Was sind Impressions? – Bedeutung im Online Marketing für Unternehmen

Wenn Sie eine Website oder einen Onlineshop betreiben, ist es für Sie wichtig, dass Sie in den Suchmaschinen auffindbar sind. Ihre Auffindbarkeit können Sie anhand verschiedener Kennzahlen beurteilen. Die sogenannten (Page) Impressions sind eine davon. Erfahren Sie in diesem Artikel, was hinter diesem Begriff steckt und welche Bedeutung die Kennzahl für Ihre Online Marketing-Aktivitäten hat.

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Mann schaut auf einen Laptop
© Karolina Grabowska - pexels.com

Definition: Was sind Impressionen?

Passende Entsprechungen des englischen Wortes „Impressions“ sind auf Deutsch: „Wahrnehmung“ bzw. „Eindrücke“. Im Online Marketing bezeichnet man mit diesem Begriff den Moment, in dem die Nutzer auf ihrem Bildschirm einen Sichtkontakt zu bestimmten Elementen haben. Bei diesen Elementen kann es sich sowohl um eine Werbeanzeige, wie eine Google Ad oder eine Anzeige in den Sozialen Medien, als auch um die Vorschau und Verlinkung auf Ihre Webseite handeln.

Kurz: Eine „Impression“ entsteht also immer dann, wenn Ihre Webseite oder Ihre Werbeanzeige im Suchergebnis von Google bzw. im Feed der Sozialen Netzwerke auftaucht (angezeigt wird) und ein Nutzer sie so sehen kann.

Wofür sind Impressions wichtig?

Da Sie Impressions in verschiedenen Kanälen erzielen können, ist deren Bedeutung für jeden Kanal individuell zu beurteilen:

  • Soziale Medien: Social Media Impressions verdeutlichen, ob Ihre Werbeanzeige in Facebook, LinkedIn oder Instagram die definierte Zielgruppe in ausreichender Menge erreicht.
  • Onlineshops: Bei den Onlineshop Impressionen handelt es sich um einen wichtigen Indikator, ob die Nutzer Ihren Shop für relevante Suchanfragen (Keywords) bei Google finden.
  • Google Ads: Bei Anzeigen im Google Netzwerk drücken die Impressions aus, ob Ihre Werbung tatsächlich die gewünschte Zielgruppe erreicht und wie oft sie in den Suchergebnissen angezeigt wurde.

Sind Impressions ein Gradmesser für den Online Werbe-Erfolg?

Diese Frage lässt sich direkt mit „ja“ beantworten, wenn Sie Werbeanzeigen bei Google, LinkedIn oder Facebook schalten. Denn die Impressions zeigen Ihnen, wie breit die Streuung einer Werbeanzeige ausgefallen ist. Es handelt sich also um einen wichtigen Wert innerhalb Ihrer Erfolgsanalyse, wenn Sie online Anzeigen schalten.

Jedoch sollten Sie die Impressionen als KPI im Zusammenhang mit anderen Kennzahlen wie den Klicks bzw. der CTR (Click-Through-Rate) betrachten. Denn nur so können Sie ermitteln, ob der Preis für eine Anzeige gerechtfertigt ist oder ob Sie zu viel bezahlen und Ihre Werbeaktivitäten optimieren sollten. Denn in der Regel haben Sie bei Online-Werbung unterschiedliche Abrechnungsmodelle zur Auswahl.

Darstellung von Tabellen auf Desktop besser lesbar

CPI = Cost per Impressions
CPI = Cost per ImpressionsCPC = Cost per ClickCPM = Cost per Mile
Ihre Werbekosten werden nach Ad Impressions abgerechnet. Das heißt: Jedes Mal, wenn Ihre Anzeige erscheint und die Nutzer die Möglichkeit haben, sie wahrzunehmen, wird ein Betrag zur Zahlung fällig. Sie zahlen für eine Werbeanzeige nur dann, wenn diese auch angeklickt wurde und der Nutzer damit auf Ihrer Webseite gelandet ist. Auch Thousand Ad Impression, TAI genannt. CPM heißt auf Deutsch Tausender-Kontakt-Preis (TPK). Sie erhalten erst dann eine Rechnung, wenn 1.000 Ad Impressions erreicht sind. Also: Ihre Anzeige 1.000-mal angezeigt wurde.

So ist es beispielsweise ja nur ein Teilerfolg, wenn Ihre Anzeige in den Google Suchergebnissen erscheint und wahrgenommen wird. Für den Gesamterfolg ist es jedoch wichtig, dass die Nutzer auch auf die Ad klicken und damit Ihre Webseite besuchen. Sie müssen daher immer zwischen Klicks und Impressionen unterscheiden.

Die Klicks auf eine Anzeige oder ein Suchergebnis nennt man auch CTR (Click-Through-Rate). Diese können Sie zu den Impressions ins Verhältnis setzen und sehen dann, wie oft die angezeigte Anzeige geklickt wurde. Wurde sie oft angezeigt, aber nur selten geklickt, sollten Sie Ihre Anzeige anpassen.

Info

Was ist der Unterschied zwischen Reichweite und Impressionen?

Begriffe wie Impressionen, Klicks und Reichweite werden oftmals in einen Topf geworfen. Doch während bei den Impressionen die Gesamtanzahl an Sichtkontakten gezählt wird, werden bei der Reichweite nur die Views der Einzelpersonen gezählt.

Beispiel: Wenn zwei Personen eine Anzeige acht Mal sehen, dann entspricht das einer Reichweite von zwei Personen und einer Anzahl von acht Impressionen, unabhängig davon, ob die acht Impressionen bei einer Person waren, bei zwei oder mehr.

Wie können Sie Impressionen in der Suchmaschinenoptimierung nutzen?

Wenn Sie Ihre Website oder Ihren Online-Shop regelmäßig optimieren, um gute Platzierungen in den Suchmaschinen zu erzielen, dann sind die Impressionen für Sie eine wichtige Kennzahl. Denn damit können Sie beurteilen, ob Ihre Suchmaschinenoptimierung (SEO) funktioniert.

Die sogenannten SEO Impressions beziehungsweise SERP Impressions oder auch Page Impressions drücken aus, wie oft Ihre Webseite oder Ihr Online-Shop für einen bestimmten Suchbegriff in den Suchergebnissen bei Google angezeigt wird. Damit sind sie ebenfalls ein Gradmesser für den Erfolg Ihrer SEO und Sie können die Impressions als KPI (Key Performance Indicator) für Ihre Online Marketing Aktivtäten definieren.

Tipp

Rufen Sie Ihre Zahlen in der Google Search Console ab!

In der Google Search Console (Analyse-Tool, das Google jedem Website-Betreiber kostenlos zur Verfügung stellt) können Sie die Impressionen für jedes Keyword nachsehen. Je größer die Anzahl der Impressionen ist, desto häufiger erscheint eine URL in den Suchergebnissen für ein Keyword. Sie können sich die Impressionen in der Google Search Console für verschiedene Zeiträume anzeigen lassen.

Beispiel: Wenn die Impressionen einer Ihrer URLs im Monat Dezember bei 1.000 lagen, dann ist diese 1.000-mal in der Suche erschienen.

Viele Impressions, aber keine Klicks: Woran liegt´s?

Ihre Google Ad oder Ihre Webseite bekommen zwar viele Impressions, werden also oft in Suchergebnissen ausgespielt, die Klicks bleiben aber aus? Hierfür kann es unterschiedliche Gründe geben:

  • Bei Ads kann es sein, dass Ihre Anzeige die Nutzer nicht anspricht. Dann sollten Sie diese verändern.
  • Wenn bei Webseiten die Impressionen steigen, könnte es sein, dass Ihre Webseite in den Suchergebnissen von der zweiten Ergebnisseite auf den unteren Bereich der ersten vorgerückt, also im Ranking (Positionierung) gestiegen ist. Sie ist dann zwar häufiger zu sehen (Impressionen), im unteren Bereich der Top-10 (erste Ergebnisseite) sind die Klicks aber erheblich geringer als im oberen Bereich. Denn die meisten Nutzer schauen sich maximal die ersten 3 Suchergebnisse an. Das heißt: Ziel sollte es sein, dass Sie mit Ihrer Webseite dort platziert ist. Wie Ihnen das gelingt, lesen Sie in unserem Beitrag zum Thema SEO.