Geschenke: Was Sie steuerlich beachten sollten

diese Steuern kommen bei Geschenken auf Sie zu
Aktualisiert am: 01.09.2015

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft - nicht nur an Weihnachten. Welche Steuerzahlungen in diesem Zusammenhang auf Sie zukommen, hängt vom Wert der Präsente und von der Zielgruppe ab. Denn für Mitarbeiter gelten andere Regeln als für Geschäftspartner.

Geschenke, deren Anschaffungspreis 10 EUR nicht übersteigt (z. B. Kugelschreiber oder USB-Sticks), sind Streuartikel. Sie gelten nicht als geldwerter Vorteil oder als Zuwendung; für sie fällt daher keine Pauschalsteuer an.

Geschenke an Geschäftspartner können Sie bis zu einem Betrag von 35 EUR pro Jahr und Person als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen. Um den Steuerabzug sicher zu bekommen, müssen Sie die Geschenke und die Empfänger zusätzlich in der Buchführung erfassen. In der Praxis reicht hierzu auch eine Liste, die an den Zahlungsbeleg geheftet wird. Entscheidend ist, dass Sie jedem Beleg genau einen Empfänger zuordnen können.

Geschenke an Geschäftspartner

Grundsätzlich muss der Empfänger eines Geschenks dessen Wert als Einnahme verbuchen und versteuern. Damit er sich aber nicht über zusätzliche Kosten ärgert, wenn Sie ihm beispielsweise einen erlesenen Wein oder Weinabo überreichen, können Sie als Geber diese Beträge in Form einer Pauschalsteuer übernehmen. Sie beträgt 30 % aus dem Wert (beziehungsweise Kaufpreis) des Geschenks einschließlich Umsatzsteuer. Hinzu kommen noch die Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag. Sie sollten den Beschenkten in jedem Fall auf die Übernahme der Pauschalsteuer hinweisen, damit dieser das Geschenk nicht nochmals als Einnahme versteuert. 

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Geschenke an Mitarbeiter

Die Kosten für Geschenke an Ihre Mitarbeiter können als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden – egal in welcher Höhe. Trotzdem gilt auch bei Ihren Mitarbeitern: Teure Geschenke müssen versteuert werden. Steuerfrei bleiben "Aufmerksamkeiten" bis zu einem Wert von 60 EUR pro Anlass, die für ein besonderes, persönliches Ereignis gegeben werden. Hier einige Beispiele:

  • Geburtstagsgeschenk
  • Hochzeitsgeschenk
  • Geschenk zum Betriebszugehörigkeitsjubiläum
  • Geschenk zur Geburt eines Kindes

Wenn der Wert des Geschenks diesen Betrag übersteigt, muss der Mitarbeiter das Geschenk – analog zu seinem Arbeitslohn – mit seinem persönlichen Steuersatz versteuern. Natürlich können Sie für Ihre Mitarbeiter (wie auch für Ihre Geschäftspartner) die Pauschalsteuer übernehmen.

Achtung: Aufmerksamkeiten in Form von Geld gelten immer als steuerpflichtiger Arbeitslohn – unabhängig von deren Höhe, also auch, wenn sie unter 60 EUR liegen.

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