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Gewerbesteuer

Wer ein Gewerbe betreibt, muss Gewerbesteuer auf den Gewerbeertrag zahlen. Wie hoch die Steuer ausfällt, hängt vom erwirtschafteten Ertrag und vom Hebesatz ab, den jede Gemeinde selbst festlegt. Die Gewerbesteuer ist eine kommunale Steuer und - neben der Einkommensteuer - die wichtigste Finanzierungsquelle der Kommunen.

Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer ist eine Realsteuer, mit der die Erträge von Gewerbebetrieben besteuert werden. Besteuerungsgrundlage ist also der Gewerbeertrag. Der Steuersatz wird von der jeweiligen Gemeinde über den sogenannten Gewerbesteuerhebesatz (per Beschluss in Gemeinde- oder Stadtratssitzung) festgelegt. Steuerschuldner ist der Inhaber eines Gewerbebetriebs. Verfügt ein Gewerbebetrieb über Standorte in mehreren Gemeinden, so wird der zu versteuernde Gewerbeertrag anteilig auf die Standorte bzw. Gemeinden verteilt.

Um die Höhe der Gewerbesteuer zu ermitteln, müssen Sie zunächst den Gewerbeertrag (Gewinn) ermitteln. Bei Einzelunternehmern und Personengesellschaften reduziert sich der Ertrag um einen Freibetrag von 24.500 Euro. Der so ermittelte Gewerbeertrag wird nun mit einer Steuermesszahl multipliziert. Die Steuermesszahl beträgt seit dem Jahr 2008 einheitlich 3,5 Prozent für Personen- und Kapitalgesellschaften (Bei Hausgewerbetreibenden, die Zuhause im Auftrag und für Rechnung von Auftraggebern/Unternehmen arbeiten, ermäßigt sich die Steuermesszahl auf 56 Prozent).

Der Steuermessbetrag wird vom Betriebsfinanzamt durch den sogenannten Gewerbesteuermessbescheid festgestellt. Hat ein Gewerbebetrieb mehrere Betriebsstätten in verschiedenen Gemeinden, verteilt das Betriebsfinanzamt den einheitlichen Steuermessbetrag auf die hebeberechtigten Gemeinden.

Anschließend errechnen die Gemeinden die Gewerbesteuer, indem sie ihren individuellen Gewerbesteuerhebesatz auf den ihnen zustehenden, einheitlichen Steuermessbetrag anwenden. Grundsätzlich gilt dabei: Der Gewerbesteuerhebesatz innerhalb einer Gemeinde ist für alle gewerbetreibenden Unternehmen gleich.

Ein häufiger Kritikpunkt an der Gewerbesteuer ist die selektive Erfassung. So bleiben gerade in kleineren, ländlichen Gemeinden viele wertschöpfende Sektoren von der Gewerbesteuer unberührt, beispielsweise die Land- und Forstwirtschaft oder auch alle freien Berufe.