Datenbank / Datenhaltung / Datensicherung auf Netzlaufwerk oder in der Cloud

Kann ich die Datenbank auf ein Netzlaufwerk (Server oder NAS/QNAP/Synology) bzw. auf ein cloudgestütztes/synchron gehaltes (Dropbox, OneDrive, HiDrive, GoogleDrive, MagentaCloud o.ä.) Laufwerk legen? Auf was muss ich in diesem Fall unbedingt achten?

Grundsätzlich gilt:

FinanzManager ist nicht netzwerkfähig im eigentlichen Sinne, d.h. ein gleichzeitiger Zugriff von verschiedenen Rechnern aus ist nicht möglich.
Sehr wohl ist es aber möglich, die Datenbank (bestehend aus zwei Containern QDATA.QDF und QDATA.QSD, bzw. wie die Datenbank beim Anlegen benannt wurde - es sind aber immer zwei mit den genannten Endungen) zentral abzulegen und auf verschiedenen Rechnern zu öffnen; wenn die Datenbank schon geöffnet ist, kann das zweite Device sie nicht öffnen.


Wenn Sie die Datenbank auf ein Netzlaufwerk oder in die Cloud legen wollen:

Die Datenablage dort ist prinzipiell kein Problem, solange dieses Laufwerk per Netzwerkkabel angebunden ist (eine Verbindung über WLAN wird nicht empfohlen!) und nicht durch eine Synchronisationssoftware wie z.B. Dropbox, OneDrive, HiDrive, GoogleDrive, MagentaCloud, QSync o.ä. überwacht und aktuell gehalten wird.

Diese Software greift oft nach Beenden von FinanzManager viel zu schnell auf die Datenbank zu, obwohl diese noch gesichert/geprüft wird. Insbesondere bei größeren Datenbanken kann das einige Zeit in Anspruch nehmen.
Hierbei kann es zur Beschädigung und/oder zum Datenverlust kommen, wenn die Datenbank während dieser Phase durch ein Synchronisationstool blockiert wird.
Das äußert sich dann in Fehlermeldungen wie z.B.:

QDB Failure: File In Use, 447, DB_DataVersion, qdb.c, typeinfo: -1
QDB Failure: Bad File, 903, DBF_ValidateFile, qdbdbf.c, typeinfo: -1

Wir raten also dringend dazu, diese Synchronisationssoftware während der Benutzung von FinanzManager zu deaktivieren oder anzuhalten.
Dies können Sie manuell tun - oder Sie starten FinanzManager mittels einer Batchdatei; wir haben von Benutzern einige Anregungen dafür erhalten, danke an dieser Stelle dafür!

Diese Batchdatei muss natürlich noch von Ihnen auf Ihr System angepasst werden, hier muss Stop/Start der Syncsoftware sowie Name und Ablageort der Datenbank (und u.U. der Timeout nach Beenden von FinanzManager, hier im Beispiel 30 Sekunden) geändert werden.
Ein Archiv mit zwei Beispielen für Dropbox und Synology NAS  liegt hier: http://download.lexware.de/pub/service/finanzmanager/fima_stopsync.zip


Empfohlenes Vorgehen:

Idealerweise liegt die Datenbank lokal auf der Festplatte oder SSD im vorgeschlagenenen Unterverzeichnis \FinanzManager unterhalb des benutzerspezifischen Dokumente-Ordners.
Auch hier gilt, dass dieser Ordner nicht durch Synchronisationssoftware wie z.B. Dropbox, OneDrive, HiDrive, GoogleDrive, MagentaCloud, QSync o.ä. aktuell gehalten werden darf! Falls Ihre Benutzerbibliotheken alle synchron gehalten werden, erstellen Sie einen eigenen Ordner auf der Platte wie z.B. C:\Finanzdaten und verschieben Sie die Datenbank dorthin.

Die Datensicherung (die als ZIP vom Programm erstellt wird) kann problemlos auf ein Netzlaufwerk/in die Cloud gelegt werden, hierbei muss nichts spezielles beachtet werden.

Rufen Sie die Datensicherung mittels STRG + # bzw. STRG + Z (oder aus dem Dateimenü) auf und stellen Sie den gewünschten Pfad ein, sichern Sie, der Pfad wird dann dauerhaft gemerkt.
Sichern Sie nicht direkt ins Wurzelverzeichnis eines Laufwerks, sondern in einen Unterordner (wie hier z.B. Q:\Sicherung\ ):


Tipp:

Es ist unbedingt auch darauf zu achten, dass die Datenbank bei dieser Art der Datenhaltung während des Energiesparmodus des Clients nicht geöffnet ist!
Weiterhin empfiehlt es sich, bei eventuell mitlaufender Sicherheitssoftware (außer Win Defender) Ausnahmen für das Programm FinanzManager und die verwendeten Dateitypen zu definieren: dies wären der Prozess qw.exe (im Programmmverzeichnis C:\Programme (x86)\Lexware\FinanzManager\202x) sowie die Dateitypen *.qdf/*.qsd, um Beschädigungen der Datenbank auszuschließen.

Für die Versionen ab 2023 wurde die Art der Datenhaltung geändert, diese sind nicht mehr so empfindlich, was die Ablage im Netz angeht. Grundsätzlich bleibt es aber dabei, dass eine Synchronisationssoftware so eingestellt sein sollte, dass sie nicht in laufende Datenbankoperationen wie z.B. prüfen, komprimieren oder sichern eingreift.

Falls Fragen dazu sind, stellen Sie sie am besten im Kundenforum: https://forum.lexware.de/forums/8/