Content-Marketing-Strategie: Wie sie funktioniert und ob sie sich im KI-Zeitalter lohnt

Du willst mit deinem Unternehmen mehr Kunden erreichen? Du möchtest für dein Produkt nicht bloß Werbung schalten, sondern den Adressaten ehrlichen Mehrwert und nützliche Informationen bieten? Durch eine gute Content-Marketing-Strategie kannst du im Netz eine riesige Bandbreite unterschiedlicher Zielgruppen erreichen und langfristig für dein Unternehmen begeistern. In diesem Artikel erklären wir dir, was eine Content-Strategie ist und wie KI das Content Marketing verändert.

Zuletzt aktualisiert am 18.05.2026
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Was ist eigentlich eine Content-Marketing-Strategie?

Bei einer Content-Marketing-Strategie geht es darum, Inhalte systematisch und strategisch im Internet zu verbreiten. Dein Ziel sollte es dabei sein, das eigene Unternehmen in die Sichtbarkeit zu bringen und dadurch mehr Umsatz zu erzielen. Mit dieser Marketingmaßnahme versuchen beispielsweise Freelancer, Kleinunternehmer, Start-up-Gründer und Online-Shops auf sich aufmerksam zu machen.

Der Vorteil? Häufig braucht es für diese Strategie kein großes Werbebudget. So kannst du mit einer Blogstrategie, auch als Blog-Content-Strategie bekannt, häufig für wenige Euro starten. Dabei veröffentlichst du Inhalte auf einem Blog und optimierst den Beitrag für Suchmaschinen. Nutzer finden mithilfe der richtigen Keywords dann zu deinem Blog und werden vielleicht zu Kunden. Aufwändig erstellte Inhalte sollten einen sogenannten Evergreen-Charakter haben. Das bedeutet: Sie sollten ohne Verfallsdatum sein. 

Was ist Content Marketing und warum ist es für dein Unternehmen wichtig?

Content Marketing ist eine digitale Marketing-Technik. Ihre Verbreitungsplattform ist vorwiegend das Internet. Im Content Marketing geht es darum, sich durch informativen, beratenden und unterhaltsamen Content zu einem bestimmten Thema als Experte zu positionieren.

Bei dieser Art der indirekten Online-Werbung stehen entsprechend die Kunden im Vordergrund und nicht das Produkt.

Der richtige Content (Inhalt, d. h. Videos, Texte, Bilder etc.) soll den Interessenten Mehrwert bieten. Dabei werden verschiedene Ziele verfolgt:

  • Nutzer sollen dein Unternehmen als Experten wahrnehmen, wodurch sich dein Image verbessert
  • Nutzer sollen den Content teilen und so selbst zu Werbenden werden, wodurch deine Marke bekannter wird
  • Nutzer sollen dauerhaft Käufer deiner Ware oder Dienstleistung werden, wodurch sie deinen Umsatz steigern

Indem guter Inhalt überzeugend informiert, können die Interessenten selbst entscheiden, ob deine Unternehmensphilosophie vertrauenswürdig ist.

Content Marketing bietet gegenüber herkömmlicher Werbung diverse Vorteile:

  • Es ist unaufdringlich und bietet Mehrwert
  • Guter Content macht deine Marke wettbewerbsfähig und hebt sie von Konkurrenten ab
  • Eine gute Content-Marketing-Kampagne bekommt im Idealfall Erwähnungen/Mentions/Links - dadurch wird die Distribution (= Verbreitung im Netz) des Contents gefördert
  • Es hilft, Vertrauen zur Zielgruppe aufzubauen

Wie häufig dein geschalteter Content aufgerufen wird, welche Aktivitäten auf deiner Website getätigt werden oder wie oft der Content geteilt wird, ist online nachweisbar. Der Erfolg einer Content-Marketing-Strategie ist also messbar.

Info

Content-Marketing-Strategie: Mehrwert durch indirekte Werbetechnik

Eine Content-Marketing-Strategie eignet sich für jede Branche sowie jede Unternehmensgröße und -struktur. Es erreicht eine hohe Bandbreite an Adressaten mit dem besonderen Vorteil, dass diese über den Mehrwert-Content auf dein Unternehmen/deine Marke und dadurch auf dein Produkt/deine Dienstleistung aufmerksam werden. Somit drängst du dich den Kunden nicht auf. Diese indirekte Werbetechnik bietet deinen Kunden mehr als nur eine simple Kaufaufforderung, sondern suggeriert echten Mehrwert. Das funktioniert beispielsweise mit einer Blogstrategie. Innerhalb des Blogs veröffentlichst du regelmäßig neue Inhalte, die dem Leser einen echten Mehrwert bringen.

Wie SEO und Content Marketing zusammenhängen

SEO bedeutet Search Engine Optimization (deutsch: Suchmaschinenoptimierung). SEO-Manager analysieren die Performance von Webseiten im organischen Bereich anhand verschiedener Parameter:

  • Rankings der Webseiten auf den Suchergebnisseiten (SERPs) von Suchmaschinen, wie z. B. Google
  • Reichweite
  • Traffic über verschiedene Kanäle
  • Backlinks durch Seeding (gezielte Verbreitung von Inhalten)

Sie liefern u. a. darauf basierend Empfehlungen für die Erstellung von Content, um die Reichweite im organischen Bereich auszubauen bzw. Rankings zu verbessern. Dies steigert die Sichtbarkeit des Unternehmens in den SERPs und somit im Netz.

Content Marketing ist eine Marketingmaßnahme, die die SEO-Strategie unterstützt. Denn sie kann viele SEO-Ziele bedienen, z. B. die Steigerung des Traffics über die SERPs oder Backlinks oder aber die Erhöhung der Rankings. Content mit Mehrwert sorgt für eine bessere Auffindbarkeit im Netz, weil Suchmaschinen hochwertige Inhalte positiv bewerten und dies wiederum das eigene SEO-Ranking beeinflussen kann. SEO muss daher zu einer ganzheitlichen Content-Marketing-Strategie unbedingt dazugehören.

Info

Wodurch zeichnet sich effizienter Content aus?

  • Er steht im Ranking der SERPs auf hohen Positionen
  • Er beinhaltet die passenden Keywords, die Kunden in der Suchleiste eingeben, um ihre gewünschten Informationen zu finden
  • Er bietet Mehrwert und stellt fundiertes Wissen rund um ein bestimmtes Themengebiet für die Leser zur Verfügung

Unterschiede zwischen B2B und B2C Content Marketing

Zielgruppen für den Content

<b>B2B</b>
B2BB2C
Die Zielgruppe sind Unternehmen. Die Zielgruppe sind private Käufer.
Endverbraucher und Käufer sind oft nicht dieselbe Person. Im B2C-Bereich wird eine deutlich höhere Verbraucheranzahl angesprochen.
Gezieltes Netzwerken durch direkten Kontakt steht meist im Vordergrund. Die Zielgruppe ist heterogener als im B2B-Bereich.
Häufig liegt dem B2B-Kontakt eine langjährige Zusammenarbeit zugrunde. Es herrscht eine hohe Kundenfluktuation.

Ansprache und Inhalt

<b>B2B</b>
B2BB2C
Der Content sollte sachlich und lehrreich sein und wissenschaftlich belegte Fakten und Statistiken einbringen. Der Content sollte einfach formuliert sein, damit er für eine breite Masse verständlich ist.
Der Inhalt sollte eine Problemlösungsstrategie anbieten. Die Ansprache durch Content-Marketing-Kanäle ist meist direkt und emotional: Die Zielgruppe wird oft durch bewegende und/oder humorvolle Storys angesprochen.
Der Content sollte sowohl emotional als auch informativ ansprechend sein, da die Zielgruppe nur zum Teil aus B2B-Kontakten besteht bzw. auch Privatpersonen im B2B-Bereich agieren. Da die Entscheidung für eine Marke auf persönlichem Interesse beruht, ist eine gefühlsbetonte Ansprache zielführend.
Um dich gegen die Konkurrenz zu behaupten, solltest du durch guten Content das eigene Unternehmen als Marke inszenieren. Der Content sollte das Vertrauen der Kunden in deine Marke/ dein Unternehmen vermitteln, sodass sie zu dauerhaften Markenbotschaftern werden.

Die Grenzen zwischen B2B- und B2C-Marketing verschwimmen in den letzten Jahren zunehmend. Viele Unternehmen wünschen sich ein ähnliches Kauferlebnis wie bei B2C-Beziehungen. Auch die Ansprache und Inhalte werden im B2B-Bereich vermehrt emotional gestaltet, da letztlich auch ein Firmenvertreter ein Mensch mit individuellen Bedürfnissen ist.

Ziele, die du mit der richtigen Content-Marketing-Strategie erreichen kannst

Content-Marketing-Strategien verfolgen verschiedene übergeordnete Ziele:

  • eine eigene Marke aufzubauen und zu verbreiten (Branding)
  • neue Kundenkontakte zu schaffen (Lead Generierung)
  • neue Kunden zu gewinnen und dauerhaft zu binden (Kundenbindung)

Diese übergeordneten Ziele sollen durch taktisch mittelfristige (operatives Content Marketing) und strategisch langfristige Ziele (strategisches Content Marketing) erreicht werden.

Strategisches Content Marketing

Eine Content-Marketing-Strategie umfasst dabei:

  • den Aufbau einer Marke, mit der sich Kunden identifizieren können und sich dadurch dauerhaft an diese binden.
  • die Steigerung der eigenen Konkurrenzfähigkeit bis hin zu einer führenden Marktposition. Dies erfolgt, indem die eigenen Produkte durch innovative Ideen und guten Content die Verhaltens- und Denkweisen der Kunden nachhaltig verändern (Thought Leadership).
  • die Unabhängigkeit von bezahlten Medien (Paid Media) hin zu einem eigenständigen Aufbau von Reichweite (Shares, Likes, Tweets, Postings).

Konkrete Beispiele für strategische Content Marketing-Maßnahmen, die langfristige Ziele verfolgen, sind zum Beispiel:

  • E-Magazine
  • Blogs
  • Interviews
  • Ratgeber
  • Podcasts
  • Reportagen
  • Social Media

Operatives Content Marketing

Beim operativen Content Marketing werden taktisch mittelfristige Ziele mittels Kampagnen durchgeführt. Diese sollen sich an den übergeordneten langfristigen Zielen orientieren.
Zu den operativen Zielen gehören:

  • Keywordrankings in anderen Bereichen aufbauen, die nicht direkt mit den angebotenen Produkten/Dienstleistungen in Verbindung stehen, etwa durch ein eBook oder anderen Hero-Content
  • Präsenz in den Social-Media-Kanälen durch diverse Postings (Organisches Social Engagement)
  • Verlinkung von anderen Webseiten auf eigenen Content (Backlink-Generierung)

Beispiele für kurzfristige Kampagnen des operativen Content Marketings sind:

  • Whitepapers
  • eBooks
  • Videos
  • Studien
  • Statistiken
  • Umfragen
  • Tools

Was ist eine internationale Content-Marketing-Strategie?

Kurz und knapp: Bei der internationalen Content-Marketing-Strategie dreht es sich darum, Inhalte zu erstellen, die auf ein globales Publikum zugeschnitten sind. Die Internationales Content-Marketing-Strategie gewinnt also an Bedeutung, wenn du dein Unternehmen global ausweiten möchtest. Die Studie des Deutschen Start-up Monitors von 2024 besagt, dass 79,4 % der befragten Start-ups in Deutschland schon heute auf internationalen Märkten präsent sind oder es zeitnah planen. Für eine globale Sichtbarkeit ist internationales Marketing unerlässlich. Hierbei sollte der Content mehrsprachig verfügbar sein, denn User entscheiden sich eher für die Marke, wenn der Content in ihrer Sprache aufbereitet ist. Fremdsprachiger Inhalt ist nicht nur ein zusätzlicher Kundenservice, sondern stärkt auch das positive Image international agierender Unternehmen. Da fremdsprachige Portale die Kunden-Reichweite vergrößern, empfiehlt sich der Einsatz von Muttersprachlern oder mehrsprachigen Textern, um guten Content zu produzieren. Du solltest bei der Themenwahl den politisch-religiösen Hintergrund des Landes beachten. 

Content-Marketing-Strategien entwickeln im Detail

Du fragst dich, wie du in deinem Unternehmen Content-Marketing umsetzen kannst? Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Content Marketing ist eine gute Content-Marketing-Strategie

Bevor du mit der konkreten Umsetzung startest, solltest du dir Gedanken über deine Positionierung machen: Welche Werte und welches Profil möchtest du mit deinem Unternehmen nach außen vertreten? Arbeitest du beispielsweise nachhaltig, sollte sich das auch in deiner Content-Kommunikation widerspiegeln. So entsteht ein konsistenter Auftritt, der Vertrauen schafft.

Um eine erfolgreiche Content-Marketing-Strategie zu entwickeln und durchzuführen, durchläufst du idealerweise die folgende Anleitung:

1. Entwicklung einer Content-Marketing-Strategie oder Kampagne

Hierbei ist es wichtig, die übergeordneten Ziele und einen Rahmen für die Vorgehensweise festzulegen. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie derContent erstellt und verbreitet werden soll.

Entscheidend ist: Je klarer du deine Ziele (z. B. Reichweite, Expertenstatus, Umsatzsteigerung) formulierst, desto zielgerichteter kannst du Maßnahmen ableiten.

2. Content-Konzeption

Zunächst musst du für die Erstellung von Content die Zielgruppe definieren. Auf ihr basiert die Wahl

  • der Ansprache
  • des Inhalts
  • der Art des Storytellings
  • des Themas (dieses sollte jedoch nicht nur für die Zielgruppe relevant sein, sondern auch deinem Unternehmen Nutzen bringen)
  • des Medienformates

Vermeide den Fehler, möglichst viele Menschen gleichzeitig ansprechen zu wollen. Je spitzer deine Zielgruppe definiert ist – inklusive demografischer Merkmale, Interessen und Informationsverhalten – desto relevanter und wirkungsvoller werden deine Inhalte. 

3. Content-Planung

Um die Ressourcen für deine Strategie zu berechnen, ist es von Vorteil, Produktion und Aufgabenverteilung im Content-Marketing in einem Redaktionsplan festzulegen. Dabei solltest du die Verfügbarkeit und Verantwortlichkeit der Texter sowie die Verteilung der Aufgaben genau festlegen.

Entscheidend für den Erfolg von Content-Marketing-Strategien ist außerdem die Art des produzierten Contents. Welche Inhalte möchtest du anbieten? Hierbei gibt es viele Möglichkeiten:

  • Blog-Beiträge:
    Ratgeber- oder Magazin-Bereiche mit Blogartikeln sind Bestandteil einer Blog-Content-Strategie und ideal, wenn es darum geht, regelmäßig neue Besucher auf deine Seite zu locken. In Beiträgen kannst du dein Publikum über interessante Sachverhalte informieren, sie aber auch durch humorvolle Inhalte unterhalten. Je wertvoller die Inhalte dabei sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass Nutzer sie auch auf anderen Plattformen teilen – was ihre Reichweite zusätzlich erhöht. Grundsätzlich empfiehlt sich eine Blogeintragslänge von 1.000 bis 2.000 Wörtern.
  • Produktbeschreibungen:
    Bei Produktbeschreibungen steht – im Vergleich zur Blog-Strategie – nicht die informationale, sondern die transaktionale Absicht im Vordergrund. Durch sie sollen also gezielt Produkte beworben und Kunden zum Kauf angeregt werden. Je origineller und detaillierter der Text, desto stärker wirkt er auf potenzielle Käufer. Dabei sollte er allerdings nicht zu lang sein, sondern kurz und bündig die wichtigsten Informationen zum Produkt zusammenfassen.
  • E-Books:
    E-Books können von potenziellen Kunden heruntergeladen werden. In erster Linie handelt es sich dabei um Tools zur Lead-Generierung. E-Books setzen sich in der Regel über mehrere Seiten mit einem bestimmten Themenkomplex auseinander und richten sich an Leser, die sich umfassend informieren möchten. Sie sind dabei länger und viel umfangreicher als einfache Blogbeiträge. Leser füllen vor dem Lesen ein Formular mit Kontaktdaten aus und im Austausch für die kostenlosen Inhalte erhält dein Unternehmen auf diese Weise einen neuen Lead, den dein Vertriebsteam kontaktieren kann.
  • Multimediale Inhalte:
    Bilder oder Videos generieren deutlich mehr Interaktion als andere Formate, weil sie Informationen schnell sowie anschaulich transportieren. Die Erstellung kann zwar Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen, doch der Aufwand lohnt sich. Visuelles Marketing wird besonders bei jüngeren Zielgruppen immer beliebter.
  • Podcasts:
    Eine Alternative zu visuellen Inhalten stellen Podcasts dar – sie können von Nutzern angehört werden. Sie eignen sich ideal, um auf unverbindliche Art und Weise an potenzielle Kunden heranzutreten. Durch Gesprächsrunden oder Interviews mit bekannten Persönlichkeiten schärfst du das Profil deines Unternehmens und baust gleichzeitig eine Verbindung zum Hörer auf. Auch Podcasts benötigen Zeit und verlangen einen gewissen Aufwand – diese zu investieren, kann sich aber lohnen.

Plane am besten eine wiederverwendbare Content-Struktur: Ein Blogbeitrag kann zur Basis für Social-Media-Posts, Newsletter, Videos oder sogar Podcast-Episoden werden. Das erhöht nicht nur die Reichweite, sondern spart langfristig Ressourcen.

4. Content-Produktion

Für die Produktion der Texte hast du die Wahl, eine Content-Marketing-Agentur zu engagieren, Inhouse-Produktion zu betreiben oder Freelancer zu beauftragen. Durch eine Agentur bekommst du für deine Content-Marketing-Strategie professionelle Beratung, was sich vor allem für Neulinge im Marketing lohnen kann.

Setze dabei auf Formate, die zu dir passen. Wenn du nicht gern vor der Kamera stehst oder kein Budget für Videoformate hast, konzentriere dich auf Textbeiträge, Newsletter oder Podcasts. Authentizität schlägt Trendformat.

Mit einem Blog oder Podcast als Basis für umfassende Inhalte schaffst du eine unabhängige Plattform, die nicht von Social-Media-Algorithmen abhängig ist – und kannst daraus zahlreiche Postings ableiten.

5. Content-Promotion

In diesem Teil der Content-Marketing-Strategie beginnt die Verbreitung des Inhalts. Wähle den geeigneten Kanal in Abhängigkeit von deiner Zielgruppe. Beispiele für Verbreitungsmöglichkeiten sind:

  • Social-Media-Marketing: Hierbei nutzt deine Content-Strategie gezielt Social-Media-Accounts, um Inhalte zu posten. Freunde, Bekannte und User verbreiten deinen Inhalt durch Shares, Tweets und Likes.
  • E-Mail-Marketing: Du machst deine Inhalte über Newsletter publik.

6. Content-Outreach

Zu diesem Aufgabenbereich zählt die Verbreitung von Inhalten im Netz (Seeding) durch sogenannte Multiplikatoren. Dazu gehören u. a.:

  • Blogger
  • Influencer (der Einsatz von Influencern kann im Content Marketing eine wichtige Marketing-Methode sein. Durch die Bekanntheit und Popularität der Influencer kann die Aufmerksamkeit der Leser auf deinen Content enorm gesteigert werden.)
  • Backlinks aufbauen, indem Webmaster anderer Seiten deinen Content verlinken.
  • Medienkooperationen
  • Redakteure (z. B. der Presse)

7. Monitoring

Um den Erfolg deiner Content-Marketing-Strategie zu messen, ist ein greifbares Feedback der Zielgruppe enorm wichtig. Monitoring bedeutet Überwachung und Analyse der Kundenaktivitäten in Relation zu deinem Content. Als geeignetes Tool für diese Messungen zählt z. B. Google Analytics. Durch das Monitoring erfährst du, welche Inhalte besonders erfolgreich sind.

Setze dir von Anfang an regelmäßige Erinnerungen in deinem Redaktionskalender – zum Beispiel halbjährlich –, um die gesamte Entwicklung deiner Content-Marketing-Strategie zu evaluieren. Gerade bei Marktveränderungen, neuen Zielgruppen oder externen Einflüssen wie Krisen kann eine Aktualisierung notwendig werden.

Eine dokumentierte Strategie mit klaren Werten, Zielgruppen, Themenfeldern, Formaten, Kanälen und Messgrößen gibt dir Orientierung und macht deine Content-Maßnahmen konsistent und wirksam.

Content-Marketing-Strategie für Events erstellen

Gerade bei Veranstaltungen wie Fachmessen oder Branchentreffen lohnt sich ein vorausschauendes Content-Marketing-Konzept, um aus dem Besuch maximale Sichtbarkeit zu ziehen. Schon im Vorfeld kannst du mit der Community in Kontakt treten, indem du offizielle Hashtags oder Teaser verwendest. Während der Veranstaltung helfen vorbereitete Posting-Ideen – wie Impressionen vom Aufbau, der Location oder Selfies mit anderen Teilnehmern – dabei, kontinuierlich präsent zu bleiben. Eine Idee ist es hier auch, ein Banner für das Event zu gestalten, vor dem Fotos gemacht werden können. Besonders erfolgreich: die Kombination aus Stories, Reels und klassischen Beiträgen.

Ein strukturierter Ablauf könnte folgendermaßen aussehen:

  • Vor dem Event: Anreise, Vorfreude, Agenda teilen, Hashtags vorbereiten
  • Während des Events: Impressionen, Mini-Interviews, Story-Updates, Highlights dokumentieren
  • Nach dem Event: Zusammenfassende Beiträge oder Reels, Fazit, Learnings teilen

Optional kann auf Instagram zusätzlich ein „Highlight“ angelegt werden, das alle Stories rund ums Event dauerhaft im Profil sichtbar macht – inklusive Titel und Deckblatt.

Storytelling und Content-Marketing-Strategien

Das Storytelling spielt eine immer größere Rolle im Content Marketing. Es beschreibt den Prozess, bei dem Leser innerhalb eines Erzählrahmens Informationen erhalten. Die zentrale Botschaft soll in Form einer Geschichte verbreitet werden. Beliebte Themen sind z. B. neue Sichtweisen auf Entwicklungen oder interessante Rückblicke. Gutes Storytelling ist nicht nur unterhaltsam, sondern bietet auch Mehrwert. Der Content kann dabei persönliche Zitate, berührende Bilder und emotional ansprechende Stories enthalten. Zumeist sollen authentische Botschaften transportiert werden, um das Vertrauen der Leser zu gewinnen. Das emotionale Storytelling vermittelt positive Werte, mit denen sich diese identifizieren können. Dazu ist es wichtig, die gewünschte Zielgruppe und ihre Werte genau zu kennen.

Content Marketing: Welchen Kosten kommen auf dich zu?

Wie viel strategisches Content Marketing kostet, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Kosten sind von Art und Umfang der Content Marketing-Maßnahmen abhängig. Wenn du guten Content verbreiten willst, der Mehrwert bietet und SEO-optimiert ist, solltest du – abhängig von der Strategie und deinen Zielen – etwas mehr Geld investieren und etwa eine professionelle Content-Marketing-Agentur beauftragen. Eine solche rechnet in Stunden- oder Tagessätzen, da guter Content nicht von der Menge, sondern von der Qualität abhängig ist. Du hast die Möglichkeit, dich gemeinsam mit der Agentur auf einen Pauschalbetrag zu einigen und dann eine durchschnittliche Preisspanne festzulegen. Hinzu kommen Kosten für die Planung, Konzeption, Analyse und Distribution der Content-Marketing-Strategie.

Mit KPIs Erfolge beim Content Marketing und E-Commerce messen

Bei der Erfolgsmessung einer Content-Marketing-Strategie helfen sogenannte KPIs (Key Performance Indikatoren). Denn damit gelingt es dir, ein messbares Feedback von der Zielgruppe zu erhalten. Hierbei handelt es sich um Kennzahlen, durch die der Erfolg einer Strategie in Zahlen wiedergegeben wird.

Hier einige Beispiele für solche Parameter:

  • Verweildauer: Sie misst die Zeit, wie lange User auf einer Website verbleiben – vom Aufrufen bis zum Schließen der Seite.
  • Absprungrate (Bounce Rate): Sie berechnet in Prozent, wie viele Besucher die Seite nach nur einem Aufruf verlassen haben, geteilt durch alle Besucher dieser Website.
  • Page Impressions (Seitenaufrufe): Hierbei wird die Anzahl der Sichtkontakte deiner Website mit Kunden gezählt.
  • Downloads: Dabei wird die Anzahl der Downloads gemessen, die User auf deiner Website tätigen.
  • Conversion Rate: Sie errechnet das Verhältnis von Anzahl der Besucher zu Conversions (Downloads, Produktkauf, Newsletter-Abo etc.), die auf deiner Website getätigt werden.
  • Backlinks: Hierbei wird die Anzahl der Links gezählt, die von einer anderen Website auf deine Website verweisen.
  • Social Shares: Analyse-Tools zählen dabei, wie häufig dein Content in Social-Media-Kanälen auf privaten Profilen geteilt wird

Eine gestartete Kampagne solltest du mit einem professionellen Analyse-Tool verknüpfen, welches das Monitoring übernimmt und die Ergebnisse auswertet.

Hier einige bekannte Web-Analyse-Tools im Überblick:

Google Analytics

 

Dieses Tool analysiert u. a.

  • die Herkunft der Besucher
  • ihre Verweildauer und Absprungrate auf einzelnen Seiten
  • das Verhalten der Nutzer auf der Webseite

Google Search Console

 

Dieses Analysetool verwenden SEO-Manager, um herauszufinden,

  • über welche Suchanfragen die Nutzer deine Website finden
  • welche deiner Seiten in den SERPs die meisten und welche die wenigsten Impressions und Klicks erhalten

Sistrix

 

Dieses Tool ist international bekannt und populär. SEO-Manager verwenden es u. a., um

  • die Sichtbarkeit deiner Webseite in den SERPs zu ermitteln
  • die Rankings in den SERPs zu überwachen
  • die Qualität von Backlinks zu ermitteln

Eine Content-Marketing-Strategie ist ein Marathon und kein Sprint

Eines musst du wissen: Egal, wie gut deine Content-Marketing-Strategie auch ist, es dauert vermutlich mehrere Monate, bis sich die ersten Ergebnisse zeigen. Damit gehört sie zu einer Maßnahme, die viel Aufwand erfordert, aber erst später messbare Resultate bringt. Es hängt allerdings auch ein wenig an den Ergebnissen, die du erzielen möchtest. Strebst du ein paar mehr Likes auf Social Media an, geht das vermutlich deutlich schneller, als die Verkaufszahlen zu steigern.

Ziele einer Content-Marketing-Strategie könnten sein:

  • Verbessertes SEO-Ranking
  • Mehr Follower auf Social-Media
  • Reichweitensteigerung auf LinkedIn
  • Höhere Verkaufszahlen
  • Etc.

Wie verändert künstliche Intelligenz (KI) zukünftig die Content-Marketing-Strategien?

Seitdem OpenAI im Jahr 2022 ChatGPT auf den Markt brachte, stecken zahlreiche Branchen im Wandel! Schon heute beeinflusst die KI auch das Content-Marketing und dessen Strategien. Aber wie kann sie helfen bzw. hilft sie bereits? Du kannst mit künstlicher Intelligenz Content (Texte, Videos, Bilder) per Knopfdruck erstellen.

Das Problem? Bereits jetzt tappen viele Unternehmer in die KI-Falle! Es ist bequemer und günstiger, wenn die KI Texte für dich schreibt. Klingt zuerst sehr einfach. Leider generiert KI generischen Wortbrei, der sich im untersten Mittelmaß bewegt. Wirkliche Ergebnisse (Verkäufe, Vertrauensaufbau etc.) erzielst du mit reinem KI-Einsatz im Content-Marketing allerdings nicht. Du kannst mit der KI aber die Content-Planung vorantreiben, indem du für dich eine Struktur für gute Beiträge oder Verbesserungsvorschläge erstellst. Die Texte solltest du hingegen immer selbst schreiben.

Lass uns einmal anschauen, wie der Einsatz von KI innerhalb einer Content-Marketing-Strategie aussehen kann. Jede Content-Marketing-Strategie benötigt einen Redaktionsplan. Überlege dir also im Vorfeld, wie dieser aussehen kann. So kannst du zum Beispiel:

  • jeden Montag einen Fachartikel auf deinem Blog veröffentlichen
  • montags, mittwochs und freitags einen LinkedIn-Beitrag veröffentlichen
  • jeden Mittwoch ein Tutorial-Video auf LinkedIn teilen

KI kann dir nicht nur helfen, einen solchen Redaktionsplan zu erstellen, sondern liefert dir auch Ideenvorschläge. Du arbeitest den Redaktionsplan und die Content-Ideen dann final aus. Es ist also keine reine KI-Content-Strategie, sondern eine Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Deine Content-Strategie kannst du dann noch mit einer speziellen Software automatisieren. Du arbeitest etwa Social-Media-Content für zwei Wochen aus und lädst ihn in einer speziellen Software hoch. Diese Software teilt die Inhalte automatisch und zu dem von dir vorgegebenen Zeitpunkt. So kannst du mit einem Tag Arbeit den Social-Media-Kanal für 2 Wochen bespielen.

Aber vergiss nicht: Ein interessanter Redaktionsplan ist noch längst keine gute Content-Marketing-Strategie.