Gewerbesteuer-Rechner

Mit dem Gewerbesteuer-Rechner behalten Sie den Überblick und können die Höhe Ihrer Gewerbesteuer online selbst berechnen.

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  • Exakt: GwSt-Schuld in wenigen Schritten genau berechnen
  • Übersichtlich: Alles auf einen Blick
  • Einfach: Wenige Daten bis zum Ergebnis

Definition: Was ist die Gewerbesteuer?

Die Gewerbesteuer ist für Unternehmer in Deutschland ein relevantes Thema, denn sie schmälert deren Gewinn. Für Kommunen und kleine Gemeinden ist sie dagegen eine wichtige Einnahmequelle. Als Objekt- bzw. Realsteuer wird sie stets auf Gewinne von Unternehmen unterschiedlichster Rechtsformen erhoben.

Die Gewerbesteuer (GewSt) ist eine Realsteuer, deren Regelwerke im Gewerbesteuergesetz verankert sind. Als sogenannte Regionalsteuer ist sie abhängig vom jeweiligen Gewerbesteuer-Hebesatz einer Kommune. Weil Städte und Gemeinden den Steuersatz für die Gewerbesteuer selbst festgelegen, gibt es große regionale Unterschiede. Die Höhe der Hebesätze beeinflusst vielleicht auch Sie, wenn es um die Entscheidung für oder gegen einen künftigen Gewerbestandort geht. Viele Kommunen versuchen deshalb durch einen attraktiven Hebesatz die Ansiedlung neuer Unternehmen zu fördern. Dem hat der Gesetzgeber einen Riegel vorgeschoben und festgelegt, dass als niedrigster Gewerbesteuerhebesatz 200 % gelten soll.

So funktioniert der Gewerbesteuer-Rechner

Mit der Unterstützung unseres Gewerbesteuer-Rechners können Sie exakt ermitteln, wie hoch der Betrag ist, den Sie gemäß GewStG an Ihre zuständige Kommune abführen müssen. Bei Unsicherheiten klicken Sie einfach auf die jeweiligen Fragezeichen hinter den Eingabefeldern. Auf diese Weise erhalten Sie genaue Erklärungen und wissen, was Sie tun sollen. Um unseren Gewerbesteuer-Rechner optimal nutzen zu können, sollten Sie den aktuellen Hebesatz, zum Beispiel für 2021 kennen. Denn Kommunen können diesen jährlich ändern. Darüber hinaus sind noch weitere Werte und Daten nötig. Diese tippen Sie in die folgenden Eingabefelder des Rechners ein:

  • Gewinn aus Gewerbebetrieb
  • Hinzurechnungsbetrag, abzüglich des Freibetrags
  • Kürzungsbetrag
  • Gewerbesteuerhebesatz in Prozent
  • Rechtsform

Haben Sie alle Daten bzw. Werte in den Rechner eingegeben, klicken Sie auf den Button „Berechnen“ und erhalten sofort in einem neuen Fenster die Ergebnisse übersichtlich zusammengestellt. Die Algorithmen unseres Rechners zeigen Ihnen dabei nicht nur den maßgebenden Gewerbeertrag an, der mit der einheitlichen Gewerbemesszahl multipliziert wurde, sondern Sie entnehmen der Aufstellung des Rechners auch den daraus resultierenden Gewerbesteuermessbetrag sowie am Ende die exakte Gewerbesteuer in Euro. Mit Tools dieser Art können Sie außerdem die Höhe sogenannter Gewerbesteuerrückstellungen ermitteln.

Unterschiedliche Hebesätze in Deutschland

In Ballungs- und Wirtschaftszentren kann der Gewerbesteuerhebesatz dennoch 400 bis 900 % erreichen. Denn die attraktive Infrastruktur einer Großstadt ist neben den verlockenden Steuereinnahmen ein weiterer Grund für Kommunen, unterschiedlich hohe Hebesätze festzulegen. So erklärt sich, wie die Bandbreite zwischen geringsten sowie höchsten Gewerbesteuern in Deutschland zustande kommt. Unterhalten Sie als Unternehmer mehrere Niederlassungen in unterschiedlichen Gemeinden, dann greift hierfür die „Gewerbesteuerzerlegung“. Mit dieser gesetzlichen Maßnahme verfolgt der Gesetzgeber den Zweck, die Gewerbesteuern möglichst gerecht auf die beteiligten Gemeinden zu verteilen.

Wen betrifft die Gewerbesteuer in Deutschland?

In Deutschland gilt der Grundsatz: Jeder gewerbesteuerpflichtige Selbstständige zahlt Gewerbesteuer. Folgende Rechtsformen von Unternehmen sind gemeint:

  • Personengesellschaften, zum Beispiel eine KG oder OHG
  • Einzelunternehmen
  • Kapitalgesellschaften

Tipp

Die GewStR und ihre Ausnahmeregelungen

Laut Gewerbesteuer-Richtlinien (GewStR) sind bestimmte Gruppen von Selbstständigen von der Pflicht zur Zahlung einer Gewerbesteuer ausgenommen.

  • Freiberufler sind nach § 6 der Gewerbeordnung von der Gewerbesteuer befreit. Dazu gehören Ärzte, Rechtsanwälte, Künstler und Journalisten.
  • Land- und forstwirtschaftliche Betriebe müssen ebenfalls keiner Gewerbesteuerpflicht nachkommen.
  • Eine besondere Stellung nimmt die vermögensverwaltende GmbH bzw. GbR ein. Weil diese nicht gewerblich aktiv sind, zahlt sie keine oder nur eine geminderte Gewerbesteuer.
  • Gewerbliche Kleinunternehmer sind von der Pflicht zur Gewerbesteuer befreit, weil für sie der Freibetrag von 24.500 Euro pro Jahr greift. Letzteres gilt auch dann, wenn Sie ein Kleingewerbe betreiben und mit Ihrem Gewerbeertrag unter genanntem Freibetrag bleiben.
  • Die Gewerbesteuerpflicht endet, wenn Ihr Betrieb veräußert oder aufgegeben wird. Aufgabe- bzw. Veräußerungsgewinne unterliegen nicht der Gewerbesteuer.

Gewerbesteuer: Möglicher Freibetrag für Unternehmen

Ähnlich wie bei der Einkommensteuer kennt auch das Modell der Gewerbesteuer einen abzugsfähigen Freibetrag. 2021 bis heute liegt er laut Gewerbesteuergesetz (GewStG) bei jährlich 24.500 Euro. Dies bedeutet, dass Sie als Unternehmer den Freibetrag unter bestimmten Voraussetzungen vom Gewerbeertrag abziehen dürfen. Erst das Ergebnis unterliegt dann der Gewerbesteuerpflicht. Liegt Ihr Gewerbeertrag jedoch unter dem Freibetrag, dann müssen Sie überhaupt keine Gewerbesteuer bezahlen. Sie versteuern folglich immer nur den Ertrag, der über die Freibetragsgrenze hinausgeht.

Tipp

Wer hat Anspruch auf den Freibetrag?

Anspruch auf den Gewerbesteuer-Freibetrag in Höhe von 24.500 Euro haben nur Personengesellschaften und Einzelunternehmen. Kapitalgesellschaften dagegen gehen leer aus. Juristische Personen des öffentlichen Rechts dürfen von ihrem Gewinn 5.000 Euro abziehen. Geht es um die Berechnung der Gewerbesteuer einer AG oder GmbH, dann bezieht sich der jeweils gültige Gewerbesteuersatz auf den gesamten Gewinn. Das Berechnungsschema für die Gewerbesteuer folgt dabei zahlreichen gesetzlichen Vorgaben. Deshalb ist es für Sie als Unternehmer eine große Hilfe, den Lexware Gewerbesteuer-Rechner online zu nutzen. Dessen Algorithmen rechnen auf Basis der eingegebenen Daten den zu zahlenden Gewerbesteuerbetrag sekundenschnell für Sie aus.

Gewerbesteuer: Wie wird sie berechnet?

Als Gewerbetreibender müssen Sie gleich mehrere Steuerarten bedienen. So entrichten Sie beispielsweise Umsatz- und Einkommensteuer an die Adresse des Finanzamts und besagte Gewerbesteuer an diejenige Kommune, wo sich Ihr Firmensitz oder eine Niederlassung davon befindet.

Die Berechnung der Gewerbesteuer ist dabei eine komplexe Angelegenheit. Durchgeführt wird sie von Ihrem zuständigen Finanzamt. Dieses teilt Ihnen in einem Gewerbesteuerbescheid mit, welchen Endbetrag Sie zahlen müssen. Steht die Gewerbesteuerlast fest, leisten Sie in der Regel eine vierteljährliche Gewerbesteuervorauszahlung.

Übrigens: die Gewerbesteuer gilt nicht als abzugsfähige Betriebsausgabe, sie wird allerdings in der Einkommensteuer als „Gewerbesteueranrechnung“ pauschal verrechnet.
Für Ihre Unternehmensplanung ist es hilfreich, zu verstehen, worauf diese spezielle Steuer für Ihr Gewerbe gründet. Folgendes spielt dabei eine Rolle:

  • Hebesatz der Gemeinde
  • Rechtsform Ihres Unternehmens.
  • Gewerbesteuersatz gemäß § 11 GewStG
  • Gewerbeertrag mit Gewinn
  • Hinzurechnungen sowie Kürzungen der Gewerbesteuer nach §§ 8 und 9 GewStG  
  • Optional der Freibetrag

Info

Gewerbesteuer selbst errechnen

Im Internet gibt es zahlreiche anschauliche Rechenbeispiele zur Ermittlung der Gewerbesteuer. Ihnen allen ist folgende Formel zugrunde gelegt:
Gewerbesteuer = (Gewerbeertrag minus Freibetrag) x 3,5 % x Gewerbesteuerhebesatz
In der Praxis gehen Sie für Ihre Gewerbesteuererklärung folgendermaßen vor:

  • Addieren Sie zum Gewinn eines Geschäftsjahres die möglichen Hinzurechnungen (zum Beispiel Mieten, und Leasingraten gemäß § 8 GewStG) und ziehen Sie davon erlaubte Kürzungen nach § 9 GewStG ab (zum Beispiel Gewinnanteile an Personengesellschaften). Das Ergebnis stellt den Gewerbeertrag dar. Dieser muss stets auf volle 100 Euro abgerundet werden.
  • Wenn Ihre Unternehmensform es zulässt, ziehen Sie nun den Freibetrag von 24.500 Euro vom Gewerbeertrag ab.
  • Das Ergebnis wird nun mit der konstanten Gewerbesteuermesszahl von 3,5 Prozent (siehe Gewerbesteuer-Messbescheid) multipliziert. Das Ergebnis ist der sogenannte Steuermessbetrag.
  • Multiplizieren Sie den Gewerbesteuermessbetrag mit dem Hebesatz Ihrer Kommune, so erhalten Sie im Ergebnis den exakten Steuerbetrag und wissen nun, wie viel Gewerbesteuer Sie an die Behörde überweisen müssen.