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Online-Aktion zum Jahresabschluss

Lexware Unternehmertage

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Vorsteuerabzug

Der Vorsteuerabzug stellt sicher, dass nur der Endverbraucher mit Umsatzsteuer belastet wird. Der Unternehmer muss für eingekaufte Waren und Dienstleistungen zwar auch Umsatzsteuer bezahlen, bekommt diese aber über den Vorsteuerabzug vom Finanzamt erstattet.

Vorsteuerabzug

Der Vorsteuerabzug ist zentraler Bestandteil des deutschen Mehrwertsteuersystems. Der Vorsteuerabzug stellt sicher, dass Waren und Dienstleistungen nur einmal (nämlich beim Endverbraucher) besteuert werden. Das Prinzip: Der Unternehmer muss zwar zunächst die Umsatzsteuer (z. B. für eingekaufte Rohstoffe, Maschinen, Waren oder Dienstleistungen anderer Unternehmer) bezahlen, bekommt diese dann aber als Vorsteuer (über den Vorsteuerabzug) vom Finanzamt erstattet. So gleicht sich die bezahlte Umsatzsteuer mit der durch das Finanzamt erstatteten Vorsteuer aus. Im Ergebnis ist die Umsatzsteuer für Unternehmer erfolgsneutral. Die vom Staat erhobene Umsatzsteuer auf Waren und Dienstleistungen aller Art wird nur beim Endverbraucher fällig.

Grundsätzlich gilt dieses Prinzip auch bei Leistungen innerhalb der Europäischen Union (EU). Hier kann es allerdings Ausnahmen geben, wenn ein Unternehmer bestimmte steuerfreie Umsätze ausführt. Bei grenzüberschreitenden Geschäften greift in der Regel das Reverse-Charge-Verfahren, d.h. die Umkehr der Steuerschuld. Das bedeutet, dass nicht der Leistungserbringer, sondern ausnahmsweise der Leistungsempfänger (also der Kunde) dem Finanzamt die Umsatzsteuer schuldet. Ebenso sind Kleinunternehmer mit geringen Umsätzen von der Umsatzsteuer befreit, wenn sie sich (nach der Kleinunternehmerregelung) als Kleinunternehmer haben einstufen lassen. In der Folge haben Kleinunternehmer natürlich auch keinen Anspruch auf Vorsteuerabzug.

Doch auch wenn das Prinzip des Vorsteuerabzugs einfach klingt, sorgt seine Umsetzung in der Praxis häufig für Streit zwischen Unternehmen und Finanzbehörden. Grund dafür sind die aufwändigen Aufzeichnungs- und Rechnungsvorschriften, die Unternehmen beachten müssen. Das beginnt bereits bei der Rechnung: Nur wenn auf der Eingangsrechnung alle gesetzlich vorgeschriebenen Angaben enthalten sind, gewährt Ihnen das Finanzamt den Vorsteuerabzug. Was Sie zum Thema Vorsteuerabzug und Rechnung beachten müssen, lesen Sie hier.

Darüber hinaus haben Sie als Unternehmer im Zusammenhang mit dem Vorsteuerabzug gewisse Aufzeichnungspflichten. Damit das Finanzamt Ihre Angaben (zum Beispiel in einer Betriebs- oder Umsatzsteuerprüfung) kontrollieren kann, sind Sie verpflichtet, alle Belege (v.a. Rechnungen, Quittungen, Gutschriften etc.) im Zusammenhang mit dem Vorsteuerabzug aufzuzeichnen.

Der Prozess des Vorsteuerabzugs bzw. die Erstattung der Vorsteuer funktioniert folgendermaßen: Der abzugsberechtigte Unternehmer macht seinen Anspruch auf Vorsteuerabzug dadurch geltend, dass er - entweder im Rahmen der Umsatzsteuervoranmeldung oder der Umsatzsteuererklärung - auf dem entsprechenden amtlichen Formular die abziehbaren Vorsteuerbeträge von seiner berechneten Umsatzsteuer abzieht. Als Ergebnis bleibt entweder eine sogenannte Umsatzsteuer-Zahllast für den Unternehmer (wenn die Umsatzsteuer größer ist als die geltend gemachten Vorsteuerbeträge), oder ein sogenannter Vorsteuerüberhang.