Liquidität: So sorgen Sie für ausreichende Zahlungsfähigkeit

Eine ausreichende Liquidität oder Zahlungsfähigkeit zu haben und zu sichern, ist eines der wichtigsten unternehmerischen Ziele. Firmen, die ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können, und z.B. ihre Mitarbeiter, Lieferanten oder Tilgungsleistungen nicht bezahlen können, droht oft schon nach wenigen Wochen die Insolvenz.

Definition

Definition: Was ist Liquidität?

Unter Liquidität wird die Fähigkeit eines Unternehmens verstanden, allen Zahlungsverpflichtungen jederzeit vollständig nachkommen zu können. Das bedeutet, dass die Mittelzuflüsse (Einzahlungen) stets mindestens genauso hoch sind wie die Mittelabflüsse (Auszahlungen). 

Bedeutung der Liquidität

Jedes Unternehmen, jeder Selbstständige, muss also dafür Sorge tragen, dass es stets über eine ausreichende Zahlungsfähigkeit verfügt. Im Idealfall gelingt es, eine optimale Liquidität zu erreichen. Das ist der Fall, wenn sich Ein- und Auszahlungen vollständig entsprechen, was sich in der Praxis aber kaum erreichen lässt. Unternehmen sollten einen Zustand anstreben, bei dem die Ein- die Auszahlungen im Mittel übersteigen. Relevant ist die Liquidität beispielsweise für Geschäftspartner und Banken. Denn durch sie wird gleichzeitig die Bonität eines Unternehmens ermittelt.

Welche Folgen kann mangelnde Liquidität haben?

Bei mangelnder Liquidität, also wenn die Aus- die Einzahlungen übersteigen, entsteht ein Liquiditätsengpass und es muss danach gesehen werden, wie die Differenz ausgeglichen werden kann. Kurzfristig ist das oft möglich, wenn man den Kontokorrentkredit nutzt. Ist der Unterschied zu hoch, müssen weitere Maßnahmen umgesetzt werden, etwa, indem man versucht, offene Forderungen einzutreiben oder eigene Verbindlichkeiten möglichst spät – aber innerhalb der gesetzten Zahlfrist – zu begleichen. Gelingt es nicht, den Liquiditätsengpass zu schließen, sind die Folgen mangelnder Liquidität gravierend: Oft droht u.U. schon nach wenigen Wochen die Insolvenz.

Wie wirkt sich eine zu hohe Liquidität aus?

Umgekehrt kann eine zu hohe Liquidität, wenn die Ein- die Auszahlungen deutlich übersteigen, darauf hindeuten, dass ein Unternehmen das ihm zur Verfügung stehende Geld nicht effektiv nutzt und z.B. in neue Anlagegüter oder die Produktentwicklung investiert. Dies ist langfristig ein Zeichen für potentielle Geschäftskunden, dass die Firma nicht bereit ist, kalkulierte Risiken einzugehen oder gar sich weiterzuentwickeln. Eine zu hohe Zahlungsfähigkeit ist demnach ebenfalls kein Pluspunkt.

Liquidität mit Hilfe von Kennzahlen berechnen

Bei der Berechnung der Liquidität ist es wichtig, alle Geschäftsfälle zu betrachten, die zu Kontobewegungen führen. Das heißt, dass für die Liquiditätsberechnung einzelne Positionen unbeachtet bleiben können, etwa Abschreibungen. Aber es genügt nicht, sich „nur“ die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) oder die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) anzusehen, denn dort stehen häufig nur gebuchte Werte, die aber nicht direkt zu Einzahlungen führen. Werden z.B. Produkte auf Rechnung verkauft, erzielt ein Unternehmen zwar Umsatz und erhöht den Gewinn. Allerdings wird die Liquidität nicht unmittelbar berührt, weil das erst geschieht, wenn der Kunde die Rechnung bezahlt, z.B. nach einem Monat. Und in der BWA stehen nicht alle Geschäftsfälle, die zu Kontobewegungen führen. Beispielsweise tauchen Investitionszahlungen, Tilgungsleistungen, Steuernachzahlungen oder –abschläge hier nicht auf. Um die Liquidität richtig zu ermitteln, muss man auch diese und ggf. weitere Positionen erfassen. Liegen die Ein- über den Auszahlungen spricht man von Überdeckung, im umgekehrten Fall von Unterdeckung. Das Schema zeigt, wie die Liquidität grds. berechnet wird:

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A
AEinzahlungenBeispiel
Vorhandene flüssige Mittel / Bankguthaben 2.000
+ Zahlungswirksame Umsätze, z.B. Barzahlungen oder bezahlte Rechnungen 35.000
+ Einzahlungen aus Vermögensverkäufen 500
+ Gesellschaftereinlagen 0
+ Sonstige Einzahlungen, z. B. Steuererstattungen, Spenden, Lizenzen, Dividenden 800
=Summe Einzahlungen38.300

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B
BAuszahlungenBeispiel
Materialkosten 8.000
+ Personal 14.000
+ Sonstige Kosten (aus BWA, GuV), außer Abschreibungen 11.000
+ Steuernach- und Vorauszahlungen, Umsatzsteuer-Zahllast 3.000
+ Investitionen 0
+ Tilgungen von Krediten 1.500
+ Gesellschafterentnahmen 4.000
+ Sonstige Auszahlungen, z. B. Spenden, Lizenzen 500
=Summe Auszahlungen42.000

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C
CDeckungsmöglichkeiten (Kurzfristig ohne Maßnahmenumsetzung)Beispiel
Freier noch nutzbarer Kontokorrent 3.000
Evtl. sonstige noch nicht ausgeschöpfte Darlehen 0
=Liquidität (Unter-/+Überdeckung)-700

Die 3 Liquiditätsgrade und ihre Kennzahlen

Die Rentabilität lässt sich auch messen. In der Praxis stehen hierzu mehrere Kennzahlen zur Verfügung. Weit verbreitet sind die so genannten Liquiditätsgrade, auch Liquidität 1, 2 und 3. Sie wollen mehr über das Thema wissen? Dann werfen Sie einen Blick in das Lexware eBook Kennzahlen und frischen Sie Ihr Wissen auf.

Liquiditätsgrad 1 – Barliquidität oder Cash Ratio

Die Formel für den Liquiditätsgrad 1 lautet:

flüssige Mittel (Kasse, Guthaben bei Banken) * 100 / kurzfristige Verbindlichkeiten 

Der Begriff Barliquidität kommt im Kern daher, weil auf der Einzahlungsseite nur sofort verfügbare Mittel angesetzt werden. Faustregel zur Ausprägung: Der Liquiditätsgrad 1 sollte bei 20% liegen.

Liquiditätsgrad 2 – Einzugsbedingte Liquidität oder Quick Ratio

Die Formel für den Liquiditätsgrad 2 lautet:

(Flüssige Mittel + Forderungen) * 100 / kurzfristige Verbindlichkeiten 

Die Bezeichnung einzugsbedingte Liquidität kommt im Kern daher, weil auch Positionen (Forderungen) betrachtet werden, die innerhalb weniger Tage oder Wochen aus dem Umsatzprozess auf dem Konto eingehen. Faustregel zur Ausprägung: Der Liquiditätsgrad 2 sollte mindestens 100% betragen.

Liquiditätsgrad 3 – Umsatzbedingte Liquidität oder Current Ratio

Die Formel für den Liquiditätsgrad 3 lautet:

(Flüssige Mittel + Forderungen + Vorräte) * 100 / kurzfristige Verbindlichkeiten 

Der Begriff umsatzbedingte Liquidität kommt im Kern daher, weil die Vorräte einbezogen werden, die sich meist relativ schnell zu Umsätzen machen lassen, und somit wieder Geld in den Betrieb zurückfließt. Faustregel zur Ausprägung: Der Liquiditätsgrad 3 sollte etwas 150-200% betragen.

Info

Bedeutung der Liquiditätsgrade

Bei den Liquiditätsgraden werden lediglich die aus der Bilanz ersichtlichen Zahlungsverpflichtungen betrachtet und es wird dargestellt, in welchem Umfang sie dazu beitragen, die kurzfristigen Verbindlichkeiten (meist aus Lieferungen und Leistungen, also ggü. Lieferanten) zu decken. Weitere Positionen wie z.B. Investitionen oder Tilgungen bleiben unberücksichtigt. Die Liquiditätsgrade sind in ihrer Aussagefähigkeit also eingeschränkt. Die Formeln bilden je die einfachste Variante der Kennzahlen ab und konzentrieren sich auf die größten Positionen im Betrieb. Es können ggf. andere Positionen einbezogen werden. Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten u.a. sonstige Rückstellungen, bei den Forderungen Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Maßnahmenauswahl zur Sicherung und Erhöhung der Liquidität

Die eigene Liquidität zu sichern und zu verbessern sowie Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität zu treffen, sollten Unternehmen unbedingt eine hohe Priorität einräumen. Daher gilt es stets die eigene Zahlungsfähigkeit im Blick zu behalten.

Liquiditätsplanung und Liquiditätsvorschau

Um sich einen Überblick über die aktuelle Liquiditätslage zu verschaffen und zu sehen, wie sich die Liquidität voraussichtlich entwickeln wird, benötigen alle Unternehmen in jedem Fall einen Liquiditätsplan für mindestens 12 Monate. Bei der Liquiditätsplanung werden alle Jahreszahlen auf Monate oder Wochen heruntergebrochen, um erkennen zu können, wann welche Ein- und Auszahlungen erfolgen und ob und wann sich evtl. Lücken auftun, die man schließen muss. Moderne IT-Programme beinhalten häufig Module für einen Liquiditätsplan.

Forderungsmanagement

Ein zentrales Werkzeug, um die Liquidität zu verbessern und zu steigern, ist ein gutes und funktionierendes Forderungsmanagement. Hierbei handelt es sich um einen Oberbegriff für zahlreiche Maßnahmen. Zu den zentralen Aufgaben zählen vor allem: 

  1. Die Bonitätsprüfung von Neu- und Stammkunden vor einem Kauf, etwa mittels Auskunfteien wie Schufa, Bürgel oder Creditreform.
  2. Eine für den eigenen Betrieb günstige Vertragsgestaltung, möglichst mit Forcieren von An-, Bar- und Kartenzahlungen um Zahlungsverzögerungen oder –ausfälle zu vermeiden, Vereinbarung von Lastschriften, damit man die Zahlungszeitpunkte selbst bestimmen kann oder Vereinbarung möglichst kurzer Zahlungsziele mit Kunden (Faustregel: mögl. < 20 Tage). Auch die Vereinbarung von Skonto oder die Belohnung von „Pünktlich Zahlern“ am Jahresende gehören zum Forderungsmanagement.
  3. Des Weiteren zählt ein funktionierendes Mahnwesen sowie die Bereitschaft, per Inkasso oder gerichtlichem Mahnverfahren säumige Kunden zur Zahlung zu bewegen, zum Forderungsmanagement und somit auch zur Liquidität.
  4. Ganz wichtig ist auch, dass die internen Prozesse stimmen und verbessert werden. Beispielsweise sollten Rechnungen so zeitnah wie möglich gestellt werden und alle rechtlichen Anforderungen erfüllen. Außerdem sollten Mitarbeiter, z.B. aus dem Vertrieb oder dem Projektmanagement, verpflichtet werden, alle für die Erstellung von Rechnungen notwendigen Unterlagen an die Buchhaltung so schnell wie möglich weiterzuleiten. Und es sollte geregelt werden, wie man mit Beschwerden umgeht, wenn Kunden Rechnungen reklamieren, um möglichst wenig in Zeitverzug zu kommen.

Cashflow-und Cashflow-Rechnung

Der Cashflow ist eine wichtige Kennzahl zur Liquiditätsbeurteilung. Er berechnet sich in der einfachen Form wie folgt:

Jahresüberschuss / -fehlbetrag nach Steuern + Abschreibungen – Zuschreibungen = Cashflow i.e.S.  

Der Jahresüberschuss nach Steuern wird hier wieder um die Abschreibungen  erhöht, weil diese zwar den Gewinn beeinflussen, nicht aber die Liquidität. Zuschreibungen verringern den Cashflow, da sie quasi die umgekehrte Wirkung wie Abschreibungen haben. 

Der Cashflow i.e.S. ist in seiner Aussagekraft begrenzt, weil man nicht sehen kann, was mit dem Geld, das dem Betrieb zufließt, geschieht. Daher sollte er um eine Verwendungsrechnung, das Cashflow Statement, erweitert werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Cashflow Statement zu erstellen und damit Einfluss auf die Liquidität zu nehmen. Die Darstellung zeigt ein Beispiel nach IAS 7 (International Accounting Standards, Mindestgliederung, bei großen Firmen kommen ggf. Positionen hinzu): 

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Positionen
PositionenEuro
Ergebnis lt. Gewinn- und Verlustrechnung 445.320
+ /- Abschreibungen / Zuschreibungen 37.460
+ /- Erhöhung / Verminderung langfristige Rückstellungen -4.878
= Cashflow im engeren Sinn477.902
+/- Verminderung / Erhöhung Forderungen -52.940
+/- Verminderung / Erhöhung Vorräte -28.370
+/- Erhöhung / Verminderung Verbindlichkeiten aus L+L 3.040
= 1 Cashflow aus Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow)399.632
+ Einzahlungen aus Anlageabgängen (Desinvestition) 2.000
- Auszahlungen für Anlageinvestitionen -174.230
= 2 Cashflow aus Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Zuführungen Eigenkapital (Gesellschaftereinlagen) 5.000
- Auszahlungen an Eigentümer (Gesellschafterentnahmen) -227.300
+ Einzahlungen aus Aufnahme Finanzverbindlichkeiten 9.000
- Auszahlungen aus Rückzahlung Finanzverbindlichkeiten -6.000
= 3 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Summe 1, 2, 3 8.102
+/ - Finanzmittel Beginn des Geschäftsjahres 430
= Finanzmittelbestand Ende des Geschäftsjahres (Liquidität)8.532
Operativer Cashflow

Der operative Cashflow ergänzt den Cashflow i.e.S. um Veränderungen bei Forderungen, Vorräten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Steigen z.B. Forderungen oder Vorräte, wird Geld gebunden, das an anderer Stelle nicht zur Verfügung steht. Daher gilt es, diese Positionen zu reduzieren, um den Cashflow zu verbessern. Bei den Verbindlichkeiten ist es umgekehrt. Steigen sie, ist das für ein Unternehmen günstig, da Rechnungen später bezahlt werden müssen. Wird Skonto gewährt, ist es aber günstiger, diesen zu nutzen, da die Kosteneinsparung größer ist als der Liquiditätsgewinn.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt, in welchem Umfang Investitionen vorgenommen wurden und wie hoch die Summe aus Anlagenverkäufen (Desinvestition) ist.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Dieser Teil des Cashflow Statements beinhaltet alle Aktivitäten, die die Kapitalstruktur eines Unternehmens verändern. Insbesondere sind hier Kreditaufnahmen und -tilgungen sowie Einzahlungen von und Auszahlungen an Eigentümer zu nennen.

Finanzmittelbestand

Aus der Summe der Positionen 1-3 ergibt sich der Finanzmittelbestand bzw. die Liquidität am Ende einer Periode; ggf. zuzüglich möglicher liquider Mittel.

Erhöhungen von Forderungen und Vorräten sind mit negativen Vorzeichen eingegeben, weil Liquidität gebunden wird bzw. fehlt. Ein Cashflow-Statement enthält also alle zahlungsrelevanten Positionen, die in einem Unternehmen anfallen können.

Factoring

Ebenfalls zum Komplex Forderungsmanagement gehört das Factoring. Als Factoring wird der Verkauf von Forderungen an ein spezialisiertes Unternehmen, den Factor bezeichnet. Dieser kauft die Forderungen vom eigenen Betrieb, und zahlt nach meist 2-3 Tagen bis zu 90% des Forderungsbetrags an den eigenen Betrieb aus. Der Differenzbetrag wird gezahlt, wenn auch der Kunde seine Forderungen an den Factor bezahlt hat. Ansonsten verwendet der Factor den Betrag dazu, die Kosten für z.B. ein Mahn- oder Inkassoverfahren zu decken. Kosten fallen für das verkaufende Unternehmen je nach Vertrag und Leistungsumfang in Höhe von etwa 0,5-3% der Forderungssumme an. Hinzu kommen die Zinsen für den Zeitraum, von der Zahlung durch den Factor bis zum Forderungsausgleich für den Kunden.

Factoring ist meist nur auf den ersten Blick teuer. Denn mit dem vorab ausgezahlten Geld kann man selbst z. B. einen Lieferanten unter Ausnutzung von Skonto bezahlen. Außerdem übernimmt der Factor einen Teil der Bonitätsprüfung, weshalb er offensichtlich relevant für die Liquidität ist und man selbst spart dadurch Kosten. Und nicht zuletzt sinkt die Abhängigkeit von der Bank, weil man z.B. keinen zusätzlichen Kredit aufnehmen muss oder sein Kontokorrent schonen kann. Dennoch will die Nutzung Factoring gut überlegt sein, weil es z. B. auch Kunden gibt, die nicht wollen, dass ihre Forderungen verkauft werden. Unternehmen, die sich für Factoring interessieren, sollten sich vorab gründlich informieren und sich auch bei der Auswahl eines seriösen Anbieters helfen lassen.

Auszahlungen verschieben oder streichen und Kosten senken

Die Liquidität lässt sich auch steigern, indem man alle in der Zukunft anstehenden Auszahlungen auf den Prüfstand stellt:

  • Muss wirklich zeitnah investiert werden? Oder kann man eine Investition verschieben?
  • Kann man auf eine preiswertere Alternative ausweichen?
  • Kann man Investitionen anders finanzieren, z.B. durch Leasing?
  • Besteht die Möglichkeit, eine Investition mit anderen Unternehmen durchzuführen und sich die Nutzung des Wirtschaftsguts zu teilen?

Nicht zuletzt sollten sich alle Unternehmen fragen, ob alle Kosten tatsächlich in der nötigen Höhe sinnvoll sind und es nicht sinnvoller wäre, diese zu senken, um die Liquidität zu erhöhen. Einige Beispiele:

  • Kann man die Produkte in der gleichen Qualität mit günstigeren Materialien herstellen?
  • Wurde mit den Lieferanten hart genug verhandelt?
  • Können Bestellungen bei einem Lieferanten gebündelt werden, um bessere Einkaufspreise zu erhalten?
  • Können bestimmte Arbeiten durch Subunternehmer statt durch eigenes Personal günstiger erledigt werden?
  • Lassen sich Energiekosten oder Versicherungsbeiträge durch einen Wechsel des Anbieters senken?
  • Welche Verträge werden ggf. nicht mehr benötigt, z.B. Wartungsverträge?

Können die Kosten bei gleichem Umsatz gesenkt werden, erhöht sich der Gewinn und die Liquidität. Können zusätzlich noch Auszahlungen reduziert werden, verbessert das die Liquidität noch einmal. Allerdings muss ein Unternehmen vor allem versuchen, die Umsätze zu erhöhen, da hier fast immer der größte Hebel für die Liquiditätsverbesserung gegeben ist.