So verkaufst du erfolgreich digitale Produkte

Die technischen Entwicklungen der letzten Jahre bringen immer mehr Möglichkeiten für Unternehmer. Vor allem digitale Produkte sind dabei sehr beliebt. Hierbei handelt es sich um alles, was sich im Gegensatz zu einem physischen Produkt nicht anfassen lässt. Wir erklären, was du alles beachten solltest, wenn du digitale Produkte verkaufen möchtest.

Zuletzt aktualisiert am 04.11.2025
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Welche Art von digitalen Produkten kann man online verkaufen?

Es gibt zahlreiche Ideen für Produkte, die sich über eine Verkaufsplattform im Internet veräußern lassen. Um digitale Produkte zu verkaufen, ist die Strategie sehr wichtig. Zum Start musst du dich vor allem entscheiden, ob du deine eigenen digitalen Produkte verkaufen oder lieber fertige Produkte anderer Anbieter vermarkten möchtest. Doch was ist überhaupt ein digitales Produkt?

Zu den populärsten digitalen Produkten zählen dabei unter anderem: 

  • E-Books: Dabei handelt es sich beispielsweise um Sachbücher, Tutorials, Rezeptbücher oder Romane.
  • Musik- und Audiofiles: Nicht nur ganze Songs oder Hörbücher bringen Geld.  Formate wie Podcasts benötigen beispielsweise auch Sounds und Jingles.
  • Fotos: Statt Fotos auf Stock-Plattformen zu vertreiben, kannst du diese auch selbst vermarkten.
  • Checklisten: Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten, wie beispielsweise eine Einkaufsliste für eine Antarktis-Reise mit entsprechenden Produktvorschlägen.
  • Muster und Design-Vorlagen: Dazu zählen zum Beispiel Strick- und Häkelvorlagen, aber auch Designs für T-Shirts oder Cover für Bücher.
  • Webinare und Online-Seminare: Ein Online-Seminar zu einem bestimmten Thema erstellst du einmal und kannst es immer wieder neu verkaufen. 

Doch es gibt auch noch wesentlich kreativere Ideen, um digitale Produkte zu verkaufen. Aktuell sind beispielsweise digitale Comicserien sehr beliebt.

Was sind die Vorteile vom Verkauf digitaler Produkte?

Im Vergleich zu physischen Waren bieten die digitalen Produktverkäufe eine Menge Vorteile: 

  • Die Herstellungs- und Vertriebskosten sind gering.
  • Mit etwas Geschick kannst du eine hohe Gewinnspanne erzielen.
  • Der Vorrat ist unbegrenzt.
  • Mit den richtigen Verkaufsmodellen kannst du den Prozess gut automatisieren. So erzielst du ein regelmäßiges passives Einkommen.
  • Gibt es Probleme mit dem Produkt, kannst du es schnell und kostengünstig verändern und musst die alte Ware nicht entsorgen.
  • Der Erfolg des Geschäfts ist gut messbar.
  • Keine Vorgaben eines Zwischenhändlers

Wie kannst du deine eigenen digitalen Produkte online verkaufen?

Wenn du ein eigenes digitales Produkt entwickelt hast, dann fragst du dich wahrscheinlich: Wie soll ich mit dem Verkauf starten? 

Um digitale Produkte zu verkaufen, ist Marketing eine der Grundvoraussetzungen. Das heißt, du musst dir zu deinem Produkt ein paar grundlegende Dinge überlegen: 

  • Für wen ist das Produkt gedacht? Für Selbstständige, für mittlere und große Unternehmen oder für Privatpersonen? 

  • Welche Zahlungsoptionen nutzt meine Zielgruppe? 

  • Handelt es sich dabei um einen Einzelverkauf oder ein Abo

  • Wie kann ich mein Kernprodukt einfach erklären? Was unterscheidet es von den Produkten der Mitbewerber? 

  • Welchen Produktnamen soll ich wählen? (Achtung: Vorher checken, ob der Begriff geschützt ist!) 

  • Was ist bei der Auftragsabwicklung wichtig? 

  • Wie erhalte ich Zugriff auf meine Käufer für weitere Vermarktungsmöglichkeiten

Nachdem diese Punkte geklärt sind, kannst du dir im nächsten Schritt überlegen, welche Plattform dafür geeignet ist.

Tipp

Sprich mit potenziellen Kunden

Die besten Produktideen entstehen nicht im stillen Kämmerlein. Wenn du wissen möchtest, was deine Zielgruppe von dir erwartet, dann frag nach. Denn so findest du die Bedürfnisse am einfachsten und schnellsten heraus. Dafür kannst du Suchmaschinen nutzen und in Foren sowie Online-Diskussionen gezielt die “Pain Points” deiner Zielgruppe verfolgen. Auch eine kurze Umfrage, ein thematisch passender Blogartikel oder ein kostenloser Download, wie ein Lead Magnet, kann zeigen, wie groß das Interesse tatsächlich ist. Wenn du deine Zielgruppe genau kennst, fällt es leichter, gezielt auf deren Wünsche einzugehen. 

So entwickelst du dein digitales Produkt - und vermarktest es erfolgreich

Wenn du ein digitales Produkt erstellst und auch langfristig mit dessen Verkauf Geld verdienen möchtest, dann reicht es nicht aus, einfach eine gute Idee umzusetzen. Entscheidend ist, dass du dein Angebot strategisch planst - von der Idee bis zur digitalen Vermarktung. 

1. Vor der Umsetzung: Sorgfältige Recherche

Bevor du deine Idee in die Tat umsetzt und dein digitales Produkt verkaufst, solltest du prüfen, ob sie wirklich Potenzial hat. Dein Produkt soll dabei am besten ein bestimmtes Problem lösen oder einen bestimmten Bedarf befriedigen. Viele digitale Produkte entstehen aus Begeisterung, ohne dass klar ist, ob dafür überhaupt ein Markt existiert.

Es ist daher wichtig, dass du gezielt recherchierst, wie andere das betreffende Problem lösen und ob es überhaupt einer weiteren Lösung bedarf.

Innovation zahlt sich dabei immer aus: Ein durchdachtes Detail, ein nachhaltiges Konzept oder ein außergewöhnliches Design können den Unterschied machen.

2. Während der Umsetzung: Marketing planen

Bei der Entwicklung lohnt es sich, frühzeitig zu überlegen, was digitale Vermarktung ist und wie sie konkret für dein Produkt aussehen kann. Ein häufiger Fehler besteht hier darin, das Produkt fertigzustellen und sich erst danach Gedanken über das Marketing zu machen. Jede Entscheidung im Entwicklungsprozess sollte bereits auf die spätere Kommunikation einzahlen. Mache dir also bereits Notizen, während du dein digitales Produkt entwickelst: Welche Eigenschaften lösen bei deiner Zielgruppe Begeisterung aus? Was unterscheidet dein Produkt vom Wettbewerb?

So kannst du direkt die Inhalte deines digitalen Produkts hervorheben, die bereits in der Entstehung besonders nützlich waren und es so auch erfolgreich verkaufen.

3. Erstellung einer Landingpage

Deine Produktseite sollte mehr sein als eine einfache Bestellmöglichkeit. Sie ist die zentrale Anlaufstelle für alle potenziellen Käufer. Hier erklärst du, worum es bei deinem Angebot geht, welche Vorteile es bietet und warum genau dein digitales Produkt die richtige Lösung ist. Setze dabei auch auf eine ansprechende und professionelle Darstellung deiner Produkte. Auch für digitale Produkte kannst du Mock-ups, beispielhafte Produktbilder und Darstellungen aufbereiten.

Achte auf eine klare, übersichtliche Struktur, nutze aussagekräftige Texte und zeige Beispiele oder Kundenfeedback – all das stärkt das Vertrauen in dein Produkt.

4. Erfolgsfaktor Content: Überzeugende Texte schreiben

Kaufentscheidungen werden selten allein aus rationalen Gründen getroffen. Auch, wenn dein digitales Produkt technisch überzeugt, braucht es für den Verkauf eine emotionale Ansprache. Versetze dich dabei in deine Zielgruppe: Was hat jemand davon, wenn er dein Angebot nutzt? Eine Zeitersparnis, mehr Sicherheit oder eine ganz neue Perspektive?

Viele digitale Angebote scheitern daran, dass sich der Nutzen nicht auf den ersten Blick erschließt. Vermeide es daher, ausschließlich Funktionen aufzulisten – zeige stattdessen, wie dein Produkt konkret hilft, Probleme zu lösen oder Ziele zu erreichen. Ob Weiterbildung oder Alltagserleichterung: deine Texte sollten genau diesen Nutzen klar und verständlich vermitteln.

Aussagekräftige, authentische Texte helfen dabei, Vertrauen aufzubauen und das Interesse zu wecken. Komfort ist dabei das Stichwort, Kunden wollen sich mit ihrer Kaufentscheidung rundum wohlfühlen. Die Kaufbereitschaft steigt dabei merklich an, wenn der Mehrwert eines Produkts klar erkennbar ist. Dies gilt selbst für Produkte, die auf den ersten Blick erklärungsbedürftig erscheinen.

5. Sichtbarkeit steigern: Vermarktung auf mehreren Kanälen

Wenn du deine digitalen Produkte erfolgreich vermarkten möchtest, solltest du auf mehrere Kanäle setzen und dort sichtbar sein, wo sie deine Zielgruppe aufhält.

Ein eigener Blog, eine Social-Media-Strategie für Reels und Stories, Businessprofile oder ein Newsletter können dabei helfen. Wichtig ist, dass du deine Sichtbarkeit kontinuierlich ausbaust und nicht auf schnelle bzw. kurzfristige Erfolge setzt. Rabattaktionen und Gewinnspiele können ebenfalls sinnvoll sein, entscheidend ist jedoch deine langfristige Strategie.

Deine Sichtbarkeit zahlt auch auf deine Marke bzw. dein Branding ein: Menschen kaufen nicht nur ein Produkt – sie entscheiden sich für Vertrauen, Werte und Identität. Achte deshalb auf ein konsistentes Erscheinungsbild und eine klare, wiedererkennbare Sprache. Nur wer gesehen wird und positiv auffällt, bleibt langfristig im Kopf.

6. Zielgruppe eingrenzen: Nische statt breiter Masse

Eine klare Spezialisierung ist für die digitale Produktumwandlung entscheidend, denn wenn du direkt versuchst, möglichst viele Menschen zu erreichen, erreichst du am Ende niemanden so richtig. Konzentriere dich deshalb genau auf die Nische, die dein digitales Produkt bedient. Je genauer du weißt, wer dein Produkt braucht, desto gezielter kannst du deine Botschaft formulieren. Das macht deine Vermarktung einfacher und effektiver.

7. Nach dem Launch: Rückschläge richtig einordnen

Nicht jedes Produkt wird zum Erfolg, deshalb ist es umso wichtiger, auch aus Rückschlägen zu lernen. Frage dich, ob du deine Zielgruppe passend gewählt hast und ob der Nutzen deines Produkts überzeugt hat.

Selbst, wenn es einmal nicht funktioniert, kann schon die nächste Idee ein Treffer sein – vor allem, wenn du die gewonnenen Erkenntnisse mitnimmst und deine Strategie weiterentwickelst.

Tipp

Beim Verkauf digitaler Produkte auch auf Preis und Kundensupport achten

Ein fairer Preis und ein verlässlicher Kundenservice sind ebenfalls zentrale Erfolgsfaktoren beim Verkauf digitaler Produkte. Kundinnen und Kunden kaufen nur, wenn sie den Preis im Verhältnis zur gebotenen Qualität als gerechtfertigt empfinden und das Gefühl haben, gut betreut zu werden. Wer sich im Nachhinein ärgert oder im Support allein gelassen wird, kauft nicht noch einmal – und wird das Produkt auch nicht weiterempfehlen. Sorge daher von Anfang an für ein stimmiges Gesamtpaket, das Vertrauen schafft, Rückgaben minimiert und langfristig überzeugt.

Plattformen, um digitale Produkte zu verkaufen

Oft stellt sich die Frage: Brauche ich ein Shopsystem, wenn ich digitale Produkte verkaufe? Grundsätzlich ist es auch über einen Blog möglich, digitale Produkte zu verkaufen. 

Doch einfacher und komfortabler ist der Verkauf über ein gutes Shopsystem für digitale Produkte. Dafür sind im Normalfall keinerlei Programmierkenntnisse erforderlich. Eine wichtige Rolle bei der Auswahl für deinen Onlineshop spielen vor allem die Transaktionsgebühren, die Zahlungsanbieter sowie die Möglichkeit für Werbeaktionen (zum Beispiel mit Rabattcodes). 

Wir haben uns hier die populärsten Anbieter angesehen, mit denen du deine digitalen Produkte weitestgehend automatisiert verkaufen kannst.

Digitale Produkte verkaufen über Digistore

Der Name ist hier Programm. Digistore ist auf den Verkauf digitaler Produkte spezialisiert. Eine Grundgebühr gibt es hier nicht. Bei jedem Verkauf wird die Gebühr von 1 Euro und zusätzlich 7,9 Prozent vom Bruttopreis fällig. Wenn du also zum Beispiel ein Produkt für 99 Euro verkaufst, zahlst du dafür 8,82 Euro. 

Der größte Vorteil von Digistore ist, dass hier auch der Verkauf von Abos möglich ist. Statt den Einmalzahlungen erhältst du dann regelmäßige Einnahmen. 

Zusätzlich haben hier andere die Möglichkeit, dein digitales Produkt über Affiliate Marketing zu vertreiben. 

Vorteile

 
  • Auf digitale Produkte spezialisiert.
  • Verkauf von Abos möglich.
  • Voll integriertes Partnerprogramm für Vermarkter.

Nachteile

 

Digitale Produkte verkaufen über Shopify

Bei Shopify werden digitale Produkte mit Ausnahme von Software verkauft. Shopify wirbt vor allem mit der Einfachheit des Produkts. Dazu ist es möglich, den Shop für digitale Produkte 14 Tage kostenlos zu testen. Doch die Einfachheit hat ihren Preis. Wenn du Shopify dauerhaft nutzen möchtest, zahlst du neben der Grundgebühr von rund 29 Dollar pro Monat auch noch Transaktionsgebühren.

Vorteile

 
  • Kostenloser Test möglich.
  • Einfache Einrichtung.
  • Zahlreiche Erweiterungen unabhängiger Anbieter erhältlich.

Nachteile

 
  • Transaktionskosten.
  • Hohe Grundgebühren. 

Digitale Produkte verkaufen mit versacommerce

Mit der cloudbasierten Shop-Software versacommerce kannst du als gewerblicher Händler deinen Online-Shop individuell gestalten und dort deine digitalen Produkte verkaufen. Dabei stehen dir, dank vollständiger Kompatibilität mit Shopify-Themes, direkt zahlreiche Designvorlagen zur Verfügung.

Alle wichtigen Funktionen wie Hosting, Sicherheitsupdates und offene Schnittstellen sind ebenfalls enthalten.

Über eine integrierte, benutzerfreundliche Amazon-Schnittstelle lassen sich weitere Verkaufskanäle unkompliziert anbinden.

In Verbindung mit unserer Cloud-Lösung Lexware Office profitierst du zusätzlich zu deinem Online-Shop auch von einer automatisierten Buchhaltung.

Vorteile

 
  • Keine Grundgebühren.
  • Zahlreiche Schnittstellen zu weiteren Tools, auch Lexware Office.
  • Einfache Nutzung mehrerer Verkaufskanäle.

Nachteile

 
  • Monatliche Gebühren.

Digitale Produkte verkaufen über Wix

Bei Wix ist es möglich Bilder, Audiofiles und Dokumente wie Word-Dateien oder Powerpoint-Präsentationen zu verkaufen. Den Bildern kannst du dabei auch ein digitales Wasserzeichen hinzufügen. Die Kosten für den Tarif Business Basic betragen 20 Euro pro Monat. 

Vorteile

 
  • Keine Transaktionsgebühren.
  • Verkauf auch über Social Media möglich.
  • Einfache Installation.

Nachteile

 
  • Monatliche Gebühren.
  • Einstellung der Produkte etwas kompliziert. 

Digitale Produkte verkaufen über Etsy

Etsy ist vor allem bekannt als Marktplatz für Handgemachtes. Sogar selbstgestrickte Pullover für Teddybären gibt es dort zu kaufen. Doch grundsätzlich ist es technisch auch möglich, digitale Produkte zu verkaufen. Das funktioniert allerdings nur, wenn du diese auf den Zielmarkt anpasst. Vor allem Schnittmuster und Bastelvorlagen sind hier gefragt. 

Neben Transaktionskosten in der Höhe von 5 Prozent werden für dich hier auch noch Einstellkosten für jeden Artikel fällig.

Vorteile

 
  • Keine Grundgebühren.
  • Spezielle Zielgruppe (wenn die Produkte dafür vorhanden sind).
  • Große Reichweite durch Anbindung an Google Shopping.

Nachteile

 
  • Transaktionsgebühren.
  •  Einstellgebühren. 
  • Zielmarkt eingeschränkt. 

Digitale Produkte verkaufen über Jimdo

Jimdo bietet keinen echten Onlineshop für digitale Produkte. Wer diese online verkaufen möchte, kann das hier nur über die Kombination mehrerer Funktionen erreichen. Deshalb raten wir dir von der Nutzung ab. 

Muss ich ein Gewerbe anmelden, wenn ich digitale Produkte verkaufe?

Beim Verkauf von digitalen Produkten unterscheidet der Gesetzgeber zwischen Freiberuflern und Gewerbetreibenden. Als Freiberufler kannst du digitale Produkte verkaufen, wenn du Einnahmen mit Tätigkeiten erzielst, die den Status „freier Beruf“ haben. Die Liste dazu findet sich im Einkommenssteuergesetz im „Katalog der Freiberufler“

Sobald du Einnahmen aus deinen Verkäufen erzielst, musst du beim Gewerbeamt in deiner Stadt dein Gewerbe anmelden. Dabei füllst du auch einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung aus. Aufgrund der Tätigkeit, die du dort angibst, entscheidet das Finanzamt, in welche Kategorie du fällst

Digitale Produkte zu verkaufen ist ein Gewerbe, wenn du beispielsweise E-Books verkaufst. Doch die Grenzen sind nicht immer eindeutig. „Texte schreiben“ gilt zum Beispiel als freiberufliche Tätigkeit.

Alles Wissenswerte über Steuern

Wenn du digitale Produkte verkaufst, wird Umsatzsteuer fällig. Solange das innerhalb von Deutschland passiert, ist alles sehr einfach. Für den Verkauf werden grundsätzlich 19 Prozent Umsatzsteuer fällig. Eine Ausnahme davon sind jedoch E-Books: Hier gilt seit Dezember 2019 ein reduzierter Satz von nur 7 Prozent .

Digitale Produkte im Ausland verkaufen

Digitale Produkte verkaufen sich jedoch nicht nur in Deutschland, sondern auch international. In diesem Fall ist für die Umsatzsteuer auf digitale Produkte das Drittland zu beachten.

Achtung

Achtung bei der Umsatzsteuer!

Seit 2015 müssen digitale Produkte, die an eine Privatperson mit Wohnsitz im EU-Ausland verkauft werden, in dem Land besteuert werden, in dem der Kunde seinen Wohnsitz hat. Der Satz richtet sich dabei nach dem Bestimmungsland. Die Umsatzsteuer muss an das jeweilige Finanzamt gemeldet und auch dort abgeführt werden. Damit das nicht zu kompliziert wird, wurde das sogenannte One-Stop-Shop-Verfahren (OSS-Verfahren) eingeführt. Dadurch musst du die Daten lediglich quartalsweise an eine inländische Stelle melden. Diese leitet sie dann an die Finanzbehörden der anderen EU-Staaten weiter. Die Anmeldung erfolgt über die Seite des Bundeszentralamts für Steuern

Zusammenfassung

Digitale Produkte verkaufen: Alles Wichtige auf einen Blick

  • Unter dem Begriff „digitale Produkte“ wird alles zusammengefasst, was sich beim Verkauf nicht anfassen lässt

  • Zu den größten Vorteilen zählen die geringen Startkosten und die einfachen Anpassungsmöglichkeiten

  • Um sein eigenes digitales Produkt zu verkaufen, ist eine entsprechende Verkaufsstrategie und Marketing erforderlich. 

  • Der Verkauf der Produkte erfolgt über darauf spezialisierte Plattformen wie Digistore, Shopify oder Wix. 

  • Wer Einnahmen erzielt, muss ein Gewerbe anmelden

  • Ob es sich dabei um eine freiberufliche Tätigkeit oder ein Gewerbe handelt, entscheidet das Finanzamt

  • Beim Verkauf von digitalen Produkten in Deutschland wird Umsatzsteuer in der Höhe von 19 Prozent des Verkaufspreises fällig (bei E-Books 7 Prozent). 

  • Beim Verkauf ins EU-Ausland richtet sich der Steuersatz nach dem Zielland. Zur Vereinfachung kannst du dich für das OSS-Verfahren anmelden.