Suche  |  Mein Konto Anmelden  | Warenkorb
 

Kassenführung/Kassenbuchhaltung

Beim Buchen einen kühlen Kopf bewahren

Kassenführung/Kassenbuchhaltung

Belege, Bargeld, Kassenzettel – bei der Kassenführung geht es oft chaotisch zu. Aber auch bei der Kassenführung gelten Auflagen, die Sie erfüllen müssen. Umso wichtiger ist es, dass Sie beim Buchen einen kühlen Kopf bewahren und wissen, worauf Sie achten müssen. Nur so vermeiden Sie unangenehme Überraschungen bei der Betriebsprüfung. Insbesondere was Aufbewahrungspflichten, Aufzeichnungspflichten und GoBD angeht.

Per Gesetz sollte die Kasse jeden Tag auf den aktuellen Stand gebracht werden. Mit einzelnen Ausnahmen. Fallen Kassengeschäfte nur nebenbei an und machen einen verschwindend geringen Anteil des Umsatzes aus, müssen Sie die Einnahmen nicht täglich erfassen. Auch wenn es berechtigte Gründe gibt, oder der Kassenumsatz nur gelegentlich erst am nächsten Tag erfasst werden kann, ist das möglich. Beispielsweise wenn die Einnahmen einer Filiale erst zur Zentrale gefahren werden müssen. Dann muss aus den Belegen allerdings erkennbar sein wie sich der Kassenbestand am jeweiligen Tag entwickelt hat.

Werden Waren von geringem Wert an unbestimmte Personen verkauft, müssen keine Einzelaufzeichnungen zu jeder Bareinnahme gemacht werden. Das betrifft besonders den Einzelhandel: Lebensmittel, Marktstände, Tabakwaren etc. Welche Aufzeichnungen in welchem Gewerbe gemacht werden müssen, können Sie im Fachbeitrag zur Kassenführung nachlesen.

Ausnahmen bei der Kassenbuchhaltung: Unternehmen, die mit Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) arbeiten, sind nicht zur Führung eines Kassenbuchs verpflichtet. Auch dann müssen sie jedoch Belege zu Einnahmen und Ausgaben geordnet aufbewahren, sonst kann das Finanzamt den Betrag der Bareinnahmen schätzen. Aber auch Unternehmen mit EÜR können zur Führung von Kassenbuchaufzeichnungen verpflichtet sein, wenn ihr Umsatz sich hauptsächlich aus Bareinnahmen ergibt. In diesem Fall sind die Bargeschäfte Grundlage zur Berechnung der Umsatzsteuer und müssen deswegen nachvollziehbar aufgezeichnet werden.

Die Erfassung der Bargeschäfte verläuft je nach Kasse unterschiedlich. Bei einer offenen Kasse wird nicht jeder einzelne Kunde mit Bezahlung und Wechselgeld registriert. Der Kassenbetrag wird am Ende des Tages gezählt und Differenz zum Vortag ausgemacht. Grundsätzlich haben sich jedoch eher die Registrierkassen durchgesetzt, die jede einzelne Einnahme und Ausgabe registrieren.