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Mitarbeitermotivation: So steigern Sie die Leistung Ihrer Mitarbeiter

So motivieren Sie Ihre Mitarbeiter
Von Cecilia Hardenberg
Aktualisiert am: 27.08.2018

Die Kunst Mitarbeiter zu motivieren besteht darin, bei jedem Mitarbeiter den richtigen Hebel zu drücken. Um die Leistung Ihrer Mitarbeiter zu steigern und sie letztlich dazu zu bringen, sich selbst zu motivieren, sollten Sie die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter kennen, klare Ziele setzen, das richtige Maß an Lob finden sowie ein transparentes und ggf. individuelles Belohnungssystem entwickeln. Hier lesen Sie, wie Sie in 5 Schritten Ihre Mitarbeiter nachhaltig motivieren.

1. Zeigen Sie Interesse, um Ihre Mitarbeiter zu motivieren

Jeder Mitarbeiter tickt anders. Hat einer Ihrer Mitarbeiter keinen Spaß an seiner Arbeit, helfen ihm die tollsten Geschenke und Belohnungen nichts. Dann müssen Sie sich mit Ihrem Mitarbeiter zusammensetzen und die Situation erörtern sowie gemeinsam einen Weg finden, wie er oder sie wieder mehr Begeisterung für die Arbeit aufbringen kann. Benötigt er hingegen viel Freiraum, um sich bei der Arbeit zu entfalten, sollten Sie keinesfalls permanent Druck auf ihn ausüben. Und auch die private Situation kann sich auf die Arbeit auswirken: So kann eine alleinerziehende Mitarbeiterin permanent gestresst sein, weil sie sich täglich mit der Herausforderung konfrontiert sieht, Job, Kinder und Haushalt unter einen Hut zu bekommen. Einer solchen Mitarbeiterin können Sie als Chef das größte Geschenk machen, wenn Sie ihr beispielsweise mehr Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung einräumen.

Das heißt: Manchmal können schon kleine Änderungen große positive Auswirkungen auf die Motivation haben. Doch dazu müssen Sie Ihre Mitarbeiter kennen und wissen, was sie im Einzelnen bewegt und worauf sie in der Zusammenarbeit wert legen.

Deshalb gilt: Lernen Sie Ihre Mitarbeiter richtig kennen. Zeigen Sie Interesse an ihnen und ihrer persönlichen Situation bzw. ihrem Leben und schenken Sie ihnen Aufmerksamkeit, indem Sie mit ihnen auch hin und wieder über Dinge sprechen, die außerhalb der Arbeit liegen. Das kann in lockerer Atmosphäre geschehen, wie etwa bei einem Teamausflug oder bei einem After-Work-Treffen, aber auch im Rahmen von wöchentlichen Teamsitzungen oder ganz formal beim jährlichen Mitarbeitergespräch.

Manchmal helfen Rituale, das Eis zu brechen, oft ist es aber auch die Offenheit des Chefs selbst, die Mitarbeiter dazu bewegt, etwas Persönliches preiszugeben. Geben Sie also auch selbst einmal etwas von Ihrem Leben preis, auch wenn es mal nicht so gut läuft. Das senkt die Hemmschwelle beim Mitarbeiter, Dinge ohne Angst vor Konsequenzen anzusprechen und schafft eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf persönlicher Ebene. Denn je persönlicher und vertrauensvoller die Zusammenarbeit ist, desto angenehmer und wohler fühlen in der Regel die Menschen - und das geht widerum mit einer gesteigerten Motivation und Loyalität einher. Letzteres ist die nachhaltigste Form der Mitarbeitermotivation.

2. Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter mit klaren Zielen

Ganz gleich, ob Sie nur einen Mitarbeiter oder ein ganzes Team motivieren wollen: Vereinbaren Sie mit jedem Mitarbeiter klare (!) Jahresziele und sagen Sie ihm,

  • was Sie von ihm erwarten,
  • welche Punkte Sie noch für optimierungsbedürftig halten und
  • womit er bei Erfüllung der Ziele rechnen kann. 

Auf diese Weise hat es jeder Mitarbeiter selbst in der Hand, sich eine Prämie oder einen sonstigen Leistungsanreiz zu sichern. Die Ziele sollten natürlich je nach Position und Können des Mitarbeiters auch erreichbar sein, seine Stärken zum Einsatz bringen und seine Schwächen ausgleichen. Geben Sie ihm daher in Absprache auch das eine oder andere schwierigere Projekt, an dem er wachsen kann und das ihn herausfordert. Denn Herausforderungen werden oft gleichgesetzt mit Wertschätzung und Vertrauen und sind damit eine schöne Art, Mitarbeiter zu motivieren.

Doch Vorsicht: Nicht jeder ist dafür geschaffen. Manch einer ist bereits an seinen persönlichen Grenzen angelangt und möchte in seiner Position einfach mit einem Lob und einem „Weiter so!“ bestätigt werden. Das ist für diesen Mitarbeiter dann auch die beste Art der Motivation.

3. Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter mit Lob

Ein lobendes Wort aus dem Munde des Chefs kann für manchen Mitarbeiter mehr wert sein als Geldgeschenke. Auch wenn es nicht Ihrer Natur entspricht oder Sie die Aufgaben Ihrer Mitarbeiter für nicht besonders schwierig halten: Denken Sie sich in Ihre Mitarbeiter hinein und seien Sie dankbar, dass sie Ihnen Arbeit abnehmen. Deshalb sollten Sie Mitarbeitern, die sehr gute Leistungen erbracht haben, durch ein paar lobende Worte die entsprechende Anerkennung und Wertschätzung entgegenbringen. Das gilt besonders bei neuen Mitarbeitern, die noch kein Gespür für Ihre Wünsche oder die Abläufe in Ihrem Unternehmen haben.

Doch Vorsicht: Loben Sie nur dann, wenn der Mitarbeiter auch wirklich eine Sache besonders gut gemacht hat. Andernfalls wird Ihr Lob schnell nicht mehr ernst genommen oder gar als lächerlich empfunden. Bedenken Sie dabei, dass manche Mitarbeiter mehr Aufmerksamkeit in Form von Lob und Anerkennung brauchen als andere.

Besonders Ausdruck verleihen Sie Ihrem Lob, wenn Sie es im Umfeld von anderen Kollegen oder Mitarbeitern aussprechen. Das vermittelt Ihrem Mitarbeiter den Eindruck, dass Sie hinter ihm stehen und stolz auf ihn sind und er für das Unternehmen unentbehrlich ist.

Umgekehrt sollten Sie ihren Mitarbeitern auch mitteilen, wenn etwas nicht gut lief, um ihnen die Möglichkeit zu geben, es besser zu machen. Solche Informationen sollten Sie – wenn möglich – nicht an die große Glocke hängen. Das zeigt, dass Sie zu ihrem Mitarbeiter stehen, auch wenn er oder sie einmal einen Fehler begeht. 

4. Sorgen Sie für ein transparentes Belohnungssystem

Konkurrenz belebt das Geschäft – sagt man gerne. Gerade im Vertrieb wird dies sogar gern gesehen. Doch Rivalitäten zwischen den Kollegen haben auch eine Kehrseite, die der Chef beim Belohnen bedenken sollte. Undurchsichtige Belohnungssysteme sorgen nämlich für das Gegenteil: für Frust und Demotivation anstelle von Motivation. Die Mitarbeiter arbeiten plötzlich nicht mehr als Team miteinander, sondern gegeneinander. Wissen wird nicht mehr weitergegeben, das Betriebsklima verschlechtert sich und der positive Effekt der Belohnung verpufft. 

Daher gilt: Um Ihre Mitarbeiter bei Laune zu halten, sollten Sie daher besonderen Wert auf transparente Verteilungsmechanismen legen. Stecken Sie deshalb die wesentlichen Grundsätze und Kriterien rund um das Thema Belohnung klar ab, um spätere Rückfragen, warum der eine oder andere Kollege eine so viel größere Belohnung erhält, abzufedern. Der Bewertungsmaßstab sollte sich dabei immer nur danach richten, ob und wie der Einzelne seine Ziele erreicht hat. Alternativ können Sie Teamprämien vergeben.

Beides hat Vor- aber auch Nachteile. Bei Teamprämien können sich die besonders engagierten und motivierten Mitarbeiter gegenüber den faulen Kollegen benachteiligt fühlen, wenn alle dieselbe Belohnung erhalten. Bei Einzelprämien fühlen sich die schüchternen und häufig schlechter bezahlten Kollegen schnell ungerecht behandelt, wenn ein vergleichbarer Kollege nur aufgrund seines Verhandlungsgeschicks mehr Extras herausholt. Berücksichtigen Sie daher auch bei Ihrem Belohnungssystem immer den Teamzusammenhalt. Ist der gut, spricht nichts gegen Teamprämien.

Doch für welches Modell Sie sich auch entscheiden: Seien Sie in Ihrem Verhalten insgesamt immer fair und vor allem transparent. Zu große Unterschiede in der Vergabe von Teamprämien sollten Sie trotzdem vermeiden. Wenn diese doch vergeben werden, hilft es, die Gründe dafür gegenüber allen Teammitgliedern offen und klar zu kommunizieren.

5. Gestalten Sie individuelle Belohnungen für Ihre Mitarbeiter

Gehaltserhöhungen sind zwar schön, doch sie geraten häufig schnell in Vergessenheit. Denn schnell gewöhnen sich die Mitarbeiter an den neuen Betrag auf ihrem Konto. Die Folge: Der dadurch erzielte Motivationsschub ebbt bald wieder ab. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter bei der Stange halten wollen, sollten Sie überlegen, wie Sie die Motivation jedes einzelnen Mitarbeiters individuell erhöhen können. Einige Möglichkeiten: 

  • flexible Arbeitszeitgestaltung
  • lohnsteuerfreie Lohnzusatzleistungen
  • die Gewährung von Fortbildungsprogrammen oder Seminaren (insbesondere bei höher qualifizierten Mitarbeitern)
  • Gutscheine für besondere Events (z. B. Tickets für die Fußball-EM oder –WM, für Musicals oder die Oper) können gut ankommen. Solche Ereignisse, die in der Regel Emotionen freisetzen, bleiben lange im Gedächtnis haften und sorgen langfristiger für eine erhöhte Motivation.
  • Hat ein ganzes Team ein Projekt mit Bravour gemeistert, können Sie auch über einen Teamausflug zu einem besonderen Event nachdenken. Denn dies stärkt zusätzlich den Zusammenhalt unter den Mitarbeitern und Sie haben damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Sie können Ihre Mitarbeiter auch selbst entscheiden lassen, welche Art von Belohnung sie sich wünschen. Doch Vorsicht: Extras sollten nicht zu einem Rennen unter den Mitarbeitern führen, sondern lediglich Impulse setzen.

Jede Art von Belohnung oder Motivation hat ihre Wirkung. Beim einen Mitarbeiter mehr, beim anderen weniger. Wichtig ist (wie so oft), dass die Mischung stimmt. Keiner will immer nur Gutscheine als Belohnung, sondern auch mal eine Gehaltserhöhung. Wichtig ist vor allem eine klare Kommunikation und möglichst viel Transparenz.

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