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Rückstellungen

Rückstellungen bilden und ermitteln

Rückstellungen

Rückstellungen werden für wahrscheinlich anstehende Ausgaben gebildet. Als bilanzierender Unternehmer bieten Ihnen Rückstellungen die Möglichkeit Ihren Gewinn für das Geschäftsjahr zu mindern und so Ihre Steuerlast zu drücken. Deswegen ist das Finanzamt allerdings auch besonders hellhörig, wappnen Sie sich für kritische Nachfragen.

Rückstellungen sind ungewisse Verbindlichkeiten, die in der Bilanz auf der Passiv-Seite abgebildet werden. Wann die Zahlungen auf das Unternehmen zukommen, ist ungewiss, die Wahrscheinlichkeit sollte allerdings gegeben sein und muss gegenüber den Finanzbehörden gegebenenfalls begründet werden. Dann lassen sich mit Rückstellungen schon frühzeitig Steuern sparen. Unternehmen, die eine EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) erstellen, haben diese Möglichkeit nicht.

Die Rückstellung deckt finanzielle Risiken und bevorstehende Zahlungen ab. Darunter fallen wahrscheinliche Ausgaben wie Pensionsrückstellungen, aber auch Garantierisiken. Liefert Ihr Unternehmen Ware, können Sie Rückstellungen für Garantiefälle bilden. Die Höhe hängt von Ihren eigenen Erfahrungswerten und den durchschnittlichen Garantieleistungen in Ihrer Branche ab. Kommt es zum Verbrauch der Rückstellung, wird diese neutral verbucht. Werden die Rückstellungen nicht benötigt, werden sie wieder aufgelöst und erhöhen den Gewinn in der nächsten Bilanz. Welche Grundlagen des Rechnungswesens Sie sich aneignen sollten, lesen Sie hier.

Auch für die Gewerbesteuer können Sie Rückstellungen bilden. Seit 2008 ist es zwar nicht mehr möglich, die Gewerbesteuer als Betriebsausgabe abzuziehen, Rückstellungen dafür zu bilden ist jedoch obligatorisch.

In einer GmbH haben Rückstellungen zur Folge, dass der dadurch geminderte Gewinn zu einer kleineren Ausschüttung an die Gesellschafter führt. Sie müssen also nicht nur das Finanzamt, sondern auch die Gesellschafter von der Notwendigkeit gewisser Rückstellungen überzeugen. Mit guten Argumenten sollte das jedoch kein Problem sein. So besteht zum einen eine gesetzliche Verpflichtung Rückstellungen zu bilden und nicht nur Sie, sondern auch die Gesellschafter sind gegebenenfalls schadensersatzpflichtig. Zum andern kann bei zu geringen Rückstellungen die vorherige Gewinnausschüttung zurückgefordert werden. Angemessene Rückstellungen bedeuten also auch für die Gesellschafter größere Sicherheit.