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Geringwertige Wirtschaftsgüter/GWG

Als geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) werden bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bezeichnet, die bestimmte Preisgrenzen in der Anschaffung nicht überschreiten. Der Vorteil für den Unternehmer besteht darin, dass geringwertige Wirtschaftsgüter nicht über den Nutzungszeitraum abgeschrieben werden müssen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter - GWG

Als geringwertige Wirtschaftsgüter oder GWG werden bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens in einem Unternehmen bezeichnet, wenn sie selbstständig (also ohne andere Gegenstände/Maschinen) nutzbar sind und bestimmte Preisgrenzen in der Anschaffung nicht überschreiten. Maßgeblich ist dabei immer der Nettopreis. Typische GWG sind also Maschinen, Werkzeuge, Büromöbel, Drucker, Computer oder auch die Kaffeemaschine.

Die Einordnung als geringwertige Wirtschaftsgüter hat rein steuerliche Gründe. Hintergrund ist, dass der Gesetzgeber im Rahmen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes eine Möglichkeit schaffen wollte, die Abschreibung von kleineren Anschaffungen zu erleichtern. Ergebnis ist, dass GWG nicht über einen längeren Zeitraum (die Nutzungs- bzw. Lebensdauer) abgeschrieben werden müssen, sondern dass bei geringwertigen Wirtschaftsgütern innerhalb gewisser Grenzen eine Sofortabschreibung im Jahr der Anschaffung möglich ist. Dabei gelten bis zu den Grenzbeträgen von 150 EUR, 410 EUR und 1.000 EUR jeweils unterschiedliche Regelungen und Wahlrechte. Mehr zu diesen Wahlrechten im Detail erfahren Sie in unserem Beitrag geringwertige Wirtschaftsgüter.

Grundsätzlich berechtigt zur Abschreibung von GWG sind Unternehmer mit Gewinn- oder Überschusseinkünften und abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter im Anlagevermögen. Ausgenommen davon sind nur Land- und Forstwirte mit Durchschnittssatzgewinnermittlung nach § 13a EStG.

Mit Blick auf die Absetzbarkeit geringwertiger Wirtschaftsgüter umfasst der Begriff des beweglichen Wirtschaftsguts nur körperliche Wirtschaftsgüter. In diesem Sinne sind beispielsweise Gebäude, Wohnungen, Forderungen oder Wertpapiere und Beteiligungen nicht per Sofortabschreibung steuerlich absetzbar.

Außerdem muss das Wirtschaftsgut zwingend zum Anlagevermögen gehören, damit eine Sofortabschreibung als GWG möglich ist (Güter des Umlaufvermögens sind in diesem Sinne keine GWG).