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Verkauf an Privatkunden: Vorschriften für Online-Shops

Die wichtigten Vorschriften für den Online-Shop-Handel
Von Reinhard Bleiber
Aktualisiert am: 10.08.2015

Für den Verkauf an Privatkunden via Online-Shop gibt es spezielle Vorschriften. So müssen Sie beispielsweise die Vertragsinhalte ganz klar darstellen und die sogenannte "Button-Lösung" umsetzen. Außerdem muss der Verbraucher ausdrücklich bestätigen, dass er sich zu einer Zahlung verpflichtet. Die Shop-Anbieter arbeiten solche Anforderungen in der Regel zeitnah ein; trotzdem ist es sinnvoll, das eigene Shop-System (und v.a. den Bezahlprozess) hin und wieder auf die Einhaltung rechtlicher Vorschriften zu prüfen.

Vorschriften für Online-Shops: Wer ist betroffen?

Die Vorschriften für Online-Shops betreffen alle, die einen Online-Shop betreiben und an Privatkunden verkaufen. Insbesondere betrifft das die folgenden Gruppen:

  • Betroffen sind grundsätzlich alle Unternehmen, die Produkte über einen Online-Shop an Privatkunden/Endverbraucher verkaufen.
  • Existenzgründer, die jetzt einen Online-Shop aufbauen wollen, sollten von vornherein die gesetzlichen Anforderungen beachten.

Im B2B-Geschäft, also beim Verkauf an Unternehmen, müssen die neuen Vorschriften dagegen nicht beachtet werden.

Welche Anpassungen im Online-Shop an die neuen Vorschriften sind notwendig?

1. Übersicht über alle relevanten Vertragsinhalte

Vor Absetzen der Bestellung müssen Sie dem Käufer alle relevanten Informationen zu seiner Bestellung klar und verständlich zur Verfügung stellen. Zu den relevanten Informationen zählt der Gesetzgeber beispielsweise:

  • Produktbeschreibung, d.h. wesentliche Merkmale der Ware oder Dienstleistung
  • Mindestlaufzeit des/eines Vertrags
  • Angabe des Gesamtpreises
  • Angabe von zusätzlichen Versand- oder anderen Zusatzkosten
  • die Präsentation der relevanten Informationen muss übersichtlich und kompakt sein. Am besten richten Sie dazu eine Übersichtsseite ein, auf der die entsprechenden Angaben unmittelbar vor dem Absetzen der Bestellung durch den Kunden zusammengefasst werden.

2. Erklärung zur Zahlungsverpflichtung per Button

Der Käufer muss bei Aufgabe der Bestellung im Online-Shop ausdrücklich bestätigen, dass er sich zur Zahlung verpflichtet. Diese Vorgabe wird durch die sogenannte Button-Lösung erfüllt. Dabei wird die Bestellung durch das Anklicken eines Buttons ausgelöst, der eine entsprechende Beschriftung enthält. Das Gesetz schlägt die Beschriftung „zahlungspflichtig bestellen“ vor. Sie können aber auch eine andere eindeutige Formulierung wählen, z. B. „kaufen“ oder „kostenpflichtig bestellen”. Damit werden bisherige Unklarheiten bei Bezeichnungen wie „Weiter“, „Registrieren“ oder selbst „Bestellung“ beseitigt, die nicht auf eine Bezahlpflicht hinweisen.


Tipp für Button-Beschriftung: Wählen Sie für die Beschriftung des Buttons am besten die vom Gesetzgeber vorgeschlagene Formulierung „zahlungspflichtig bestellen“, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Der Button darf auf der Seite nur einmal auftauchen und die relevanten Informationen zur Bestellung (s. Punkt 1.) müssen sich oberhalb des Buttons befinden. Nur wenn der Verbraucher der Zahlungspflicht durch Drücken des Buttons eindeutig zustimmt, entsteht überhaupt ein Vertrag.

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