gibt es einige – so erzielt z.B. der PageRank-Algorithmus von Google passendere Suchergebnisse und statt Gebühren für Einträge der Nutzer zu verlangen, bietet Google auf die Nutzerfragen zugeschnittene Anzeigen an. Diese Vorteile sprechen für die Suchseite. Für Unternehmen ist es besonders wichtig, dass die eigene Website bei Google oder anderen Suchmaschinen am besten auf der ersten Seite erscheint und somit von den Nutzern gut gefunden wird. SEO ist für das Online-Marketing ein wichtiger Bestandteil, um die Sichtbarkeit im Netz zu erhöhen.

Definition

Was ist SEO?

SEO ist die Abkürzung für Search Engine Optimization und bedeutet übersetzt Suchmaschinenoptimierung. Dabei geht es um verschiedene Möglichkeiten, sowohl inhaltlicher als auch technischer Art, um die Sichtbarkeit bzw. das Ranking einer Webseite in den Ergebnislisten einer Suchmaschine zu verbessern. Neben dem Schalten von Werbeanzeigen, können aussagekräftige Keywords zu einem besseren Ranking von Webseiten führen.

Es muss nicht immer Google sein

Google ist noch immer eine Monopolmacht – nur rund 7 Prozent der User nutzen andere Suchmaschinen, um im Internet nach bestimmten Themen zu recherchieren und Suchanfragen zu stellen. Der Wechsel zur Konkurrenz sollte allerdings eine Überlegung wert sein, denn Google zeigt zum einen nicht alle Suchergebnisse an und sammelt zum anderen Daten der Nutzer. Diese werden in verschiedenen Diensten miteinander verknüpft und dienstübergreifend Nutzerprofile erstellt. Die gesammelten Daten werden von Google dazu genutzt, um zu den Suchprofilen der Nutzer passende Werbung – beispielsweise über Google Ads – zu schalten.

Datenspeicherung von Google

Wie bereits erwähnt, sammelt die Suchmaschine Google Nutzerdaten, erstellt Nutzerprofile und speichert diese sensiblen Daten Die Daten der Suchanfragen werden rund 18 Monate, die IP-Adressen der Nutzer neun Monate gespeichert.

Yahoo! – der „Oldie“ unter den Suchmaschinen

Die Suchmaschine Yahoo! ging 1995 an den Start und zählt damit zu den ältesten Suchmaschinen. Im Firefox-Browser ist Yahoo als Standardsuchmaschine festgelegt. Sie bietet neben einer schnellen Suche viele Suchergebnisse. Doch auch Yahoo! war in den letzten Jahren in diverse Datenschutzskandale verwickelt und findet deshalb immer weniger Verwendung bei den Nutzern.

Bing – die Suchmaschine von Microsoft

Bing ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt und wurde von Microsoft entwickelt. Wenn Sie Bing als Suchmaschine nutzen, erhalten Sie die Möglichkeit Punkte zu sammeln mit denen Sie z. B. Filme oder Apps kaufen können. Darüber hinaus eignet sich Bing besonders gut, um Videos zu suchen. Die Videos werden in einer Miniaturansicht dargestellt und können in einer Vorschau mit Ton angesehen werden.

Startpage – die Suchmaschine ohne Tracking

Startpage ist eine niederländische Suchmaschine, die sowohl komplett auf Cookies als auch auf die Speicherung von Nutzerdaten verzichtet. Die Server der Suchmaschine stehen auf europäischem Boden, weshalb alle Daten dem europäischen Recht unterliegen. Die Suchergebnisse stammen zwar von Google, allerdings werden die Suchergebnisse erst angezeigt, sobald alle Tracking-Cookies entfernt wurden. Somit ist es dem Suchmaschinengiganten also nicht möglich, das Verhalten der User zu tracken bzw. Nutzerdaten zu sammeln und speichern.

DuckDuckGo – die Suchmaschine, die auf die Privatsphäre der Nutzer setzt

Bei der Suchmaschine DuckDuckGo werden für alle Nutzer die gleichen Ergebnisse angezeigt. Dabei erscheinen nicht die meistgesuchten, sondern die besten Suchergebnisse. DuckDuckGo ist eine gute Alternative zu Google und Yahoo, denn bei dieser Suchmaschine steht die Privatsphäre der User an erster Stelle und der Datenschutz hat oberste Priorität. Die Trennung von kommerziellen und informativen Inhalten ist DuckDuckGo ebenfalls wichtig.

Ecosia – die nachhaltige Suchmaschine

Bei Ecosia handelt es sich nicht direkt um eine Suchmaschine, sondern um eine Suchmaske. Dabei arbeitet der Suchalgorithmus von Bing im Hintergrund. Die Werbeeinnahmen, die durch Ecosia generiert werden, spendet das Unternehmen zu 80 Prozent an umweltschützende Initiativen. Mit dem gespendeten Geld werden beispielsweise neue Bäume gepflanzt. Ecosia setzt allerdings, genauso wie Google, Yahoo und Bing, Tracking-Cookies ein und speichert IP-Adressen der User.

Qwant – die französische Alternative zu Google

Eine weitere Alternative zu Google stellt die französische Suchmaschine Qwant dar. Suchanfragen, die über Qwant gestellt werden, erfolgen anonym und werden nicht vorgefiltert. Die Suchergebnisse werden aufgeschlüsselt und in verschiedenen Kategorien wie z.B. Web, News und Bilder aufbereitet. Je Spalte besteht die Möglichkeit, durch die Eingabe von zusätzlichen Begriffen, das Ergebnis weiter zu verfeinern. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, interessante Treffer in einem „Notizbuch“ zu speichern.

WolframAlpha – die semantische Suchmaschine

Die Suchmaschine WolframAlpha wurde von Stephen Wolfram erfunden und seit 2005 stetig weiterentwickelt. WolframAlpha zählt zu den semantischen Suchmaschinen. Die Suchmaschine verfolgt einen wissenschaftlichen Ansatz und schließt User mit Kaufabsicht aus.

Definition

Was genau ist eine semantische Suchmaschine?

Eine semantische Suchmaschine spuckt nicht wie bei einer Google-Suche eine Liste mit Hyperlinks, sondern eine Zusammenstellung von Informationen als konkrete Ergebnisse aus. Je nach Relevanz werden die Suchergebnisse in eine bestimmte Reihenfolge gebracht und ausgegeben. Dabei entscheidet der Nutzer selbst, welches Ergebnis ihm am hilfreichsten erscheint und ruft dieses auf.

MetaGer – die deutsche Metasuchmaschine

Die Metasuchmaschine MetaGer wurde 1996 an der Universität Hannover entwickelt und mittlerweile vom Verein SUMA-EV getragen. Das Suchverhalten der Nutzer von MetaGer wird weder getrackt noch abgespeichert. Dennoch finanziert sich MetaGer über Werbung, die aufgrund des fehlenden Trackings allerdings nicht personalisiert ist. Die Server von MetaGer arbeiten ausschließlich mit 100 Prozent Ökostrom.

Fazit

Wie Sie merken, ist die Auswahl an alternativen Suchmaschinen zu Google groß und jede Suchmaschine hat sowohl Vor- aber auch Nachteile. Geht es um SEO, sind die Suchmaschinen Google und Bing von besonderer Relevanz innerhalb Deutschlands. Beim privaten Surfen muss letztlich jeder Anwender selbst entscheiden, welche Suchmaschine die Richtige ist. Aber eines steht fest: Sie haben auf jeden Fall die Qual der Wahl!