CRM: So verwaltest du Kundendaten mit System

Viele Kleinunternehmer stehen vor der Herausforderung, ihre Kundenbeziehungen übersichtlich und systematisch über Kontenkontaktmanagement zu pflegen. Für die Verwaltung von Kundendaten nutzen sie häufig Outlook – das ist zwar pragmatisch, aber eben nicht optimal. Die Alternative bieten CRM-Systeme, die auch als webbasierte Lösungen und für alle Unternehmensgrößen existieren. Erfahre hier, was CRM eigentlich heißt, wie du mit einem entsprechenden System Informationen sammelst und wie du dank effektivem Kontaktmanagement sowohl deinen Umsatz steigerst als auch die Kundenbetreuung verbesserst.

Zuletzt aktualisiert am 30.10.2025
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Definition: Was ist CRM?

CRM ist die Abkürzung für Customer Relationship Management und bedeutet übersetzt Kundenbeziehungsmanagement. Ziel von CRM ist, Beziehungen zu Kunden systematisch zu gestalten und mit diesen in besserem und vereinfachtem Austausch zu sein. Für die operative Umsetzung der CRM-Strategie wird meist auf Software-Unterstützung und Datenbanken zurückgegriffen. Ein CRM-System hilft dir dabei, mit deinen Kunden in Kontakt zu bleiben, die Kundenzufriedenheit zu verbessern und den Umsatz zu steigern. Durch cleveres Kundenmanagement kannst du insbesondere Cross- und Upselling-Potenziale ausschöpfen und wichtige Erkenntnisse sammeln. 

Warum ist CRM wichtig?

Wenn du Kundenkontakt pflegst und auch konkret auf deren Wünsche und Bedürfnisse eingehst, kannst du die Kundenzufriedenheit steigern – und damit auch die Kundenbindung erhöhen.  CRM gilt hier als ein Instrument, das den Austausch zwischen Unternehmen und Kunden ermöglicht. Dies bezieht sich auch auf mögliche Kritik, Verbesserungsvorschläge und Lob. 

Das CRM unterstützt dich folglich dabei, Kundenbeziehungen zu verbessern. Zudem kannst du mit gezielten Angeboten den Customer Lifetime Value (CLV) steigern. Diese Kennzahl besteht aus dem Geldwert, den ein Kunde im Laufe seines Lebens dem Unternehmen bringt

Info

Auswirkungen auf die Customer Lifetime Value

Die Kundenzufriedenheit hat wesentlichen Einfluss auf den CLV. Nur wenn Kunden mit den Angeboten und Services eines Unternehmens glücklich sind, werden Sie für gewöhnlich langfristige Stammkunden.

Ein systematisches Beziehungsmanagement ermöglicht es dir also, langfristig Umsätze mit deinen Bestandskunden zu generieren. 

Das Customer Relationship Management bezieht sich jedoch nicht nur auf bestehende Kunden: Auch bei Interessenten (Leads) ist es wichtig, sie als Kontakte abzuspeichern, mit ihnen zu kommunizieren und im Austausch zu bleiben, um sie zu gewinnen.

Beispiele für CRM-Lösungen sind Salesforce, Hubspot und Pipedrive. 

Die unterschiedlichen Perspektiven von CRM

Je nach Blickwinkel und Einsatzschwerpunkt kann ein CRM unterschiedliche Perspektiven abbilden:  

  • Strategisches CRM: In erster Linie wird CRM hier als eine Unternehmensstrategie beziehungsweise -philosophie betrachtet, die den Kunden in den Mittelpunkt sämtlicher Aktivitäten stellt. Im weiteren Sinne hilft ein strategisches CRM auch dabei, Kunden, Märkte und Wettbewerber besser kennenzulernen, eine Kunden- und Marktstrategie zu entwerfen und die entsprechenden kundenbezogenen Maßnahmen festzulegen.
  • Systematisches CRM: Eine weitere Perspektive von CRM besteht daraus, die Kundenbeziehungen mithilfe von Software und Datenbanken systematisch zu gestalten. Zum Kern eines Customer-Relationship-Management-Systems gehören in der Regel Funktionen für die Stammdaten-Pflege und Kontakthistorie. Ebenso bieten die meisten Lösungen zahlreiche Möglichkeiten für die Kundenbearbeitung, Kundenselektion, Terminverwaltung oder das Vertriebsmanagement. 

Bei den CRM-Systemen hingegen unterscheidet man zwischen analytischem CRM und operativem CRM. Die operativen Systeme sammeln die Kundendaten und unterstützen die Vertriebsmitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit. Mithilfe eines analytischen CRMs lassen sich die gesammelten Daten auswerten und systematisch bearbeiten.  

Wie funktioniert eine CRM-Software?

Mit einer CRM-Lösung kannst du sämtliche Informationen zu einem Kunden erfassen. Dazu gehört der E-Mail-Verkehr ebenso wie eine Telefonkontakthistorie. 

Darüber hinaus kannst du die Antworten zu folgenden Fragen hinterlegen:

  • Welcher Mitarbeiter hat den Kunden kontaktiert?
  • Über welche Themen wurde gesprochen?
  • Welche Aktivitäten sind geplant?
  • Welche Follow-ups stehen an?
  • Welche persönlichen Präferenzen hat der Kunde? (z.B. bevorzugte Kanäle für Kommunikation)

Mithilfe einer CRM-Software verwaltest du all diese Informationen bzw. Erkenntnisse und noch viele weitere Kundendaten übersichtlich. Selbst bei komplexen Prozessen kannst du dadurch Zusammenhänge erkennen und noch effizienter mit deinen Kunden kommunizieren.

Außerdem besitzen einige CRM-Systeme neben Funktionen zum Kontaktmanagement oder zur Analyse auch Einstellungen zur Automatisierung. So kannst du zum Beispiel einstellen, dass dein Kunde einen Tag vor einem Termin mit dir eine Erinnerungs-E-Mail erhält. 

Vorteile eines CRM-Systems: Warum sollte man ein Programm einsetzen?

Ein CRM-System hat für das Kundenmanagement mehrere Vorteile:

Setzt du ein Programm für die Verwaltung deiner Kunden und Interessenten für das CRM ein, stehen allen Personen in den unterschiedlichen Abteilungen stets die gleichen Informationen zur Verfügung. Die Teams für Sales, Marketing und Support erhalten so einen einheitlichen Blick auf die Daten und sind stets auf dem gleichen Wissensstand. Vor allem, wenn diese Abteilungen nicht in direkter Zusammenarbeit stehen, aber dennoch identische Informationen benötigen, kann ein CRM Prozesse und Kommunikationswege optimieren. Zudem können deine Mitarbeiter die Kartei eines (potenziellen) Kunden um wichtige Informationen erweitern und aktualisieren. 

Ebenfalls besitzen viele CRM-Systeme wie Salesforce oder HubSpot, Erinnerungsfunktionen und können den kompletten Kontaktverlauf darstellen. Auf diese Weise verbesserst du nicht nur deine Kundenbeziehungen. Auch deine internen Arbeitsabläufe werden effizienter. 

Tipp

Reaktivierung von (Alt-)Kunden

Neben der Kundenbindung kannst du ein CRM-System auch dafür nutzen, ehemalige Kunden mit Interaktionen zu reaktivieren.

Wer nutzt ein CRM-System und wann lohnt es sich für Unternehmen?

CRM-Systeme machen einen Großteil des gesamten Business-Softwaremarkts aus. Das resultiert daraus, dass sehr viele Unternehmen aller Größen und Branchen heutzutage CRM und ein entsprechendes Programm einsetzen. Und da die Auswahl an Systemen hinsichtlich Komplexität und Integration in andere Lösungen sehr groß ist, findet in der Regel jedes Unternehmen eine passende CRM-Software. Wer hingegen nur ein Dutzend Kunden hat, kann seine Kundenbeziehungen auch ohne ein CRM-System pflegen.

Wer ein CRM-System implementieren möchte, sollte vor allem vorausschauend planen. Wenn ein Unternehmen den Fokus auf die Gewinnung neuer Kunden legt, ist es oft sinnvoll, frühzeitig ein CRM-System einzusetzen. So können Kundendaten von Anfang an im System erfasst werden und. Du musst die Daten also nicht zu einem späteren Zeitpunkt mühsam manuell übertragen. 

Das richtige CRM-System finden

Für größere Unternehmen eignet sich die On-Premise-Lösung, insbesondere wenn spezifische Anforderungen wie Mandantenfähigkeit berücksichtigt werden müssen. Für viele kleine Unternehmen und Start-ups lohnt sich jedoch ein schlankes und günstiges CRM-System. Ein CRM-System als On-Demand-Lösung ist zum Beispiel in seinem Leistungsumfang skalierbar – und damit ideal für KMU.

Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen setzen auf CRM-Systeme in der Cloud. Ein wesentlicher Vorteil von cloudbasierten CRM-Systemen besteht darin, dass der Zugriff ortsunabhängig erfolgen kann – also auch der Außendienstmitarbeiter vor Ort im System arbeiten kann. CRM-Systeme für KMU sind besonders benutzerfreundlich und bieten einfache Preismodelle. Ein Vergleich der SRM-Systeme lohnt sich.

Übrigens: In der Lexware-App steht dir der integrierte Kundenmanager zur Verfügung. Hiermit lassen sich Kundenbeziehungen und Projekte effizienter verwalten. 

Was ist der Unterschied zwischen Cloud-CRM und On-Premise-CRM?

Auch die CRM-Programme wurden in den vergangenen Jahren in die Cloud verlegt. Der Vorteil liegt auf der Hand:

Ein Cloud-CRM-System läuft im Rechenzentrum eines Dienstleisters und ist online erreichbar. Investitionen in Hardware und IT-Infrastruktur entfallen daher ebenso wie aufwendige Installationen. Es gibt keine Mindestvertragslaufzeiten und du bezahlst das, was von deinem Unternehmen genutzt wird – in Form einer monatlichen Gebühr je Anwender. Gleichzeitig kannst du den unternehmensinternen Aufwand immens reduzieren. Der Zugriff auf das cloudbasierte bzw. Online-CRM ist von jedem Computer mit Internet-Anschluss möglich. Bei einer schlechten Internetverbindung ist die Nutzung daher eingeschränkt.

Bei einem On-Premise-CRM-System kaufst du hingegen direkt eine CRM-Software und führst eine traditionelle Installation auf eigenen Servern durch. Dies ist demzufolge mit mehr eigenverantwortlichem Aufwand und physischen Ressourcen verbunden. Datenschutz sowie Datensicherheit müssen darüber hinaus intern kontrolliert und sichergestellt werden. Somit müssen in diesen Prozessen verschiedene Mitarbeiter und Fachleute eingebunden werden. 

Die Vorteile von Cloud-CRM- und On-Premise-CRM-Systemen im Überblick

Vorteile Cloud-CRM:

  • Keine hohen Investitionskosten
  • Inhouse keine IT-Infrastruktur oder Komponenten nötig, Internetzugang reicht aus
  • Schnelle Live-Schaltung
  • Keine zusätzlichen Kosten für Wartung und Updates
  • Mobiles Arbeiten problemlos möglich

Vorteile On-Premise-CRM:

  • Die Software kann sehr spezifisch auf die individuellen Anforderungen angepasst werden
  • Volle Kontrolle über Software und Daten
  • Lokale Datenspeicherung ohne Internet

Wie viel kostet ein CRM-System?

Hier ist erst einmal zu unterscheiden, um welches Preismodell es sich handelt: Es gibt sowohl Abomodelle, bei denen du pro Monat eine Summe bezahlen musst als auch Angebote mit Einmalzahlung.

Solide CRM-Systeme erhältst du im Abomodell ab 15 € im Monat. 
Programme, bei denen du einmalig den Kaufpreis begleichen musst, beginnen bei ungefähr 330 €.

Da sich der Preis sehr häufig an der Anzahl der nötigen Lizenzen und CRM-Funktionen orientiert, kann dieser mit Zugriffsberechtigungen für viele Mitarbeiter signifikant ansteigen. Daher wird ein CRM-System für große Unternehmen auch schon zu einem Kostenfaktor mit mehreren tausend Euro. 

Info

Probiere Gratisversionen aus

Viele Anbieter stellen auch Testversionen ihrer CRM-Systeme zur Verfügung. So kannst du mit deinem mittelständischen oder kleinen Unternehmen risikofrei verschiedene Programme kostenlos ausprobieren, diese miteinander vergleichen und das für dich passende System auswählen. 

Praxistipps: Beachte diese 10 Punkte bei der Anschaffung eines CRM-Systems

Je nach Komplexität des Projekts können bei der Einführung eines CRM-Systems unterschiedliche Stolperfallen lauern. Wichtig ist ein strukturiertes Herangehen – unabhängig davon, ob du dich für ein On-Premise-CRM oder ein Cloud-CRM entscheidest:

Auf diese Punkte musst du in jedem Fall achten, damit du mit deinem System fürs Customer-Relationship-Management erfolgreich startest: 

  1. Binde frühzeitig deine Mitarbeiter ein:
    Welche Fachbereiche sind bei einer neuen Lösung involviert und deckt diese Software alle relevanten Einsatzbereiche und Orte ab? (z.B. mobiler Zugriff per Smartphone.) Binde die betroffenen Abteilungen mit ein und frage nach deren Anforderungen.
  2. Erst prüfen, dann kaufen:
    Insbesondere Cloud-CRM-Lösungen für kleine Unternehmen kannst du oft kostenfrei testen. Davon solltest du Gebrauch machen. So kannst du Schwachstellen einer Lösung schnell erkennen und eine für dich passende Entscheidung treffen.
  3. Weniger ist mehr:
    Achte auf eine intuitive Bedienbarkeit der Lösung sowie auf individuelle Oberflächen ohne überflüssige Funktionen und Daten des Tools fürs CRM. Das ist die Grundlage für Mitarbeiterakzeptanz.
  4. Auf Flexibilität setzen:
    Anforderungen ändern sich, ebenso technische Möglichkeiten. Die Flexibilität einer CRM-Anwendung ist nicht nur für künftige Geschäftsentwicklungen wichtig, sondern trägt ebenfalls zum Zuspruch der Mitarbeiter bei. So sollte die Software aktualisiert werden können, wenn sich deine Anforderungen ändern.
  5. Etabliere ein CRM-Projektteam und definiere die Verantwortlichkeiten:
    Daten müssen migriert und Systeme angebunden werden. Nur, wenn Team und Verantwortlichkeiten klar definiert sind, kannst du Verzögerungen oder Fehlentwicklungen vermeiden.
  6. Plane dein Projekt detailliert:
    Erstelle einen Einführungsplan – idealerweise gemeinsam mit dem CRM-Anbieter.
  7. Stelle Datenqualität sicher:
    Migriere nur korrekte Daten ins neue System und bringe Daten aus verschiedenen Systemen auf einen Standard.
  8. Nicht alles auf einmal wollen:
    Implementiere zunächst nur die wichtigsten Funktionen. Bei Bedarf kannst du später auf größere Pläne umsteigen.
  9. Schule die Anwender:
    Damit die Einführung nicht an den Mitarbeitern scheitert, müssen diese die Lösung kennenlernen. Schule deine Mitarbeiter frühzeitig!
  10. Stelle die Nachbetreuung sicher:
    Manche Fragen und Probleme offenbaren sich erst im Alltagsbetrieb. Stelle die Nachbetreuung sicher, um Frust und Demotivation unter den Mitarbeitern zu vermeiden.

Diese Unternehmensbereiche profitieren von CRM und Software-Lösungen

Von der übersichtlichen Kundenpflege und dem effizienten Kundenmanagement profitieren viele Abteilungen, unabhängig von der Größe des Unternehmens. Insbesondere auf die Unternehmensbereiche Marketing, Vertrieb, Support und Kundenservice wirkt sich der Einsatz einer CRM-Technologie immens positiv aus. 

Einsatzzwecke von CRM (Customer Relationship Management) im Überblick​

Marketing: Kampagnen zielgenau steuern

Vor allem dem Marketing helfen stets aktuelle Daten in der CRM-Datenbank. Folgeaktionen, Verkaufschancen und zuständige Mitarbeiter lassen sich in CRM-Systemen ebenso transparent erfassen wie die Reaktionen auf eigene Kampagnen. 
Ziel ist es, Interessenten in Kunden umzuwandeln und Kunden zu aktiven Bestandskunden zu machen.  
CRM-Lösungen formen dazu aus vielen Einzelinformationen ein strukturiertes Wissen. Mit einer solchen 360-Grad-Sicht auf den Kunden ist es möglich, passende Angebote zu identifizieren und sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu unterbreiten. 

Vertrieb: Effizienz steigern, Umsätze generieren

Der Vertrieb ist dank der CRM-Prozesse in der Lage, zusätzliche Umsätze zu generieren:

  • Welche Produkte und Dienstleistungen nimmt der Kunde schon in Anspruch?
  • Welche Interessen hat er?
  • Wann hat er zum letzten Mal etwas bestellt?
  • Welche Produkte werden gern zusammen gekauft? 

Durch die Analyse der Kundenhistorie lassen sich Cross- und Up-Selling-Potenziale besser erkennen. Entsprechend kann dein Vertrieb deinen Kunden zusätzliche oder höherwertige Produkte verkaufen. Außerdem können deine Mitarbeiter Adressen, Termine, Aufgaben und weitere Daten zentral verwalten und folgende Fragen besser beantworten:

  • Wo befinden sich die Top-Kunden?
  • Lassen sich Anschlussbesuche durchführen?
  • Wo lohnt sich ein weiter Anfahrtsweg? 

Mit einer Software für das CRM kannst du also auch die Effizienz in deinem Vertrieb steigern.

Support: Passgenaue Unterstützung für deine Kunden

Eine besondere Stärke entfaltet CRM für den Support: Der Kunde erhält exakt die Unterstützung, mit der sein Problem gelöst wird – sei es bei der Installation, Handhabung oder Fehlern. Da alle Abteilungen auf die gleichen Kundendaten schauen, hat der Support stets den Überblick über Käufe und vorangegangene Kommunikationen. Die Hilfe kann schnell und effektiv erfolgen. Das wiederum erhöht die Kundenzufriedenheit und stärkt die Kundenbindung.  

Der Kundenservice umfasst üblicherweise ein breites Spektrum an Interaktionen mit dem Kunden. Durch den Einsatz einer CRM-Lösung können deine Kundenservice-Mitarbeiter beispielsweise die bisherige Kommunikation auswerten, die Kontaktfrequenz nachvollziehen und die gesamte Kundenkommunikation optimieren. 
Zurückliegende E-Mails, Termine oder Angebote können ebenso angezeigt werden wie Geburtstage, Fotos oder die Branchenzugehörigkeit. Eine darauf basierte Optimierung der Kundenansprache erhöht die Wahrscheinlichkeit für Folgegeschäfte erheblich. Durch den Zugriff auf die CRM-Datenbank kann dein Kundenservice proaktiv weiterführende Informationen und passende Zusatzservices anbieten, mit denen sich die Zufriedenheit der Kunden weiter steigern lässt. Die Daten im CRM-System sind vielseitig und ermöglichen eine persönlichere Kommunikation mit den Kunden. So kannst du auf individuelle Bedürfnisse eingehen. 

Außendienst: Alle Informationen auf einen Blick

Auch der Außendienst profitiert von den Informationen im CRM. Sie bieten wertvolle Einblicke, die Zeit und Aufwand reduzieren. Zum Beispiel können die wichtigsten Kunden identifiziert, Folgegespräche geplant und lange Anfahrtswege gezielt dann unternommen werden, wenn sie wirklich lohnenswert sind. 

CRM-Beispiele: So gelingt der erfolgreiche Einsatz im Unternehmen

Es gibt viele Beispiele dafür, wie Unternehmen CRM-Maßnahmen und -systeme erfolgreich umsetzen können: 

Loyalität belohnen

Loyalitätsprogramme sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. So hat bereits die Supermarktkette Tesco im Jahr 1990 die Kundenkarten eingeführt, mit denen sich Treuepunkte sammeln lassen. Mittlerweile gibt es spezielle Karten für jeweilige Zielgruppen (z.B. Studenten, Familien oder Weinliebhaber). Aus Sicht des CRMs ist dies besonders clever. Es stärkt die Kundenbindung und liefert gleichzeitig wertvolle Daten. 

Dauerhafte Betreuung

Apple bietet durch die Apple-ID ein Beispiel für langfristige Kundenbindung. Jeder Nutzer registriert sein Gerät über eine individuelle Identifikationsnummer, mit der Geräte auch synchronisiert werden können. Dies wirkt sich positiv auf die Nutzererfahrung aus, und Apple sammelt wertvolle Daten über beliebte Funktionen und Interessen der Kunden. Dadurch lassen sich zukünftige Produkte entsprechend weiterentwickeln. 

Proaktiver Service

CRM-Systeme ermöglichen es, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu lösen. Dies geschieht oft, bevor sie beim Unternehmen gemeldet werden. Der Softwarehersteller Activision untersucht die sozialen Netzwerke stets nach Feedback zu seinen Produkten. Bei Kritik gleicht die Firma die Informationen mit den CRM-Daten ab und kann aktiv Lösungen anbieten, noch bevor große Beschwerden entstehen. Das funktioniert beispielsweise bei der Identifizierung von Bugs bei Videospielen.  

Personalisierter Inhalt

Vor allem Streamingdienste (z.B. Netflix) nutzen CRM-Daten, um personalisierte Vorschläge zu erstellen. Kunden bekommen daraufhin genau die Inhalte oder Produkte gezeigt, die ihren Interessen und bisherigen Verhaltensweisen entsprechen. Die gesammelten Daten zeigen zudem Trends. So sehen Streaminganbieter, welche Inhalte vermehrt produziert werden sollten.