Werbung über AdWords-Anzeigen für Freiberufler sinnvoll?

Viele Freiberufler stehen vor der Frage, wie sie gezielt neue Kundinnen und Kunden gewinnen können. Neben Empfehlungen, Netzwerken und organischer Sichtbarkeit in Suchmaschinen bietet sich bezahlte Online-Werbung an – insbesondere über Google Ads. Mit Google Ads können Anzeigen genau dann erscheinen, wenn potenzielle Kunden aktiv nach bestimmten Dienstleistungen suchen. Das klingt vielversprechend – doch lohnt sich diese Form der Werbung tatsächlich für Freiberufler?

Zuletzt aktualisiert am 26.02.2026
© Roger Richter - gettyimages.com

Was ist Google Ads?

Google Ads ist die Online-Werbeplattform von Google. Unternehmen und Selbstständige können darüber bezahlte Anzeigen schalten, die in der Google-Suche, auf YouTube, im Google-Display-Netzwerk oder bei Google Maps erscheinen.

Am häufigsten nutzen Freiberufler sogenannte Suchanzeigen. Diese werden oberhalb oder unterhalb der organischen Suchergebnisse eingeblendet, wenn Nutzer bestimmte Suchbegriffe eingeben – etwa „Steuerberater Berlin“ oder „Grafikdesigner Logo erstellen“.

Wie funktioniert Google Ads?

Google Ads basiert auf einem Auktionsprinzip. Werbetreibende legen fest:

  • für welche Keywords ihre Anzeigen erscheinen sollen,
  • welches Budget sie einsetzen möchten,
  • und welches Ziel sie verfolgen (z. B. Anfragen, Terminbuchungen, Verkäufe).

Wenn ein Nutzer eine Suchanfrage stellt, prüft Google in Echtzeit, welche Anzeigen relevant sind. Dabei zählen nicht nur das Gebot, sondern auch die Qualität der Anzeige (z. B. Relevanz, erwartete Klickrate, Zielseitenqualität).

Die Abrechnung erfolgt meist pro Klick (Cost-per-Click, CPC). Alternativ können automatisierte Gebotsstrategien wie Ziel-CPA (Kosten pro Anfrage) oder Ziel-ROAS (Return on Ad Spend) genutzt werden.

Welche Varianten kommen in Frage?

Zuerst einmal ist es für den Freiberufler wichtig, eine eigene Website zu erstellen. Mit Hilfe der Anbieter, die Webseiten im Baukastensystem zur Verfügung stellen, ist eine eigene Seite recht schnell einzurichten. Deutlich professioneller kann diesen Punkt natürlich ein Webdesigner umsetzen, der sich damit auskennt und technische Raffinessen einfügen kann.

Diese Seite muss dann optimiert werden – Stichwort SEO (Search Engine Optimization). Die Suchmaschinen müssen mit den passenden Keywords auf der Seite, durch ständige Aktualisierungen und Inhalte von allgemeinem Interesse dazu gebracht werden, diese Seite immer wieder einzublenden. Hilfreich bei der Suche nach passenden Keywords sind Übersichtslisten der Suchmaschinenanbieter, in denen die Häufigkeit der Suchanfragen nach bestimmten Begriffen sowie Alternativen aufgelistet ist.

Zum Online-Marketing zählt des Weiteren das Versenden von Newsletters oder persönlichen E-Mails. Auch diese Varianten müssen so gestaltet werden, dass sie genau das Interesse der Adressaten erreichen. Vor allem zur Kundenbindung.

Eine sehr gute Möglichkeit für Freiberufler und Selbstständige ist Google Ads. Mit den hier schaltbaren Anzeigen ist es möglich, eine Zielgruppe direkt anzusprechen. Dazu müssen allerdings einige Dinge beachtet werden.

Werbung über Google Ads als Freelancer zur Kundengewinnung

Die zu schaltenden Anzeigen bei Google Ads sind sehr klein, viel Platz für eine umfangreiche Werbung bleibt da nicht. Das heißt, ein Werbender (in diesem Fall Freelancer) muss sich zur Neukundengewinnung kurz fassen und die richtigen Worte wählen.

Die Anzeige selbst besteht aus einer Überschrift, einem Anzeigentext und dem Link zur Webseite des Freiberuflers. Der Anzeigentext kann frei formuliert werden, es kommt aber darauf an, die passenden Wörter zu wählen. Merke: Der Leser soll davon so in den Bann gezogen werden, dass er auf den Link klickt, um nähere Informationen zu einem Produkt oder zu gebotenen Leistungen zu erhalten.

Der Freiberufler zahlt für jeden Klick, der auf seine Anzeige gesetzt wird. Hier kann zum Beispiel ein festes Tagesbudget festgelegt werden, auch wöchentlich können die Ausgaben begrenzt werden. Wichtig zu wissen: Google blendet eine Anzeige nicht immer dann ein, wenn der betreffende Suchbegriff eingegeben wird. Durch eine gezielte Auswahl der Suchbegriffe sowie durch ein höher angelegtes Budget lässt sich die Häufigkeit der Einblendungen aber beeinflussen.