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Lohnsteuer

Arbeitgeber müssen die Lohnsteuer vom Bruttolohn einbehalten und abführen

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Lohnsteuer

Die Lohnsteuer ist eine Erhebungsform der Einkommensteuer. Sie wird auf Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erhoben. Der Arbeitgeber ist für die korrekte Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer verantwortlich. Er behält die Lohnsteuer direkt vom Lohn oder Gehalt eines Arbeitnehmers ein und führt sie an das Finanzamt ab. Der Arbeitgeber haftet gegenüber der Finanzbehörden, des Sozialversicherungsträgers und gegenüber dem Mitarbeiter für eine korrekte Lohnabrechnung.

Lohnsteueranmeldung

Arbeitgeber sind dazu verpflichtet sowohl die einbehaltene Lohnsteuer als auch die zu seinen Lasten pauschal erhobene Lohnsteuer beim Betriebsstättenfinanzamt anzumelden. Ausgenommen ist die Pauschalsteuer von 2% für einen Minijob. Diese Pauschalsteuer muss dann an die Minijob-Zentrale abgeführt werden. Lohnsteueranmeldungen müssen elektronisch übermittelt werden.

Lohnsteuer berechnen

Um die Lohnsteuer zu berechnen muss der Arbeitgeber den steuerpflichtigen Teil des Lohn oder Gehalts ermitteln. Dabei wird ausgehend vom Bruttoarbeitslohn ein zu versteuernder Betrag ermittelt, berücksichtigt werden dabei gesetzlich festgelegte Abzugsbeträge. Ebenso müssen die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM, z.B. Steuerklasse, Kinderfreibeträge etc.) berücksichtigt werden.

Lohnsteuer-Außenprüfung und Lohnsteuer-Nachschau

Bei der Lohnsteuer-Außenprüfung prüft das Finanzamt, ob der Arbeitgeber die Lohn- und Kirchensteuer sowie den Solidaritätszuschlag vom Arbeitslohn seiner Arbeitnehmer ordnungsgemäß einbehalten und abgeführt hat. Eine Lohnsteuer-Außenprüfung wird vorab angekündigt, der Prüfer stimmt einen Termin mit dem Arbeitgeber ab. Im Gegensatz dazu können sich Lohnsteuerprüfer bei der Lohnsteuer-Nachschau spontan ein Bild machen. Die Lohnsteuer-Nachschau wird vorab also nicht angekündigt. Bei der Lohnsteuer-Nachschau haben Lohnsteuer-Prüfer analog zu Umsatzsteuer-Nachschau die Möglichkeit sich spontan vor Ort ein Bild zu machen. Die Finanzbehörde möchte also im Rahmen einer Lohnsteuer-Nachschau  überprüfen, ob die buchhalterischen und papiermäßigen Abläufe auch tatsächlich so stattfinden oder stattgefunden haben, wie sie angegeben wurden.

Anrufungsauskunft zu Lohnsteuerfragen

Wenn Sie als Arbeitgeber spezielle Fragen zur Lohnsteuer haben, kann Ihnen das Finanzamt mit der kostenlosen Anrufungsauskunft weiterhelfen. Zum Beispiel bei Fragen zum Lohnsteuerabzug, zur Kirchensteuer, zum Solidaritätszuschlag, geldwerten Vorteilen, Job-Ticket, Vermögensbildung des Arbeitnehmers etc.  Sie müssen die Anfrage an das Betriebsstättenfinanzamt stellen, das für Sie zuständig ist. Die Anfrage muss einen ganz konkreten Anlass haben und den betrieblichen Vorgang schildern. Viele Infos zur Anrufungsauskunft finden Sie auch im Beitrag Anrufungsauskunft: sichere Antworten auf Lohnsteuerfragen.