Werben mit kleinem Budget: Die besten Tipps

Erfolgreiche Werbung mit kleinem Budget in kleinen Unternehmen
Aktualisiert am: 10.11.2015

Kleinere Unternehmen geben jährlich im Durchschnitt 1.000 bis 5.000 EUR für Werbung aus. Hauptkostenfaktor ist klassische Werbung in Branchenbüchern, Zeitungsanzeigen oder mit Handzettel-Aktionen. Inzwischen geht allerdings vieles auch über das Internet, soziale Netzwerke und Empfehlungs-Marketing. Mit Kreativität können Sie einiges erreichen – ohne dass es viel kostet.

Werbung: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Medium
Medium Kosten Empfehlung für Kleinunternehmen
Tageszeitung/Magazin Abhängig von Reichweite und Qualität eines Titels (online sind jeweils aktuelle Mediadaten abrufbar); für die 1/2 Seite in einer Tageszeitung muss mit 10.000 EUR aufwärts kalkuliert werden, beim Magazin liegt der Anzeigenpreis mind. im 4-stelligen Bereich. Ist grundsätzlich nur dann sinnvoll, wenn regelmäßig ein adäquater Etat zur Verfügung steht; für Kleinunternehmer (v.a. mit nur einem Standort) wenig geeignet (ausgenommen Stadt-/Szenemagazine), da mit zu großen Streuverlusten verbunden.
Radio Abhängig von Senderreichweite, Tag und Sendezeit; der Preis pro ausgestrahlter Sekunde liegt zwischen 5 und über 60 EUR, im Einzelfall auch deutlich höher; für eine gute Kamapagne, die genug Frequenzen erreicht, sind im Schnitt rund 20.000 EUR zu kalkulieren. Als Werbeträger zu empfehlen, weil Spots regional aussteuerbar sind; Kleinunternehmer sollten aber darauf verzichten, zur besten Sendezeit oder mit exklusiver Platzierung zu werben; die Sender helfen bei der Spotkonzeption, viele übernehmen zudem die Herstellungskosten.
Außenwerbung Variiert je nach Ortsgröße, Werbeträger und Qualität; so kostet eine beleuchtete Großfläche in Kerpen pro Tag im Schnitt knapp 10 EUR, in Bonn um die 12 EURm in Hamburg 17 EUR, zzgl. Gestaltungskosten/Agentur sowie Druckkosten/Plakat von mind. 40 EUr. Eignet sich für Kleinunternehmer eher im Falle mehrerer Geschäfte, die Plakatstandorte müssen in der Regel für mind. 10 Tage gebucht werden; Vorteil: im Preis sind Ersatzmengen für beschädigte Plakate einkalkuliert.
Internetauftritt und Internetaktivitäten Abhängig von Größe, Tiefe, Content Management System und technologischem Ansatz/Software-Aufwand (plain html, html 5, flash etc.). Die Kosten liegen zwischen 20.000 EUR und 200.000 EUR exkl. der monatlichen Hosting- und Update-Kosten (Richtwert pro Monat 1.000 bis 2.000 EUR bei geringen Updates). Für Kleinunternehmer lohnt sich meistens keine "echte" Website, sondern es können bestehende TEmplates (z.B. Wordpress) zur GEstaltung einer selbst pflegbaren Seite genutzt werden. Initialkosten hier: 2.000 bis 5.000 EUR. Hosting-Kosten sind vernachlässigbar.

Praxis-Tipp: Die Verteilung des Werbebudgets auf geeignete Werbeträger ist Voraussetzung für eine konkrete Werbewirkung. Mithilfe unseres Excel-Tools zur Werbemaßnahmenplanung planen Sie die einzelnen Instrumente detailliert und haben gleichzeitig die tatsächlich entstandenen Kosten im Blick.

3 Grundregeln für Werben mit kleinem Budget

1. Selektieren Sie genau

Nicht alle Medien kommen infrage, um sich und das eigene Angebot zu bewerben. Neben dem Preis sollten Sie Streuverluste beachten.

  • Statt in überregionalen Tageszeitungen zu inserieren, ist es ratsam, eine Anzeige im örtlichen Wochenblatt zu buchen. 
  • Von Schaltungen in reinen Adressverzeichnissen ist abzuraten. Sie bringen in der Regel wenig bis nichts. 
  • Das gilt auch für Werbung in Hausbriefkästen: Der überwiegende Teil landet ungelesen im Müll. 
  • Je nach Branche funktionieren dagegen (Online-)Stadt- und Szenemagazine bzw. Seiten und Blogs sehr gut.

2.  Nutzen Sie Netzwerke

Vernetzen Sie sich mit anderen Menschen – persönlich und virtuell. Infrage kommen Unternehmer, Geschäftspartner und Institutionen vom regionalen Marketing-Club (Details: Deutscher Marketing-Verband, Düsseldorf) bis zur örtlichen IHK sowie (potenzielle) Kunden.

Daneben empfiehlt sich die Einrichtung von Online-Nutzerprofilen (z. B. Xing, LinkedIn).

Praxis-Tipp: Die Grundfunktionen sind jeweils gratis und reichen in aller Regel aus.

Auch eine eigene Facebook-Seite kommt infrage.

Achtung: Für alle Accounts gilt: Halten Sie die Inhalte aktuell.

3.  Aktivieren Sie zufriedene Kunden

Waren Kunden mit Ihrer Leistung zufrieden, bitten Sie sie, positive Kommentare in entsprechenden Online-Communitys zu schreiben (Branchen, sehr starker lokaler Bezug) oder branchenbezogenen Bewertungsportalen wie Tripadvisor (für die Hotellerie).

Belohnen Sie dieses Engagement Ihrer Kunden. Bieten Sie zum Beispiel beim nächsten Besuch Rabatte oder besondere Vergünstigungen. Der Vorteil dieser virtuellen Mundpropaganda liegt in der Tatsache, dass sie gegenüber offline ausgesprochenen Empfehlungen deutlich mehr Interessenten erreicht.

 

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