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EÜR

Die Einnahmen-Überschussrechnung, kurz EÜR, ist eine vereinfachte Form der Gewinnermittlung. Im Vergleich zur Bilanz erfordert die EÜR deutlich weniger buchhalterische Kenntnisse, ist weniger komplex und verursacht geringere Kosten.

EÜR (Einnahmen-Überschussrechnung)

Bei der Einnahmen-Überschussrechnung, kurz EÜR, handelt es sich um eine vereinfachte Form der Gewinnermittlung. Diese Gewinnermittlungsmethode können Freiberufler und kleine Gewerbetreibende anwenden. Im Vergleich zur Bilanzierung ist die Einnahmen-Überschuss-Rechnung deutlich weniger kosten- und zeitintensiv.

Den Gewinn nach der EÜR ermitteln darf jeder Unternehmer, der weder nach dem Handelsgesetzbuch noch nach steuerlichen Vorschriften buchführungspflichtig ist. Das sind: Alle Freiberufler (unabhängig von der Höhe ihres Gewinns und Umsatzes) und alle Unternehmer mit Einkünften aus Gewerbebetrieb, die vom Finanzamt noch nicht dazu aufgefordert wurden, ihren Gewinn durch Aufstellen einer Bilanz zu ermitteln. Gewerbetreibende werden vom Finanzamt zum Wechsel von der Einnahmen-Überschussrechnung aufgefordert, wenn ihr Gewinn in den Vorjahren mehr als 60.000 Euro oder ihr Umsatz mehr als 600.000 Euro betragen. Die Aufforderung des Finanzamts zur Bilanzierung gilt immer ab dem 1.1. des Folgejahres. Weitere Regelungen, wann Sie als Kleinunternehmer eine Einnahmen-Überschussrechnung machen dürfen, lesen Sie her.

Bei der Einnahmen-Überschussrechnung stellt die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer bei Gutschrift des Rechnungsbetrags eine gewinnerhöhende Betriebseinnahme dar. Die Umsatzsteuer für Eingangsrechnungen stellt im Gegenzug bei Zahlung eine Betriebsausgabe dar. Zu erfassen sind bei der Einnahmen-Überschussrechnung auch die Erstattung von Vorsteuer oder die Zahlungen ans Finanzamt. Der Saldo der Umsatzsteuervoranmeldung bzw. der Umsatzsteuerjahreserklärung ist entweder als Betriebseinnahme (bei Erstattung) oder als Betriebsausgabe (bei Zahlung) zu erfassen. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag EÜR: Die besten Steuertipps bei Gewinnermittlung nach Einnahmen-Überschussrechnung.

Betragen die Betriebseinnahmen eines Jahres mehr als 17.500 Euro, ist die Gewinnermittelung im Rahmen der Einnahmen-Überschussrechnung in dem amtlichen Formular EÜR einzutragen. Dieses Formular ist dem Finanzamt zusammen mit der Einkommensteuererklärung elektronisch zu übermitteln. Nur wenn die Betriebseinnahmen eines Jahres weniger als 17.500 Euro betragen, darf die Einnahmen-Überschussrechnung formlos auf Papier erfolgen.

Wie Sie Ihre EÜR selbst erstellen, lesen Sie hier.