SEO für kleine Unternehmen – die Offpage-Optimierung (Teil 3)/fileadmin/_processed_/4/0/csm_SEO_Offpage_9245b688f2.jpg 2016-04-27 Lexware

SEO für kleine Unternehmen – die Offpage-Optimierung (Teil 3)

Bildschirm zeigt die Google Suche. Die Offpage-Optimierung spielt in SEO eine wichtige Rolle
Von Lexware-Redaktion , Robert Eberhard
Aktualisiert am: 27.04.2016

Im dritten Teil der Serie "SEO für kleine Unternehmen" geht es um das Thema „Offpage-Optimierung“. Unter Offpage-Optimierung versteht man die Optimierung jener Faktoren, die man nicht direkt auf der Seite verändern kann, sondern die das Ranking der Seite von außen beeinflussen. Ein Kernthema ist hier das sogenannte Linkbuilding.

Linkbuidling - was ist das?

Unter Linkbuilding versteht man das aktive Verlinken einer Webseite mit anderen Seiten. Je mehr Links eine Seite von anderen Seiten bekommt, desto relevanter ist die Seite in den „Augen“ von Google. Je mehr Seiten verlinken, desto „wichtiger“ wird die Seite für Google, allerdings sollten die Links themenrelevant sein. Wenn die Seite www.steuer-sparen.info beispielsweise von einer anderen „finanzaffinen“ Seite einen Link zum Thema „Steuererklärung 2010“ erhält, so wird dies von Google höher eingestuft als ein Link von einer Mode-Webseite.

Nicht Quantität sondern Qualität zählt!

Man könnte meinen, dass man im Ranking bei Google steigt, wenn man so viele Links wie möglich „einsammelt“. Dies ist jedoch ein Trugschluss. Google schaut sich genau an, von wem die Seite einen Link erhält. Ist der Link relevant? Wurde er „freiwillig“ gesetzt? Oder wurde der Link gar gekauft? Es ist möglich Links zu kaufen, davon möchten wir hier jedoch dringend abraten! Google mag keine gekauften Links und straft dies auch entsprechend ab.

Wie erhalte ich Links? Einfach fragen!

Wie erhalte ich Links auf meine Seite und was kann ich dafür tun? Hier gibt es mehrere interessante und teilweise sogar recht einfache Möglichkeiten. Die einfachste ist: Einfach fragen! Dies klingt trivial und das ist es auch. Wenn Sie eine Seite mit nützlichem Inhalt zu Ihrem Thema finden, dann schauen Sie einfach ins Impressum wer diese Seite betreibt und sprechen Sie den Webmaster an. Dabei sollten Sie möglichst persönlich vorgehen: Rufen Sie an oder schreiben Sie eine ausführliche Email. Erläutern Sie warum Sie einen Link von der Seite möchten und wie die andere Seite davon ebenfalls profitieren kann. Sie könnten dem Betreiber beispielsweise anbieten ihn ebenfalls zu verlinken, dies nennt man reziproke Verlinkung.

Bei der Verlinkung von Webseiten gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder Webseite A verlinkt auf Webseite B und wieder umgekehrt B verlinkt auch auf A. Dies nennt man reziproke Verlinkung. Diese Art der Verlinkung ist jedoch nicht so ideal, da Google annehmen könnte, dass es sich hierbei um eine abgesprochene Maßnahme handelt - und damit häufig richtig liegt. Daher sollte man nur dann reziproke Verlinkungen setzen, wenn sich die beiden Seiten tatsächlich thematisch gut ergänzen.

Nicht reziproke Verlinkungen sind jedoch die „besseren“ Verlinkungen. Denken Sie dabei abseits der gewohnten Pfade.

Ein Beispiel: Ein Autohaus hat eine kleine Kaffee-Bar im Wartebereich, an der es seinen Kunden einen leckeren Kaffee aus einer regionalen Rösterei anbietet. Integriert man zu dem Thema Kaffee eine kleine Info auf der Webseite des Autohauses mit einem Link zu der Rösterei, so wäre eine „thematische“ Verlinkung von einem Autohaus zu einer regionalen Kaffeerösterei hergestellt.

Oftmals sind es die nicht so offensichtlichen Möglichkeiten, die erhebliches Verlinkungs-Potenzial bieten.

Einträge in Webkatalogen

In den Anfängen des Internets entstanden mehr oder weniger sinnvolle Webkataloge, in denen Webseiten allgemein kategorisiert waren oder alle Seiten zu einem bestimmten Thema angezeigt wurden. Heute gibt es beispielsweise noch Webkataloge wie das DMOZ Verzeichnis, welches händisch von vielen freiwilligen Redakteuren gepflegt wird, oder das Verzeichnis von web.de, in das man gegen Bezahlung aufgenommen werden kann. DMOZ wird von Google durchaus hoch eingeschätzt, ansonsten sollte man Webkatalogen kritisch gegenüberstehen. Viele Kataloge arbeiten mit automatisierten Eintragungen, die ein optimales Suchergebnis aus Sicht von Google verhindern. Angebote wie „Für 29,90 EUR tragen wir Sie in 1.000 Webkataloge ein“, sollte man daher aus dem Weg gehen sonst läuft man Gefahr als Google-Spamer identifiziert und von Google ganz ausgeschlossen zu werden.

Social Media Verlinkung – Facebook und Twitter nutzen

Bei einer Verlinkung achtet Google zunehmend auch darauf, ob man aus Social Media Portalen wie Facebook oder Twitter Links auf seine Seite erhält. Hierzu ist es nützlich eine Facebook-Seite oder Facebook-Gruppe zu erstellen und interessante Informationen sowie Links auf das eigene Angebot zu posten. Hat man etwas zu sagen, sollte man dies zusätzlich auch über Twitter tun. Bei Twitter kann man Schlüsselwörter in seinen Nachrichten zudem mit sogenannten „Hashtags“ versehen, die leichter gefunden werden können.

Blogposts und Foreneinträge

Durch das Kommentieren in Blogs kann man ebenfalls leicht Links generieren. Allerdings sollten Sie dabei ganz klar darauf achten, dass Sie auch etwas zu sagen haben!

„Toller Blog, weiter so!“-Einträge gelten als Spam und werden von den Blogbetreibern meistens gleich wieder gelöscht. Wer möchte in seinem Blog schon Kommentare lesen, die ganz klar nur dazu dienen einen Link zu generieren? Genauso verhält es sich bei Einträgen in Foren. Melden Sie sich in Foren zu Ihrem Thema an und setzen Sie in der Signature Ihres Mitgliedskontos einen Link zu Ihrer Seite. Beachten Sie dabei jedoch in jedem Fall die Netiquette. Wenn sie zu einem Thema wirklich etwas beitragen können oder selber eine gute Frage stellen, wird sich niemand über den Link in ihrer Signatur aufregen. Sie sollten jedoch in keinem Fall werbliche Foreneinträge verfassen, dies wird mit großer Sicherheit von der Forengemeinde gerügt.

Gut Ding will Weile haben – auch beim Linkbuilding!

Google achtet nicht nur darauf wie Links entstehen, sondern auch wann und in welchem zeitlichen Abschnitt. Daher ist es wichtig darauf zu achten, dass Verlinkungen „organisch“ entstehen. Zu einem natürlichen Linkbuilding gehört dazu dass man relativ viele „unwichtige“ Links von Seiten erhält, die einen geringen PageRank (Einstufung von 1-10) bei Google haben. Die Top-Links kommen von möglichst „wichtigen“ Seiten, die einen hohen PageRank aufweisen. Achten Sie immer darauf, dass die Verlinkung themenrelevant ist und Seiten nicht nur der Verlinkung wegen miteinander verknüpft werden. Vernünftiges Linkbuilding braucht Zeit! Üben Sie sich in Geduld.

Fazit – Quo vadis Linkbuilding?

Dies waren nur einige Beispiele, wie man Links von anderen Seiten oder aus dem Bereich Social Media erhalten bzw. „generieren“ kann. Es gibt hier noch weitaus mehr Möglichkeiten. Oftmals genügt es einfach mal selbst darüber nachzudenken, aus welchem Grund man eine Seite verlinken würde.

Bieten Sie anderen Webseitenbetreibern einen Grund sich mit Ihnen zu verlinken, indem Sie wirklich gute Inhalte auf Ihrer Seite haben oder beispielsweise bei einer Problemstellung helfen.

Machen Sie es wie im realen Leben: Gehen Sie höflich und respektvoll mit anderen Webseitenbetreibern um, dann klappt es auch mit dem Linkbuilding.

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