Mobiles Bezahlen: Shopping per Smartphone und Tablet/fileadmin/_processed_/5/1/csm_Mobiles_bezahlen_8f2b40385f.jpg 2014-10-14 Lexware

Mobiles Bezahlen: Shopping per Smartphone und Tablet

Kundin kauft mobil im Online-Shop mit dem Smartphone
Von Christoph Jung
Aktualisiert am: 14.10.2014

Rund jeder dritte Smartphonebesitzer hat laut einer aktuellen Studie von Tomorrow Focus Media bereits mobil eingekauft. Weitere 37 Prozent planen dies demnächst zu tun. Der E-Commerce-Markt verändert sich damit: Immer weniger Käufer shoppen daheim vom PC aus, sondern erledigen ihre Einkäufe von unterwegs oder auf der Couch. Wie können Onlinehändler auf diesen Trend reagieren? Viele Shops existieren inzwischen als mobile Version, meist in Ergänzung zum klassischen Onlineshop, einige aber auch in Form von speziellen Shopping-Apps. Die neuen Herausforderungen im mobilen Verkauf sind für Händler aber mit höheren Risiken und zusätzlichem administrativen Aufwand verbunden. Mit ein paar Tricks können die Händler diese umgehen und Risiken auslagern.

Je einfacher die App, desto höher die Kaufabschlussrate

Bei den mobilen Lösungen gilt noch mehr als für die Onlineshops: Je einfacher und benutzerfreundlicher sie gestaltet sind, desto eher schließen die Kunden den Kauf auch ab. Mobile Käufer haben in der Regel nicht viel Zeit und Geduld, sich umständlich durch die Shopping-Apps zu klicken, sie wollen ihre Käufe so schnell wie möglich abschließen. Wo „on the go“ geshoppt wird, kommt es auf eine besonders gute Usability an. Dazu gehört etwa eine an die Geräte angepasste Darstellung der Seite. Viele Anwendungen sind so unpraktisch gestaltet, dass für die Nutzer der Einkauf zu umständlich und langwierig wird.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Abwicklung der Zahlungsprozesse. Erste Voraussetzung ist, dass die wichtigsten Zahlmethoden zur Verfügung stehen. Zahlreiche Studien und die Erfahrungen vieler Shopbesitzer zeigen: Sind die von den Käufern präferierten Methoden nicht auf der Shopseite zu finden, schließen die Kunden den Kauf auch nicht ab. Sie füllen zwar den Warenkorb, verlassen die Seite aber anschließend wieder. Umgekehrt kann die Conversion Rate signifikant erhöht werden, wenn auf der mobilen Shopseite die bei der jeweiligen Zielgruppe beliebtesten Zahlmethoden angeboten werden. Weiterhin sollte die Abwicklung des Payments für den M-Commerce geeignet sein. Wer über mobile Geräte shoppt, hat selten zusätzlich benötigte Informationen, zum Beispiel seine TAN-Liste, zur Hand. Käufer zahlen in der Regel immer mit der gleichen präferierten Methode, sei es per Lastschrift, Kreditkarte oder PayPal. Die angebotenen Zahlverfahren können damit sogar als zusätzliches Marketinginstrument dienen.

Um die Usability zusätzlich zu erhöhen, sollten die im Checkout angebotenen Zahlverfahren lediglich die mandatorischen Parameter abfragen und auf optionale verzichten. Dadurch kann mit einem Klick die Zahlung abgeschlossen und die Abbruchquote gering gehalten werden. Mit einer Stammkundenfunktion, die den Kunden, seine Daten sowie sein präferiertes Zahlverfahren erkennt, erreichen Sie ebenfalls eine deutliche Reduzierung der Kaufabbrüche. Bei der Durchführung der Zahlung sollte kein Medienwechsel erfolgen. Eine offensichtliche Umleitung während des Checkout-Prozesses und ein anschließender Wechsel zurück zur Shopping-App ist für den Käufer nicht nur verwirrend, sondern auch zeitraubend.

Wie kann sich der Shophändler vor Betrügern schützen?

Das Payment bei Shopping-Apps ist für Händler sowie Dienstleister durch die hohe Komplexität besonders anspruchsvoll. Hier kommt es vor allem auf hohe Sicherheitsstandards für den Shop und gleichzeitig auf eine leichte Handhabung für die Kunden an. Viele kommen daher mit der Aufgabe auf uns zu, als Payment-Dienstleister sowohl die Überprüfung der Transaktionen zu übernehmen als auch das Risiko von Forderungsausfällen zu reduzieren. Auch die aufwändigen Prozesse um eine PCI-DSS-Zertifizierung wollen sich die Händler ersparen, die Daten der Kunden sollen automatisch möglichst sicher gespeichert werden.

Gleichzeitig sollen die Kunden während des Bezahlvorgangs nicht offensichtlich und zeitraubend auf externe Browser-Seiten weitergeleitet werden. Oft berichten uns Shopbetreiber, dass solche „Out of the box“-Lösungen, die einfach und sicher in eine App integriert werden können, für mobile Anwendungen tatsächlich kaum existieren. Bei der Mehrzahl der Angebote wird der Kunde stattdessen im Redirect-Verfahren von der App auf die Payment-Seite weitergeleitet und dann wieder zurück in die App. Um die Shops vor Betrug zu schützen, gibt es zudem inzwischen ausgefeilte Missbrauchspräventions-Tools, die flexibel einsetzbar sind. Per Checklist und Scoring können auf diese Weise bis zu 65 Parameter während der Transaktion im Hintergrund geprüft werden. Betrüger und suspekte Käufer werden auf diese Weise identifiziert.

Christoph Jung (41) ist seit dem 1. Juli 2012 für den Payment Service Provider Ogone tätig und besetzt die Position Head of Sales D-A-CH. Ihm obliegt die gesamte Steuerung der Geschäftsaktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Jung ist ein ausgewiesener Payment-Spezialist: Zuvor war er als Senior Product Manager für ConCardis tätig; weitere Branchen-Expertise hat Jung als Business Development Manager beim IT-Finanzdienstleister Atos Worldline sowie in verschiedenen Finanzinstituten gesammelt.

Ogone ist ein führender internationaler Anbieter von Payment Services. Mehr als 40.000 Unternehmen in über 70 Ländern weltweit vertrauen Ogone die Steuerung, Abwicklung und Sicherung ihre online- und mobilen Zahlungsverkehrs an, um ihren Umsatz im In- und Ausland zu steigern sowie die Conversion Rate zu erhöhen.

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